World Of Written Words.

It´s over now!…..Part 5

Thomas war in seinem Hotelzimmer und lag auch im Bett. Wenn er seine Augen schloss, sah er Chrissy. Sie hatte ihn verzaubert und er fühlte sich glücklich. Nie im Leben hatte er geglaubt einen Menschen so zu lieben.
Als er Maria damals geheiratet hatte, dachte er es wäre Liebe, aber anscheinend nicht die richtige, denn die Ehe der beiden war schon lange nur noch auf dem Papier existent. Sie gingen sich aus dem Weg und hatten keine netten Worte mehr füreinander übrig.

Die Wochen die Thomas in London war, vergingen wie im Flug. Die beiden trafen sich jeden Tag und genossen ihre Zweisamkeit, lernten sich näher kennen und wurden sich von Tag zu Tag sicherer, das sie füreinander bestimmt waren. Sie lachten und hatten Spass miteinander. Oft lagen sie auf dem großen Bett in Thomas Hotelzimmer und kuschelten miteinander, hielten sich einfach nur in den Armen und spürten die Nähe des anderen.

Morgen nun musste er zurück in die Staaten.
Auch heute waren sie bei ihm im Hotel und wollten die letzten Stunden gemeinsam verbringen.
Thomas war unter der Dusche und Chrissy lief unruhig im Zimmer umher. Sie konnte sich nicht vorstellen, ab morgen wieder allein zu sein. Traurig ging sie ans Fenster und sah hinaus. Die Sonne ging langsam unter und es wurde dunkel.
Sie hatte früher immer Angst vor der Dunkelheit, aber seit er in ihr Leben getreten war, war diese verschwunden. Nun spürte sie wie langsam jene Angst zurück in ihre Gedanken schlich.
Sie war so in Gedanken versunken, dass sie Thomas nicht bemerkte, als er aus dem Bad kam. Er hatte nur ein Handtuch um seine Hüften geschwungen und einige Tropfen des Wassers hafteten noch an seiner Brust.
Er ging zu ihr und schlang seine Arme um ihren Körper. Sie lehnte sich an ihn und schloss ihre Augen und flüsterte:
„Thomas, ich habe Angst. Wie soll es denn mit uns weitergehen?“
Er drehte sie zu sich um und sah sie an, streichelte ihre Wange.
„Schatz, ich werde eine Lösung finden. Glaube mir. Ich werde dich nie wieder gehen lassen. Das schwöre ich dir.“
Lächelnd sah er sie an und sie küsste ihn ganz sanft.
Und zum ersten Mal kamen ihr die berühmten Worte über die Lippen:
„Thomas, ich liebe dich.“
Stürmisch zog er sie ins eine Arme und hielt sie fest.
„Chrissy, ich liebe dich auch!“
Seine Lippen legten sich auf die ihrigen und verschmolzen zu einem innigen Kuss. Voller Hingabe küsste er sie und hob sie dabei auf seine starken Arme, trug sie zum Bett und legte sie sanft darauf. Er kam auch aufs Bett und beugte sich über sie, sah ihr tief in die Augen und kurz darauf küsste er sie zärtlich.
Thomas strich ihr sanft durch die Haare und fragte sie ganz leise, kaum hörbar:
„Was machst du nur mit mir?“
Sie lächelte und sagte nichts dazu. Der Glanz in ihren Augen war unbeschreiblich und küsste sie immer und immer wieder.
In Raum und Zeit gefangen, ließen sie ihren Gefühlen freien Lauf und flogen gemeinsam zu den Sternen.
Chrissy sah so glücklich in diesem Moment aus und sein Herz schlug höher.
Das war sein einziger Wunsch. Sie glücklich zu machen. Sie war die Frau, mit der er sein Leben verbringen wollte.
Nach einer Weile legte er sich neben sie und zog sie in seine Arme. Chrissy kuschelte sich hinein und strich ihm über die nackte Brust. Müde und erschöpft schloss sie die Augen, träumte von einer gemeinsamen Zukunft mit ihm.

