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Die verirrte E-Mail ( Love of my Life ) Part 2/2

Hallo Melina,

warum antwortest du mir nicht mehr, hab ich etwas falsches gesagt? Frage mich doch alles was du möchtest. Ich weiß, es ist seltsam mit einem fremden Menschen zu schreiben, aber es ist auch für mich neu, aber wie gesagt ich vertraue dir. Du kennst doch schon das innerste meiner Seele, du weißt genau was ich fühle, darum hör in dich hinein und bitte lass mich nicht allein.

Dein Jason.


Melina saß nun da und überlegte. Was sollte sie tun? Sie kannte diesen Mann doch gar nicht, wie konnte sie einem Fremden vertrauen? Es könnte doch auch ein Betrüger sein…man hörte ja schon genug…..Seltsamerweise ihr Herz gab ihr alle antworten. Ja, sie vertraute ihm.
Er war ein Mann der seine wahre Liebe suchte.
Die Liebe seines Lebens.
Und außerdem musste sie ihn ja nicht gleich heiraten.
Ein Klick und sie schrieb eine Antwort:

Hallo Jason,

Ja, ich habe Angst, ich kenne dich nicht und weiß fast gar nichts von dir. Warum vertraue ich dir dann so sehr? Ich fühle mich dir nah und kann das nicht erklären. Du hast mich vorhin gefragt, wer ich eigentlich bin. Wie du weißt, heiße ich Melina. Ich lebe in Deutschland, bin Kassiererin in einem Supermarkt und ich glaube an die große Liebe. Leider habe ich die Liebe meines Lebens noch nicht getroffen und bin wieder an Weihnachten allein.

Deine Melina


Nachdem sie ihm zurück geschrieben hatte, wartete sie auf eine Antwort, doch es kam nichts mehr zurück. Enttäuscht ging sie wieder in die Küche um das Essen für morgen vorzubereiten. Einige Stunden vergingen und es kam keine Antwort von Jason.
Die Nacht brach herein und sie ging enttäuscht ins Bett.
War wohl nichts?
Das hatte sie so noch nie getan mit einem Unbekannten zu schreiben und nun war die Enttäuschung doch groß.
Wie sah er wohl aus? Was machte er beruflich und wie lebte er? So viele Fragen waren in ihrem süßen Köpfchen.
Ob sie jemals Antworten darauf bekam?
Müde ging sie dann zu Bett, denn das Warten hatte keinen Sinn mehr.
Schnell schlief sie ein und sie wurde sehr früh wieder wach.
Gähnend setzte sie sich im Bett hin und sagte zu sich selbst:
„Frohe Weihnachten, Melina.“
Dann ging sie schnell duschen und danach frühstücken.
In zwei Stunden kam Anja und da wollte sie soweit mit dem Essen fertig sein, dass sie Zeit für ihre Freundin hatte.

Wie von Zauberhand hatte Melina alles fertig und hatte sogar noch einen Moment Zeit ins Internet zu gehen.
Eine Weile las sie die Neuigkeiten, die es gab, bis sie es nicht mehr aushielt und ihr E-Mailfach öffnete
Vielleicht war ja eine Nachricht Jason da. Natürlich tat sie äußerlich, als wenn ihr das egal wäre, aber innerlich tobte ein Kampf in ihr und sie sehnte sich danach mit ihm zu reden.

Und schon hörte sie:

// Sie haben 1 neue Nachricht.//

Ein Lächeln in ihren Augen erschien und schnell öffnete sie diese:

Hallo Melina,

ich wünsche dir Frohe Weihnachten. Schön das du mir doch schreibst. Entschuldige das ich jetzt erst antworte, aber ich hatte berufliche Verpflichtungen. Wie geht es dir heute? Kannst du lächeln? Was machst du heute schönes? Oh, so viele Fragen auf einmal. Entschuldige, aber ich bin von Natur aus doch sehr neugierig.
Möge Gott dich beschützen.

Dein Jason.


