World Of Written Words.

It´s over now!…..Part 4

Seufzend ging sie nach einigen Minuten auch ins Bett, versuchte sich einzureden, dass sie sich nicht in Thomas verliebt hatte.
Sie musste sich gegen diese Gefühle wehren, denn es hatte keinen Sinn. Niemals würden sie zusammen sein können.
Irgendwann schlief sie dann doch ein und am nächsten Morgen fühlte sie sich nicht wohl.
Als sie in den Spiegel sah, erschrak sie, denn sie schien geweint zu haben. Schnell versuchte sie die Spuren der Nacht mit Make-up zu bedecken.
Dann zog sie sich an und fuhr zur Arbeit. Da wieder sehr viel Trubel in der Stadt herrschte, kam sie natürlich wieder zu spät und mit gesenktem Kopf ging sie an Thomas und ihrem Boss vorbei und murmelte ein leises:
„Sorry!“
Als sie sich setzte und ihn ansah, lächelte er leicht und ihr wurde ganz warm ums Herz, aber sie sagte zu sich selbst:

// Nein, ich habe mich nicht in ihn verliebt. Nein habe ich nicht. Nein er ist nur ein Mandant. Er ist vergeben. Nein, ich habe mich nicht in ihn verliebt. Doch ich habe…//

Mit großen Augen sah sie Thomas und ihren Boss an. Gerade selbst hatte sie sich eingestanden, dass sie sich in ihn verliebt hatte. Thomas sah ihre Verwirrtheit und fragte:
„Ist alles in Ordnung?“
„Nein, gar nichts ist in Ordnung. Ich fühle mich schlecht und ich glaube ich sollte heute nach Hause gehen. Vielleicht bekomme ich ja die Grippe.“
Mit dieser Antwort versuchte sie sich aus der Affäre zuziehen. Sie konnte ja schlecht sagen.

//Nein, nichts ist in Ordnung. Ja, vorgestern war alles bestens, aber seit gestern ist nichts mehr wie es einmal war. Mr. Miller, mir ist nur gerade klar geworden, dass ich mich in sie verliebt habe.//

Wie ein geölter Blitz sammelte sie ihre Sachen zusammen und verschwand so schnell wie sie gekommen war. Im Fahrstuhl atmete sie tief durch und wähnte sich in Sicherheit, aber gerade als sich die Türen schließen wollten, wurden diese daran gehindert und Thomas kam hinein.
Er sah sie fragend an. Der Fahrstuhl setzte sich in Bewegung und er fragte sie:
„Was ist denn heute los?“
Verlegen senkte sie ihren Blick und erwiderte nur:
„Es ist soweit alles in Ordnung. Ich sagte doch, ich glaube ich bekomme eine Grippe.“
Er kam näher und flüsterte:
„Ich glaube dir nicht.“
Chrissy sah ihn an und verlor sich in seinen braunen Seen, konnte nichts mehr sagen. Sie fragte sich, wie er das wissen konnte.
Die Türen gingen auf und sie verließ fluchtartig das Gebäude, aber er war hartnäckig und folgte ihr.
„Chrissy, bleib stehen.“
Sie tat es, jedoch vermied sie es ihn anzusehen. Er stellte sich vor ihr hin und legte seine Finger sanft unter ihr Kinn, zwang sie so ihn anzusehen.
„Fühlst du dasselbe wie ich?“
Ihr Herz klopfte gegen die Wände ihrer Brust und ihr Puls raste. Hatte er sie das wirklich gerade gefragt?
Nein das hatte sie bestimmt geträumt!
„Keine Antwort ist auch eine Antwort.“
Chrissy nahm allen Mut zusammen und sah ihn ernst an.
„Du irrst dich Thomas. Ich fühle nichts für dich.“
Versuchte nach diesen Worten an ihm vorbei zu gehen, doch er hielt sie am Arm zurück.
„Bist du sicher?“
Mit starken Herzklopfen drehte sie sich wieder zu ihm um.
„Nein. Aber es hat alles keinen Sinn. Wir kennen uns gerade ein paar Stunden. Du bist verheiratet…“
Thomas senkte traurig seinen Blick und sagte:
„Ich weiß, dass ich verheiratet bin. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich mein Herz für dich geöffnet habe.“
Wie angewurzelt stand sie da und sah ihn an. In seinen Augen spiegelte sich Traurigkeit wieder. Er lächelte sie an, aber sie sah die Tränen.
Wie in Zeitlupe ging sie auf ihn zu und legte ihre Hand auf seine Wange. Thomas schloss seine Augen und schmiegte seine Wange in ihre Hand. Wärme durchflutete sein Herz und er fühlte sich in Chrissy`s Nähe geborgen.
„Thomas?“
Er öffnete seine Augen und sah sie liebevoll an.
„Ja, Chrissy?“
„Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick?“
„Bis gestern nicht. Aber das Leben hat mich eines besseren belehrt.“
„Was ist mit uns geschehen? Wie konnte das nur passieren?“
„Ich weiß es auch nicht, Chrissy. Aber lass uns ein bisschen spazieren gehen.“
Sie nickte und sie gingen in Richtung Park. Worte kamen nicht über ihre Lippen. Sie sahen sich immer wieder nur an.