Er betrachtete sie und sein Herz schlug ihm bis zum Hals. Vorsichtig um sie nicht zu wecken, strich er ihr die Haarsträhnen aus dem Gesicht um sie näher betrachten zu können. Sie sah aus wie ein Engel, wenn sie schlief.
Plötzlich traten Tränen in seine Augen und ließen diese noch dunkler wie sonst erscheinen.
Ihm wurde schmerzlich bewusst, dass er in zwei Stunden zum Flughafen musste. Er musste sie allein hier zurücklassen und das brach ihm das Herz.
Wie konnte er sie allein lassen? Er wünschte sich so sehr, dass er sie mitnehmen könnte. Wie sollte er denn jetzt ohne sie weitermachen? Schon allein die Vorstellung machte ihm Angst. Die Vorstellung, dass er wieder diese Kälte spüren musste.
Ständig allein zu sein. Auch wenn er immer sehr viele Leute, durch seinen Job um sich hatte, fühlte er sich doch letzten Endes allein.

Eine Stunde war vergangen und Thomas stand leise auf und ließ Chrissy schlafen.
Als er unter der Dusche war, wachte sie auf und sah auf die Uhr.
Oh Gott!

Sie war eingeschlafen, obwohl sie doch die letzten zwei Stunden mit ihm verbringen wollte, nicht eine Minute missen und nun musste er gleich weg.
Weinend warf sie sich in die Kissen. Als er aus dem Bad kam und sie weinend da liegen sah, brach es ihm das Herz und er fing an, an sich zu zweifeln.
Konnte er sie glücklich machen?
Hatte sie nicht vielleicht etwas besseres verdient?
Wenn Chrissy seine Gedanken erfahren hätte, wäre sie richtig böse geworden. Schon mehrmals hatten sie deswegen Streit. Sie hasste es, wenn er so an sich zweifelte.
Sie liebte ihn so, wie er war und sie wusste, dass es nicht leicht wurde. Doch das Thomas immer besser wissen wollte, was sie verdient hatte, ärgerte sie.
Er sollte sie mal fragen, was sie dazu meinte. Sie wollte nur ihn. Egal ob sie sich trennen mussten oder nicht. Es war ja nicht für immer und es war ihre Entscheidung mit ihm zusammen zu sein.
Thomas ging zu ihr und streichelte ihren Rücken.
„Schatz, bitte weine nicht. Bitte!“
Chrissy drehte sich zu ihm um und wischte sich die Tränen fort.
„Ich werde dich vermissen.“
Er zog sie fest in seine Arme und versuchte die Tränen zu unterdrücken, die versuchten sich einen Weg aus seinen Augen zu suchen.
„Chrissy, ich werde dich auch vermissen. Ich rufe dich gleich an, wenn ich angekommen bin und ich komme so schnell ich kann wieder her. Versprochen.“
Sie saßen ohne ein weiteres Wort da und hielten sich nur in den Armen. Doch dann musste er gehen ob er wollte oder nicht.
„Ich liebe dich, Chrissy!“
Zum Abschied küsste er sie noch einmal und dann ging er zur Tür.
„Vergiss mich nicht, mein Engel. Ich lasse mein Herz hier. Pass darauf auf!“
„Und du hast meines, Thomas.“
Er öffnete die Tür, sah Chrissy noch einmal an und dann verschwand er. Weinend legte Chrissy sich wieder hin. Sie konnte sich nicht vorstellen, einen einzigen Tag ohne ihn zu sein.
Aber es ging nicht anders.

Thomas fuhr mit dem Taxi schweren Herzens zum Flughafen und als sein Flug aufgerufen wurde, ging er und sein Herz brach in tausend Einzelteile.
Chrissy zurück zulassen, fiel ihm so schwer. Nur eines wusste er, jetzt wollte er Nägel mit Köpfen machen. So schnell wie möglich wollte er seine große Liebe zu sich nach Amerika holen.
Mit diesen Gedanken flog er zurück nach Hause und dieser gab ihm die Kraft, die Zeit ohne Chrissy zu überstehen.

Fortsetzung folgt!


© Maya

Maya am 15.2.11 10:08

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