Lächelnd saß sie nun da und gerade als sie antworten wollte, klingelte es an der Tür.
Anja war da und sie musste das Antworten verschieben.
Schweren Herzens öffnete sie ihrer Freundin die Tür und sie drückten sich beide.
Gemeinsam gingen sie ins Wohnzimmer und setzten sich aufs Sofa.
Im Zimmer war es mollig warm und der Tannenbaum leuchtete in den schönsten Farben.
Sie machten sich einen wunderschönen Tag, redeten über Gott und die Welt und die Zeit verging wie im Fluge.
Nach dem Abendessen verabschiedete Anja sich und Melina war ein bisschen traurig. Sie hatte die Zeit genossen und es tat gut nicht allein zu sein. Viele Menschen wünschten sich allein zu sein, aber wenn du das immer bist, ist es nicht mehr so schön, wie sich andere das vorstellen. Die Einsamkeit kann sehr grausam sein.
Als Melina die Tür hinter sich schloss, setzte sie sich sofort an den Computer.
Eigentlich müsste sie die Küche sauber machen, aber sie wollte erst Jason antworten.
Doch sie hörte schon wieder:

// Sie haben 3 neue Nachrichten.//

Ups gleich drei an der Zahl?
Von wem waren die denn alle?
Neugierig sah sie in ihr Postfach.
Sie waren alle drei von Jason.
Na der hatte es aber eilig.
´
Die erste:

Ich bin es noch mal, Melina. Ich habe vergessen zu Fragen, ob du heute an Weihnachten glücklich bist?“

Jason


Die zweite:

Hallo Melina,

oh, du antwortest ja gar nicht. Schade. Ich bin anscheinend aufdringlich. Aber ich fühle mich so einsam und wollte einfach mit dir reden.

Noch mal sorry. Jason.


Die dritte:

Melina??

Bist du eigentlich noch da? Warum antwortest du denn nicht? Magst du mir nicht mehr schreiben? Kannst du mich nicht leiden?
Ach schade eigentlich. Ich fühle mich dir so nahe, obwohl du soweit weg bist.

Ein trauriger Jason in London.


Melina lehnte sich zurück in den Stuhl. Was war nur mit diesem Jason los?
Warum zweifelte er denn immer gleich? Sie hatte doch einfach nur keine Zeit. Aber damit er endlich wieder von ihr hörte, antwortete sie ihm. Wie konnte sie ihn noch länger warten lassen.

Hallo Jason,

da bin ich wieder. Entschuldige ich hatte Besuch. Natürlich möchte ich mit dir schreiben. Also ich wünsche dir erst einmal Frohe Weihnachten. Zweitens ich bin glücklich am heutigen Tag. Drittens ich mag dich, obwohl ich nicht weiß wer du bist. Ist mir auch egal. Viertens. Sage mir doch warum du dich einsam fühlst. Du hast doch bestimmt auch Freunde. Die müssten doch bei dir sein.

Melina.


Es dauerte keine zehn Minuten da kam auch schon die Antwort.
Jason schien am Computer festgenagelt zu sein und einfach auf ihre Mails zu warten.
Denn prompt kam die Antwort und sie las:

Hi Melina, meine Kleine,

ups ich werde wohl jetzt doch zu persönlich. Ich freue mich das du glücklich bist. Wenn du glücklich bist, bin ich es auch. Ich bin allein. Ja ich wollte es so. Meine Ehe ist am Ende, obwohl ich so viele Jahre um sie gekämpft habe, hat Mary die Scheidung eingereicht. Und nun bin ich einsam und allein. Du bist die Einzige, die mit mir Kontakt hat.

Jason


Diese Worte machten sie sehr traurig und ihr Herz weinte mit ihm.
Ohne es zu Wollen verliebte sie sich in Jason und merkte es noch nicht einmal.

Ein letztes Mal für diesen Abend antwortete sie:

Hallo Jason,

es tut mir leid, dass deine Ehe nicht mehr zu retten ist, aber vielleicht ist sie ja doch nicht die Liebe deines Lebens gewesen. Dann kannst du immer noch hoffen sie zu finden. Und vor allem auch wieder glücklich werden. Lass den Kopf nicht hängen. Du bist nicht allein. Wenn du reden möchtest, schreibe mir doch einfach. Ich höre dir zu, auch wenn es nur per E-Mail ist. Du bist nicht allein.

