World Of Written Words.

It´s over now!…..Part 10

Eine Stunde später saßen sie alle im Wagen und fuhren Richtung Flughafen.
Jeannie hatte mit Chrissy einen furchtbaren Streit, weil sie nicht zurück zu Thomas wollte.
Jeannie hatte ihr gar nichts erzählt, nur das es an der Zeit war, mit ihm zu reden und ihm seine Tochter vorzustellen.
Ihre Freundin setzte ihr letzten Endes die Pistole auf die Brust, indem sie ihr sagte, dass sie sonst Thomas, die Wahrheit über Samira erzählen würde. Das wollte Chrissy dann auch nicht und nun waren sie auf dem Weg zu ihm.
Doch sie redeten kein Wort mehr miteinander. Auch später im Flieger nicht mehr.
In den Staaten angekommen wurde Chrissy Angst und Bange. Samira hatte sie auf dem Arm und sie gingen zum Taxi. Als sie die Adresse von Thomas sagte, sah der Fahrer sie verwundert an und sagte nur:
„Auch so eine verrückte, die sich den Millionär angeln will, oder?“
„Nein, bin ich nicht. Fahren sie einfach.“
Vor dem Haus angekommen, stieg sie aus. Die Wachmänner erkannten Chrissy und ließen sie passieren. Der Eine nickte dem anderen nur zu und der andere sagte lächelnd:
„Dann wollen wir mal hoffen, dass wir unseren alten Boss nun wieder zurück bekommen.“
Als sie die Stufen des Hauses hoch ging, zitterte sie am ganzen Körper. Jeannie und Johnnie folgten ihr in einer kleinen Entfernung. Vor der Tür drehte sie sich zu den beiden um und schüttelte den Kopf.
„Ich kann das nicht!“
„Doch du kannst!“, sagte Jeannie sehr bestimmt und ernst.
Ganz langsam hob sie die Hand und drückte auf die Klingel. Thomas rief Sunny und dieser eilte zur Tür. Als er öffnete, kamen ihm die Tränen und er zog, Chrissy in den Arm.
„Danke, das du gekommen bist.“
Chrissy verstand nicht warum Sunny weinte und sah ihn fragend an.
„Was ist passiert?“
„Komm erst mal rein. Ich erzähle es dir gleich.“
Gemeinsam gingen sie alle in die Küche und Chrissy fragte nach Thomas,
„Der ist im Garten.“, sagte Sunny sehr leise.
„Warum kommt er nicht her?“
„Komm.“
Sunny nahm sie an die Hand und sie gingen aus der Küche und er zeigte zur Terrassentür. Chrissy blieb fast das Herz stehen.
„Was ist passiert? Warum sitzt er im Rollstuhl? Hatte er einen Unfall?“
Das Herz schlug ihr bis zum Hals und sie konnte ihre Tränen nicht mehr aufhalten. Es brach ihr das Herz ihn so zusehen.
„Beruhige dich Kleines.“
Sunny erzählte ihr von der Operation und das Thomas resigniert hatte, nachdem sie fort war.
Was keiner mitbekam, dass Samira sich auf den Weg nach draußen machte. Sie krabbelte plappernd vor sich hin und war im Garten angekommen. Thomas bekam es erst gar nicht mit, erst als sie an ihm vorbei war, sah er den kleinen Engel.
„Wer bist du denn?“
Samira sah ihn an und strahlte. Ihm ging das Herz auf, aber es kamen ihm auch gleichzeitig die Tränen. Er hatte sich auch so sehr eine Tochter gewünscht. Er beobachtete die Kleine und musste mit ansehen, wie sie sich immer mehr dem Swimmingpool näherte.
Die anderen saßen in der Küche und versuchten Chrissy zu beruhigen. Als sie Thomas schreienhörten, suchte Chrissy nach Samira.
„Sagt mal wo ist Samira.“
Alle sprangen sie auf und suchten sie. Chrissy konnte es nicht glauben, was sie sah, ihre Tochter war kurz davor in den Pool zu fallen.
„Samira!“
Sie lief los, aber es war unmöglich so schnell bei ihr zu sein. Thomas sein Puls raste und ohne nachzudenken, sprang er aus dem Rollstuhl auf und lief zu der Kleinen, bekam sie gerade noch an der Hose zu greifen und zog sie an sich ran.
„Das war aber knapp.“
Die beiden saßen im Rasen und Thomas hielt die Kleine fest an sich gedrückt.
Chrissy rannte zu ihnen und weinend, nahm sie ihre Tochter in den Arm.
„Samira, mach das nie wieder hörst du? Du kannst Mama doch nicht so einen Schrecken einjagen.“
Ungläubig sah Thomas, Chrissy an.
„Du?“
„Ja ich!“
Sunny, Jeannie und Johnnie blieben in der Tür zur Terrasse stehen und beobachteten die drei.
„Thomas, warum?“ sprudelte diese Frage aus ihr heraus.
Er senkte den Blick und sie konnte seine Tränen sehen.
Leise sagte er:
„Ich schwöre, ich habe dich niemals betrogen.“
„Aber warum hast du mir nichts von der Operation gesagt?“
„Weil ich der Meinung war, du hast einen besseren Mann verdient. Wir haben uns immer Kinder gewünscht und es hieß, nach der Operation, könnte ich gelähmt sein und auch keine Kinder mehr zeugen. Oder gar sterben. Ich wollte nicht, dass du das mit ansiehst. Ich wollte doch das du glücklich bist.“
Sie boxte ihn auf die Brust.
„Mr., du bist so ein Idiot! Hast du dich einmal gefragt, was ich will? Wie oft soll ich dir noch sagen, dass du nicht über meinen Kopf entscheiden sollst, was ich verdiene und was nicht. Du gibst mir alles was ich brauche. Deine Liebe. Mehr will ich doch gar nicht!“
„Ich weiß, ich bin dumm. Es tut mir leid. Aber es ist zu spät nicht wahr?“
„Was meinst du, Thomas?“
Er deutete auf Samira.
„Deine Tochter. Es sieht so aus, als hättest du dein Glück gefunden.“
Chrissy lächelte und streichelte sanft über seine Wange.

