World Of Written Words.

It´s over now!….Part 7

Auch am frühen Morgen konnte sie ihn nicht erreichen. Diese Unruhe trieb sie fast in den Wahnsinn und sie rief Jeannie an:
„Jeannie, ich glaube ich kann nicht mit zur Hochzeit kommen.“
„Wieso nicht?“
„Ich mache mir Sorgen um Thomas. Ich habe seit gestern morgen nichts von ihm gehört. Wie könnte ich da denn jetzt feiern gehen?“
„Ach komm, Chrissy. Er wird sich schon melden. Ich glaube nicht, dass er will, dass du Trübsal bläst. Vielleicht ist eine Störung im Telefonnetz. Komm mach dich fertig und ich hole dich nachher ab.“
„Also gut.“
Sie legte auf, aber begeistert war sie nicht, dorthin zugehen. Wenn er sich doch nur endlich melden würde!

Die Stunden vergingen und Chrissy wartete auf Thomas Anruf und auf Jeannie, die auch jeden Moment da sein müsste.
Es klingelte an der Tür und sie öffnete traurig diese. Jeannie nahm sie in die Arme.
„He, mach dir keine Sorgen. Er wird sich melden. Da bin ich mir ganz sicher. Er liebt dich doch.“
„Ich hoffe es.“
Sie verließen das Haus und Jeannie lenkte den Wagen in Richtung Kirche. Als sie dort ankamen, läuteten die Glocken. Chrissy sah sich um, aber niemand war zusehen:
„Sag mal Jeannie, wo sind die denn alle.“
„Na, ich denke drinnen. Wir sind schon reichlich spät!“
Gemeinsam gingen sie die Treppen zur Kirche hoch und ein Song erklang.
Chrissy liebte diesen und sie bekam eine Gänsehaut. Sie betraten das Haus Gottes, welches festlich geschmückt war. Ein wenig irritiert sah sie zu Jeannie, als sie sah, dass niemand da war.
„Wo sind sie?“
„Die sind schon da. Mach dir mal keine Sorgen. Komm.“

Jeannie hakte sich bei Chrissy ein und sie gingen den langen Gang zum Altar. Umso näher sie kamen, umso unruhiger wurde Chrissy.
Diese Wärme in ihr kam zurück und als sie kurz vor dem Altar war, sah sie Thomas dort auf dem Boden kniend.
Er lächelte sie an und sie musste schlucken.

Was hatte er denn jetzt vor?

Fragend sah sie Jeannie an und diese nickte nur lächelnd. Führte sie zu ihm. Dort angekommen, nahm er sofort Chrissy`s Hand und fing an zureden.

„Mein geliebter Engel. Solange haben wir uns nicht mehr gesehen. Jeden Tag durfte ich nur deine Stimme hören. Durfte dich nicht berühren, weil die Distanz so groß war.
In jeder Minute des Tages, in jeder Sekunde der Nacht sehnte ich mich nach dir. Konnte die Einsamkeit kaum ertragen.
Nur der Gedanke dich bald wieder zusehen, gab mir die Stärke weiter zumachen und auf den Tag zu warten, an dem ich dich wieder sehen kann.
Wir haben uns getroffen, wo ich an einem Punkt war und nicht mehr an die Liebe glaubte.
An einem Punkt, wo mich die Einsamkeit völlig eingehüllt hatte. Die Wärme aus meinem Herzen gewichen war.
Gott hat dich zu mir gesandt und du hast mein Leben wieder lebenswert gemacht.
Jeder Tag, an dem ich ohne dich war, hat mir gezeigt, dass ich mein Leben mit dir teilen möchte. Dich an meiner Seite haben möchte. Dir ein Leben voller Liebe schenken und dich zum Mittelpunkt meines Lebens machen möchte.
Darum frage ich dich hier und jetzt, Chrissy willst du mich heiraten und dein Leben mit mir verbringen?“


Chrissy weinte und konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Thomas wollte sie heiraten und sein Leben mit ihr verbringen?
Es wurde ganz still und er sah sie erwartungsvoll, aber auch ängstlich an.
Sie kniete sich zu ihm herunter, strich sanft über Wange und flüsterte:

„Ja, Thomas, ich will dich heiraten. Ich möchte deine Frau werden und mein Leben mit dir teilen.“

Ihre Lippen näherten sich und sie küssten sich ganz sanft, standen dann auf und hielten sich fest in den Armen. Freudentränen liefen über ihre Wangen. Johnnie und Jeannie kamen zu den beiden und gratulierten.
Unvermittelt und sehr ernst sprudelte es aus Thomas heraus:
„Dann lass uns jetzt heiraten.“
Ungläubig sah Chrissy ihn an.
„Jetzt?“
„Wenn du mich jetzt willst, heiraten wir hier und jetzt.“
Sie boxte ihn an die Brust:
„Du verrückter Kerl. Okay lass uns jetzt heiraten.“

Die Musik ertönte und der Pfarrer kam zu ihnen. Jeannie drückte ihr noch den Brautstrauß in die Hand und der Pfarrer begann mit der Zeremonie.

Thomas und Chrissy wurden vermählt und nachdem ihnen das Eheversprechen abgenommen wurde und sie die Ringe getauscht hatten, wurden sie zu Mann und Frau erklärt.
Ein zärtlicher Kuss besiegelte die Ehe. Sie lächelten sich danach glücklich an und konnten ihr Glück nicht in Worte fassen.
Johnnie und Jeannie klatschten in die Hände und freuten sich so sehr für sie.
Johnnie konnte sich aber einen Spruch nicht verkneifen.
„Soviel zum Thema, mein Prinz muss erst gebacken werden.“
Errötend blickte sie auf den Boden und Thomas schmunzelte.
„Aha. Und wo ist dein Traumprinz nun?“
Leise erwiderte sie darauf:
„Er steht vor mir und ist gerade mein Ehemann geworden!“
Er zog sie in seine Arme und sagte dann zu den anderen:
„Es tut mir leid, aber wir müssen euch jetzt wieder verlassen. Unser Flieger geht in zwei Stunden.“
Ungläubig sah Chrissy zu ihm.
„Warum müssen wir denn schon weg?“
„Weil ich einfach abgehauen bin. Ich denke, die werden mich schon in der Firma vermissen.“
„Okay, dann werden wir euch mal zum Flughafen bringen.“

Arm in Arm gingen Thomas und Chrissy zum Wagen und sie kuschelte sich an ihm, als sie im Auto saßen.
Sie war die glücklichste Frau auf Erden und zwei Stunden später waren sie schon auf dem Weg in die Staaten.

Fortsetzung folgt!


© Maya

Maya am 3.3.11 09:30

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