Deine Melina.

PS: Du wirst nicht zu persönlich. Ich wünsche dir eine gute Nacht.
Bye.


Dann schickte sie diese Nachricht ab und ging zu Bett.
Melina war sehr aufgewühlt, denn Jason hatte binnen kürzester Zeit sich in ihr Herz geschlichen. Jeder Gedanke galt ihm.
Sie litt mit ihm und sie hoffte inständig das er wieder glücklich wurde.
Unruhig schlief sie ein und am nächsten Morgen mochte sie nicht aufstehen.
Blieb einfach bis Mittag im Bett liegen und dachte über die letzten zwei Tage nach.
Was eine verirrte E-Mail so alles anrichtete.
Konnte man auf diesem Wege auch die Liebe seines Lebens finden?
Jetzt wurde sie neugierig, ob er wieder geantwortet hatte.
Noch im Nachthemd setzte sie sich an den Computer und tatsächlich hörte sie auch gleich wieder:

// Sie haben 1 neue Nachricht.//

Schnell hatte sie diese geöffnet und sie freute sich, dass sie von ihm war.
Er hatte sie nicht vergessen.

Hallo Melina – Maus,

ich wünsche dir einen schönen Tag und ich danke dir für deine Worte. Es ist schön zu wissen, dass du für mich da bist. Du bist für mich in den letzten beiden Tagen etwas ganz besonderes geworden und ich wünsche mir vom ganzen Herzen, dass der Kontakt niemals abbrechen wird.
Leider habe ich erst heute Abend wieder Zeit, weil ich zu einer Weihnachts-Gala muss. Aber ich freu mich dann darauf, wenn ich heimkomme, eine Nachricht von dir vorzufinden.

Dein Jason


Melina´s Herz schlug ihr bis zum Hals.
Er wartete auf eine Nachricht von ihr, was sie doch ein wenig glücklich machte.
Schnell antwortete sie ihm:

Hallo Jason,

Ich wünsche dir auch einen schönen Tag und ich freu mich wieder was von dir zu hören. Du bist mir auch schon ans Herz gewachsen. Ich freue mich auf heute Abend und genieße die Gala. Sie wird dir gut tun.

Bye deine Melina.


Nachdenklich ging sie ins Bad und schüttelte mit dem Kopf. Das war doch alles verrückt. Irgendwie. Aber jeder einzelne Gedanke an Jason, ließ sie mehr und mehr lächeln.

Die Tage und Wochen vergingen und die beiden schrieben sich regelmäßig.
Erzählten sich ihre Wünsche und Träume und Melina fühlte sich sehr wohl.
Sie blühte regelrecht auf, lachte viel und ihre Kollegen bekamen ihre Veränderungen auch mit.
Anja sagte ihr es direkt auf den Kopf zu, dass sie verliebt war. Erst stritt Melina alles ab. Jedoch hatte es keinen Sinn, denn Anja kannte ihre Freundin zu gut. Nur jemand, der verliebt ist, strahlt soviel Wärme und Glück aus. So gab Melina sich geschlagen und erzählte ihr von Jason.

Der Tag verging schnell und heute wollte sie Jason erzählen, dass sie einen Urlaub in London plante
Mal sehen wie er darauf reagierte.
Zuhause angekommen, setzte sie sich gleich an den Computer.
Die letzte Mail von Jason war gestern und sie hatte noch nicht darauf geantwortet.
Hoffentlich war er nicht sauer auf sie.
Darum schrieb sie mit flinken Fingern:

Hallo Jason,

entschuldige bitte, dass ich dir gestern nicht geantwortet habe, aber ich bin erst spät nach Hause gekommen.
Na ja du weißt ja selbst wie das ist. Und ich war hundemüde.
Aber keine Sorge ich habe dich nicht vergessen. Wie könnte ich auch. Nimm es mir bitte nicht übel.
Aber jetzt mal was ganz anderes.
In zwei Monaten fliege ich nach London.
Na was sagst du ist das eine Überraschung?
Dann können wir uns doch endlich mal treffen und uns in den Arm nehmen. Sooft haben wir schon davon gesprochen, dass wir uns sehen wollen.
Ich hoffe du freust dich auch auf ein baldiges Sehen.
Ich zumindest bin schon sehr aufgeregt.
So jetzt muss ich aber in die Falle, und ich denke du schläfst auch schon.