„Mein Glück habe ich vor vielen Jahren gefunden. In meinem Leben gab es immer nur einen Mann.
Den Vater meiner Tochter.
Ich liebe ihn mehr als mein Leben und nichts und niemand kann das ändern. Egal was er manchmal für ein Idiot ist. Er ist alles was ich zum leben brauche. Er zaubert mir immer ein Lächeln auf die Lippen. Er trocknet immer meine Tränen. Er zaubert Wärme in mein Herz. Er hat immer diese Magie in seinen Augen, wenn er mich ansieht. Nur was ich nicht weiß, liebt er mich genauso?“

Thomas kam ihr ganz nahe und sie spürte seinen Atem in ihrem Gesicht.
“Oh ja das tut er. Mehr als sein eigenes Leben.“
Ihre Lippen näherten sich und sie küssten sich ganz sanft. All die Liebe und Wärme kehrte in ihre Herzen zurück. Einige Zeit verstrich und sie sahen sich nur an. Sunny kam dazu und half Thomas auf. Auch wenn er laufen konnte, noch war er zu schwach sich selbst auf den Beinen zu halten.

10 Jahre später:

„Mama, Mama! Papa kommt nach Hause! Können wir mit ihm Playstation spielen?“
„Nein Mike, könnt ihr nicht. Erst gibt es Abendessen!“
Die Tür ging auf und Thomas kam lächelnd von seiner Reise heim. Er ging zu Chrissy und nahm sie in die Arme.
„Ich habe dich vermisst Schatz. Schade das du dieses Mal nicht mit konntest.“
Liebevoll strich er über ihren dicken Bauch und sie lächelte.
„Lass erst mal die Zwillinge da sein. Aber schön das du wieder zu Hause bist. Übrigens Johnnie und Jeannie kommen am Wochenende. Ist das okay?“
„Ja sicher. Aber sage mir bitte erst mal wie es dir geht.“
„Schatz wenn du da bist geht es mir immer gut.“
Samira und Mike standen daneben und rollten mit den Augen. Ob sie bald mal fertig waren mit dem Flirten.
„Papa, wir wollen mit dir spielen!“
Gespielt ernst sah Chrissy die Kinder an. Diese hoben die Hände und sagten:
„Schon gut Mama wir haben verstanden. Erst essen.“
„Fein, dann muss ich ja nichts mehr sagen.“
Die Kinder gingen vor und Thomas nahm seine Chrissy an die Hand und folgten ihnen.

Sie waren eine glückliche Familie und die Trennung hatte sie noch näher zueinander gebracht. Ihre Herzen waren mit dem Band der Liebe eingehüllt und sie wuchs von Tag zu Tag. Thomas und Chrissy hatten gelernt, dass man auf das Herz hören sollte und die Liebe nicht aussperren sollte, nur dann wird alles gut auch wenn es manchmal etwas länger dauert.
Am Ende siegt die Liebe, weil sie das größte Geschenk Gottes ist. Nichts und niemand kann die Liebe zerstören, wenn beide bereit sind dafür zu kämpfen.

The End


© Maya

Maya am 6.3.11 15:00

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