World Of Written Words.

It´s over now!…..Part 6

Die Wochen zogen ins Land und es war eine schwere Zeit für sie. Zwar telefonierten sie sehr oft, aber die Möglichkeit sich zu sehen, bestand in den nächsten Wochen nicht.
Thomas hatte einfach zuviel zu tun. Und sie bekam auch keinen Urlaub, weil in der Kanzlei der Teufel los war. Das Einzige was ihnen blieb waren die stundenlangen Telefonate.
Doch wenn sie auflegten, war die Einsamkeit eine einzige Qual. Am Telefon spielten sie sich gegenseitig vor, dass alles in Ordnung war, wollten sich nicht gegenseitig weh tun, denn Chrissy wusste, wenn sie sagte, dass sie sich einsam und allein fühlte, würde es ihm das Herz brechen und umgekehrt war es genauso. Trotz allem versuchten sie das Beste daraus zu machen.
Aber die ganze Zeit kam es Chrissy so vor, als wenn er ihr etwas verheimlichte. Und wenn sie ihn fragte, lenkte er sofort vom Thema ab. Sie sorgte sich um Thomas und wenn sie es ehrlich zugab, hatte sie auch Angst, dass er sie doch nicht mehr so liebte, wie er es immer sagte. Wenn sie diese Zweifel hatte, hörte sie aber auf ihr Herz und wusste es dann doch besser.

Thomas hatte wirklich jede Menge zu tun, aber das Wichtigste war die Trennung von seiner Frau.
Nach einem heftigen Streit trennten sie sich endgültig und Thomas machte es publik. Die Öffentlichkeit sollte wissen, dass die Ehe gescheitert war, schließlich brodelte die Gerüchteküche schon lange, ob da was nicht stimmte. Das war der Nachteil, wenn man doch sehr bekannt war.
Die Scheidung war schnell vollzogen. Für die Presse war es natürlich ein gefundenes Fressen und sie witterten eine interessante Story dahinter. Ein so bekannter Millionär konnte so etwas natürlich nicht verheimlichen. Aber nachdem dann nichts mehr darüber zu schreiben war, beruhigte sich die Lage wieder und auch seine Geschäfte hatten nicht wirklich darunter gelitten.
Für seine Vertragspartner war das Geschäft wichtiger, als Thomas Privatleben und das war auch gut so. So hielten sich die Verluste im Rahmen und er konnte wieder durchatmen.

Nun war er ein freier Mann und wollte die Liebe seines Lebens, seine Chrissy, in die Staaten holen.
Wenn sie es wollte!
Und er machte Nägel mit Köpfen, rief ihren Chef an und unterhielt sich ernsthaft mit ihm.

Auch als Thomas von Chrissy`s Freunden erzählte und fragte, ob er ihm helfen könnte, sagte dieser ja.
Jeannie und Johnny waren ihre Familie und der Chef hatte die Telefonnummer, weil Chrissy wollte, dass er sie benachrichtigte, wenn was mit ihr sein sollte.
Nachdem alles mit Chrissy`s Chef geklärt war und die beiden auflegten, wählte er die Nummer von Jeannie, die auch gleich abnahm.
„Ja Hallo?“
„Hallo. Mein Name ist Thomas.“
„Aha,“ kam es kurz von Jeannie. Sie wusste, dass es Chrissy´s Thomas war. Sofort hatte sie seine Stimme erkannt, wollte ihn aber ein bisschen zappeln lassen, was auch funktionierte, denn Thomas strampelte sich einen ab, um Jeannie begreiflich zu machen, wer er ist.
„Hör zu, Jeannie. Ich bin es wirklich. Ich habe die Nummer von Chrissy`s Chef. Ich weiß das du wie eine Schwester für sie bist.“
Jeannie sagte immer noch nichts und er rief in den Hörer.
„Jeannie, bitte!“
Während sie grinste, antworte sie:
„Okay, okay ich glaube dir. Aber warum rufst du an? Ist irgendwas mit Chrissy?“
„Nein, aber ich brauche deine Hilfe.“
„Dann schieß mal los.“
Jeannie hörte ihm zu und unterbrach ihn nicht einmal. Sie freute sich und als er endete und sie fragte:
„Und hilfst du mir?“, kam ein spontanes
„Ja natürlich!“
Die Beiden sprachen alles genau ab und beendeten das Gespräch. Jeannie ging zu Johnnie und erzählte ihm alles. Auch er hatte ein Grinsen auf den Lippen.
„Hat sie also doch ihren Prinzen gefunden.“
„Ja, das hat sie. Und was für einen!“

Wieder vergingen ein paar Tage. Chrissy und Thomas telefonierten regelmäßig, aber sie spürte eine innere Unruhe. Irgendetwas stimmte nicht.
Aber auch Jeannie telefonierte mit ihm und hielt ihn auf dem laufenden.

Endlich war es soweit und Thomas machte sich auf den Weg nach London. Er konnte es kaum noch erwarten, seinen Engel in den Arm zu schließen.
Hauptsache war nur, dass sein Plan aufging. Während er im Flieger saß, ohne das Chrissy davon wusste, machten Jeannie und sie einen Einkaufsbummel.
Als sie an einer Boutique ankamen, war da das perfekte Kleid für Chrissy.
Es war hellrosa und es passte absolut zu dem Anlass. Jeannie redete wie ein Wasserfall, erzählte ihr von der Hochzeit, wo sie eingeladen waren und das sie sich wünschte, dass Chrissy mitkam. Auch den Einwand, dass Chrissy die Leute doch gar nicht kannte, galt nicht.
Irgendwann gab Chrissy nach und probierte den Traum von einem Kleid an. Es sah an ihr aus, als wäre es nur für sie gemacht. Eng anliegend, knielang und ein wunderschönes Dekolletee.
Es gefiel ihr sehr gut und letzten Endes entschied sie sich es zu kaufen. Gemeinsam fuhren sie nach dem Einkauf voll bepackt nach Hause. Jeannie sagte ihr beim Abschied noch, dass sie sie morgen um zwei Uhr abholte.
„Verrückt!“, sagte Chrissy nur und machte sich daran, den Einkauf auszupacken.
Als sie das Kleid in der Hand hatte, fragte sie sich wie Thomas es wohl fand. Die Sehnsucht nach ihm war heute sehr groß und sie wählte seine Nummer.
Aber sein Handy war aus. Sie wunderte sich, denn es war die Zeit, wo sie sonst immer telefonierten.
Die Stunden vergingen und er meldete sich nicht bei ihr. Sie versuchte es immer wieder ihn zu erreichen und wählte nervös seine Nummer.
Eine innere Unruhe beschlich sie und sie hoffte, dass ihm nichts passiert war. Traurig, einsam und allein ging sie dann zu Bett, legte das Telefon auf den Nachttisch und versuchte ein bisschen zu schlafen.
Jedoch war es nicht möglich, sie starrte die ganze Zeit das Telefon an.
Warum rief er sie denn nicht an?
Was war passiert?
Ging es ihm gut?


Fortsetzung folgt!


© Maya

Maya am 19.2.11 12:27

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