Küsschen deine Melina.


Erst als sie die Mail abgeschickt hatte, sah sie das sie ihm ein Küsschen mit auf die Reise geschickt hatte.
Hoffentlich nahm Jason das nicht so ernst, denn schließlich soll er nicht denken, dass sie etwas von ihm wollte.
Um Gottes Willen, was hatte sie nur getan?
Hatte sie jetzt damit alles zerstört?
Nein das konnte und wollte sie sich dann doch nicht vorstellen, schließlich war das doch nur ein Küsschen.
Und unter Freunden verteilt man doch Küsschen.
Aufgeregt ihn bald persönlich kennen zulernen, ging sie ins Bett und schlief dann auch ein.
Träumte von ihm und dem ersten Treffen mit ihm.
Es war ein sehr schöner Traum und sie lächelte im Schlaf.
Wenn dieser sich doch erfüllen würde, dann wäre sie die glücklichste Frau auf Erden.
Denn mittlerweile wusste sie:

Jason war die Liebe ihres Lebens und wenn sie mit ihm nicht zusammen kam, wollte sie niemals einen anderen gehören.

Am nächsten Morgen wachte Melina glücklich auf.
Noch acht Wochen dann sah sie endlich Jason. Sie liebte ihn so sehr und gestand sich das endlich auch selbst ein. Mit schnellen Schritten lief sie an ihren Computer und schaltete ihn an.
Im E-Mail Account war keine Antwort von ihm, was sie sehr wunderte.
Immer hatte er geantwortet, aber auf ihre letzte, kam noch nichts.
Sie verstand es nicht, schob aber seine Arbeit vor, denn sie wusste ja auch, dass er Manager einer großen Bank war und viel zu tun hatte.
Darum ging sie zur Arbeit und ließ sich nichts anmerken.

Die Tage und Wochen vergingen und es kam keine Antwort von Jason.
Jeden Abend weinte Melina sich in den Schlaf.
Wollte er sie denn nicht sehen?
Hatte sie sich so in ihn getäuscht?
Oder lag es an dem Küsschen, welches sie ihm geschickt hatte?
Alles was sie sich erträumt hatte, zerplatzte in diesen Wochen wie eine Seifenblase.

Nun stand der Tag der Reise vor der Tür und Melina ließ sich von ihrer Freundin zum Flughafen bringen. Trotz allem wollte sie nach London. Ihren Urlaub hatte sie sich verdient und auch wenn sie Jason niemals begegnete, sie fühlte sich ihm dort näher. An ihrer Liebe zu ihm hatte sich nichts geändert.
Sie flog nach London mit dem Wissen, dass sie Jason dort nicht traf, wie sie sich es eigentlich erhofft hatte und ihr Herz brach immer mehr.
Der Flug verging sehr schnell. Im Hotel angekommen, packte sie erst einmal die Sachen aus und machte sich frisch.
Danach beschloss sie einen Stadtbummel zumachen und alles zu erkunden, schließlich war sie zum ersten Mal hier.
Sie versuchte das Beste daraus zumachen. Soweit es zumindest ging, denn jeder Gedanke galt Jason.
Automatisch sah sie jeden Tag nach, ob sie eine Nachricht von ihm hatte.
Sie hatte die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
Ihr Herz wollte es nicht, obwohl ihr Verstand sagte, dass das Warten keinen Sinn machte.
Jason wollte nichts mehr mit ihr zu tun haben.
Mit diesem Wissen stand sie jeden Morgen auf und ging abends zu Bett. Jede Nacht weinte sie sich in den Schlaf. Nie hätte sie gedacht, dass Liebe so weh tun konnte.

Für den nächsten Tag nahm sie sich vor auf den Wochenmarkt zugehen und mit diesem Vorhaben schlief sie dann auch unter Tränen ein.

Am nächsten Morgen setzte sie auch ihr Vorhaben um und ging gleich auf den Markt. Sie schlenderte über diesen und an einigen Ständen machte sie halt um sich noch ein paar Andenken zu kaufen.
Plötzlich prallte sie dort mit einem Mann zusammen und als sie sich bückte um ihre Tasche aufzuheben, knallte sie auch noch mit dem Kopf gegen seinen.
Beide sagten sie zur gleichen Zeit.
„Aua.“ Dann sahen sie sich an und sie blickte in rehbraune Augen.
Ihr Herz blieb fast stehen. Sie hatte das Gefühl diesen Mann zu kennen. Diese bekannte Wärme in ihr erwachte wieder. Konnte das wirklich war sein oder war das nur Wunschdenken?
War das Jason?
Er lächelte sie an und gab ihr zur Entschuldigung die Hand.
Länger als es eigentlich üblich war, hielten sie sich fest um sich dann räuspernd und verlegen zu lösen.
Jason lud Melina zum Essen ein, um sich noch einmal zu entschuldigen.
Schüchtern willigte sie ein und sie gingen essen.
Im Restaurant stellte sie sich vor und Jasons Augen weiteten sich.
War sie die Frau mit der er geschrieben hatte? Konnte das wirklich sein?
Nein unmöglich. Schließlich gab es doch mehr Melina´s auf der Welt, als die Eine. Seine Melina konnte das nicht sein. Sie hatte doch einfach aufgehört zu schreiben.
Über Belangloses Zeug unterhielten sich die beiden und trotzdem fühlte sich Melina sehr wohl.
Nach dem Essen brachte er sie zurück ins Hotel und sie verabschiedeten sich voneinander.
Im Zimmer atmete sie erst einmal tief durch. Es war ein seltsamer Abend aber zugleich auch ein sehr schöner. Sie öffnete ihren Laptop, denn sie wollte Anja eine Nachricht schreiben. Ihr ein wenig von London zu erzählen.
Plötzlich erklang wieder:

// Sie haben eine 1 Nachricht.//

Neugierig schaute sie nach und sie war von Jason:

„Hallo Melina,

bin zwar in Eile, aber ich habe solange nichts mehr von dir gehört und das macht mich sehr traurig. Schade eigentlich, weil ich doch dachte wir sind Freunde. Ach ich wollte dir nur noch sagen, dass ich die Liebe meines Lebens gefunden habe. Und das heute. Vielleicht kann ich sie dir bald mal vorstellen.

Dein Jason.


Melina weinte die bitterlichsten Tränen. Anscheinend war es doch nicht Jason gewesen, mit dem sie vorhin gegessen hatte, darum antwortete sie gleich um sich von ihm zu verabschieden.

Hallo Jason,

eigentlich hatte ich dir geschrieben und nie eine Antwort bekommen. Leider, ich habe mich wohl getäuscht. In mir, in dir und in meinen Gefühlen. Na ja macht nichts. Ich bin jetzt in London, werde aber morgen wieder nach hause fliegen. Hier hält mich nichts mehr. Eigentlich wollte ich dich endlich treffen, aber es ist besser wenn wir uns nicht wieder sehen. Ich wünsche dir mit der Liebe deines Lebens alles Glück dieser Welt.

Deine Melina. ( vergiss mich einfach)


Danach schloss sie ihre E-mails und ging noch mal in die Lobby um ihren Flug für morgen zu buchen. Morgen früh um neun verließ sie die Stadt und die Liebe ihres Lebens. Weinend ging sie auf ihr Zimmer und legte sich zu Bett. Noch in der Nacht stand sie auf um ihre Sachen einzupacken, verließ danach das Hotel und schlenderte noch ein wenig durch die nächtlichen Straßen von London.
Als ihr die Füße dann wehtaten, ging sie zurück und legte sich noch ein wenig hin. Morgens dann fuhr sie mit dem Taxi zum Flughafen und setzte sich dort in die Wartehalle und beobachtete die Menschen um sich herum.... und schluckte.
Jason, oder der Mann, den sie gestern traf, lief herum und rief ganz laut ihren Namen. Immer und immer wieder hörte sie nur ihren Namen:

„Melina... Melina“

Sie bewegte sich keinen Millimeter und hoffte das er sie nicht sah. Er hatte die Liebe seines Lebens gefunden und sie konnte es zu diesem Zeitpunkt nicht ertragen. Zu sehr schmerzte ihr Herz.
Plötzlich sah sie ihm ins Gesicht. Er hatte sie entdeckt und ihre Blicke hafteten aneinander. Kaum merklich schüttelte sie mit dem Kopf und er verstand es. Dabei nickte er und eine Träne bahnte sich einen Weg über seine Wange. Ihr Flug wurde aufgerufen. Sie stand auf und kehrte ihm den Rücken und ging einfach fort, ohne sich noch einmal herum zudrehen. Melina weinte leise vor sich hin, als sie eincheckte und Jason begriff das alles nicht. Er stand einfach nur da und hörte, das der Flieger gleich abhob. Er hatte sie verloren. Was er nicht wusste, Melina war nicht eingestiegen und ging langsam auf ihn zu. Jason stand mit dem Rücken zu ihr und hatte sie nicht bemerkt, als er die leisen Worte hörte:

„Hallo Unbekannter.“

Sofort drehte er sich um und sie sahen sich an. Leise sagte auch er:

„Hallo Unbekannte.“

Leicht lächelte sie und auch er lächelte, aber beide sagten kein Wort mehr. Bis Jason zu reden begann:

„Melina, warum hast du mir nicht mehr geschrieben. Ich habe dich so vermisst.“

Er weinte und sie nahm sein Gesicht in ihre Hände.
Weinend antwortete sie ihm:
„Aber ich habe dir doch geschrieben. Du hast nicht geantwortet.“
Ihnen wurde klar, dass sich eine ihrer Mails wieder verirrt hatte, und wahrscheinlich an jemand anderes ging. Plötzlich kniete Jason vor ihr nieder:

„Hallo Unbekannte,

wir haben uns sooft über die Liebe unterhalten und gestern habe ich dir geschrieben, dass ich die Liebe meines Lebens gefunden habe. Es ist nicht erst seit gestern, denn als du mir geantwortet hast. Ich meine damals, da wusste ich das du es bist. Du bist die Liebe meines Lebens. Willst du mich heiraten?“


Sprachlos stand Melina da. Er liebte sie auch. Genauso sehr wie sie ihn liebte. Weil sie nicht antwortete, wurde er ungeduldig:
„Nun sag doch endlich was. Ich liebe dich so sehr.“
Sie kniete sich auch zu ihm herunter:
„Ich liebe dich auch, du Esel. Ich dachte du willst mich nicht.“
„Ich dich nicht wollen. Du Dummchen. Du bist die Einzige die ich will.“
„Dann will ich deine Frau werden.“
Sie hielten sich ganz fest in den Armen und weinten vor Glück.
Nach einer Ewigkeit standen sie auf und gingen dann Arm in Arm heim.

So war es den beiden ergangen. Nur durch eine verirrte E-Mail hatten Jason und Melina sich kennen gelernt.
Und somit die Liebe ihres Lebens gefunden.
Die Beiden wurden sehr glücklich und nach ihrer Hochzeit gründeten sie eine Familie. Und wenn Jason unterwegs war und sie allein mit den Kindern zurück blieb, schrieben sie sich E-Mails, aber keine davon verirrte sich mehr. Das Schicksal hatte die Beiden zusammengeführt und nichts sollte sie mehr trennen.

The End

© Maya

Maya am 26.6.11 17:17

bisher 12 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Viktoria (26.6.11 18:54)
Liebe Maya,
Die Idee, die hinter deiner Geschichte steckt, finde ich sehr gut. Jedoch finde ich, könntest du sie viel mehr ausbauen, denn so wie sie jetzt ist, ist sie viel zu unrealistisch (Gefühle entwickeln sich zu schnell, nicht nachzuvollziehen!) und ich wünschte mir einfach mehr von Melinas Alltag , mehr Dialoge mit Freunden und Kollegen, mehr Spannung... Vielleicht ist es auch eher ne Grundlage für eine längere Geschichte, einen Roman und so kurz gefasst, kommt es einfach nicht so gut rüber.
Liebe Grüße


(29.6.11 16:22)
Oh mein Gott, ist dir schon mal aufgefallen, dass du immer wieder den selben Scheiß schreibst. Bin ich denn hier der einzige, der das sieht.
Hey Puppe, wach mal, auf aus deiner Traumwelt.

Achja, bevor ich es vergesse. Danke fürs Löschen meines letzten Beitrages. Hier scheint ja wohl jemand keine Kritik vertragen zu können.


Mary (29.6.11 16:46)
Maya nur daran erinnern, Sie sind auf der Oberseite und wir lieben Ihre Arbeit.


(29.6.11 16:50)
Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Maya Ich Liebe Dich.


(29.6.11 16:55)
Maya why dont you write something in english too, I love to read your stories, i need to translate them. Amazing work here.


Jimmy (29.6.11 18:19)
Hi Maya, I also translate your stories and sometime its not the correct translation and then i get completely bamboozled, I wish if you could write some stories in english too, so english readers can also cherish your stories. Thank you very much and love. Jim


(30.6.11 03:13)
In deutsch ist es schon scheiße. Bitte nicht auch noch auf englisch. Kann es noch schlimmer werden.

Hab Erbarmen und verschone uns doch mit dem Schmalz.

Während meiner Abwesenheit hat sich, wie es mir scheint, beziehungstechnisch nichts bei dir getan. Immernoch ein altes, frustriertes Weib.
Ist ja irgendwie verständlich. Welcher Kerl würde sich das freiwillig antun.

An Shani Ajmera: Du hast mich für tot erklärt. Aber wie du siehst bin ich noch sowas von lebendig. Ich sag meine Meinung, ob es passt oder nicht. Tip von mir: Mach deine eigene Seite auf. Ihr Herz-Schmerz-Scheiß überdeckt deine Genialität.


christian / Website (30.6.11 10:22)
Hi, ein sehr schöner Beitrag den man ausbauen kann, nicht zu sehr in die tiefe gehen aber dabei nicht sein ziel verlieren, gebe ich dir als Tipp mit.


Roger (30.6.11 11:38)
Hey "30.06.03:13" ! Was für ein Vogel bist du den?Du liest hier,aber es ist scheiße?Beleidigst Menschen mit Talent das du nie haben wirst?Wer hier frustriert und ohne ... ist kommt ja wohl deutlich hervor,anscheinend schreibt sie dinge,die du gerne hättest.Nennst nicht einmal deinen Namen,oder in deinem Fall deine E-Addy?Laß dir von so einem Vogel nicht den Spaß verderben,Maya.Der Vogel leidet unter dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom und ist wie für jeden sichtbar,sehr frustriert.Mach weiter so,deine Fan-Gemeinde ist größer als so ein kleines Arschloch der Aufmerksamkeit sucht.Alles Liebe,Roger


Katja (1.7.11 00:43)
Roger,du hast recht!Alles was du sagst ist 110 % richtig!Das ist in Psychisches Problem was der hat,wenn jemand so sehr um Aufmerksamkeit bettelt wie dieser Namenlose Typ.Menschen wie der haben einen besonderen Platz, für solche Menschen die Aufmerksamkeit suchen,der soll zur Hölle gehen,hör nicht auf ihn!Maya du schreibst super und wir warten immer darauf deine Geschichten zu lesen,du weißt was Frauen lieben zu lesen,auch wenn sie nicht alt,frustriert sind und Eheman+ kinder haben.Grüße,Katja


Julia (23.7.11 10:45)
ich finde die story zwar unrealistisch aber schöön doch sie könnte einen Kuss vertragen :b und hör nicht auf solche verlierer wie (29.6.11 16:22). wenn man nicht mal den mumm besitzt, seinen namen zu schreiben und miese kritik zu schreiben, dann kann ich nur darüber lachen. deine geschichte ist toll & du hast viel phantasie :D scheiß auf solche möchtegernspasten und mach weiter so


barbara (4.4.12 20:51)
schöne Geschichte!
Erinnert mich stark an "Gut gegen Nordwind" von Daniel Glattauer. Da gehts auch um eine verirrte Mail und eine daraus entstehende Liebe.