Im Park angekommen, setzten sie sich auf eine Bank, sahen auf den kleinen See der vor ihnen lag. Die Sonne spiegelte sich darauf wieder und die Stille herrschte über Raum und Zeit.
„Thomas, wie soll es jetzt denn weiter gehen?“
Er nahm ihre Hand und küsste sie sanft. Es schien ihr, als gingen tausende von Stromstöße durch ihren Körper.
„Ich weiß es nicht, Chrissy.“
Stundenlang saßen sie auf der Bank, redeten nicht, fanden keine Lösung. Dann sprang Chrissy plötzlich auf und er tat es ihr gleich, stand nur wenige Zentimeter von ihr entfernt. Traurig blickte sie an und sagte:
„Wir sollten gehen, Thomas. Vielleicht ist es besser, wenn wir uns nie wieder sehen.“
„Ist das dein Ernst?“
„Ja es ist das Beste. Du kehrst bald zurück in die Staaten, zu deiner Frau. Du wirst mich vergessen.“
Er umschloss ihre Wangen mit seinen Händen, kam mit seinem Gesicht ganz nahe und sie spürte seinen heißen Atem.
„Wie könnte ich meinen Engel vergessen. Du hast mir gezeigt, dass es möglich ist, dass es in meinem Herzen Wärme gibt. Das ich mich frei und geborgen fühlen kann. Nein Chrissy, auch wenn ich zurück fliege, wird mein Herz bei dir bleiben.“
Tränen lösten sich aus ihren Augen und liefen über ihre Wangen und seine Hände.
Er kam näher und küsste ganz sanft ihre Tränen fort. Mit geschlossenen Augen ließ Chrissy es geschehen.
Plötzlich fühlte sie seine weichen, warmen Lippen auf den ihrigen. Zitternd stand sie da und sie spürte, dass ihre Beine weich wurden. Immer und immer wieder betupfte er ihre warmen Lippen und sie ließ es geschehen.
Ihr Verstand versuchte sie zurück zuholen, aber die Sprache ihres Herzens war stärker und siegte.
Die Zeit der Zärtlichkeit zwischen ihnen war erwacht und sie gaben sich ihren Gefühlen hin.
Mit Hingabe und soviel Gefühl küssten sie sich und ihr erster Kuss schien endlos.
Als sie sich voneinander lösten, sah Chrissy ihn verträumt an. Er zog sie in seine Arme und hielt sie ganz fest, als wollte er sie nicht wieder gehen lassen.
Langsam setzten sie sich in Bewegung und Thomas brachte Chrissy nach Hause. Auf dem ganzen Weg dorthin hatten sie nicht ein Wort miteinander geredet.
Es war auch nicht nötig. Mit diesem einen Kuss hatten sie sich gezeigt, dass sie sich liebten. Vor ihrer Tür angekommen, hauchte ihr er noch einen Kuss auf die Lippen und verschwand dann. Sie blieb noch einige Zeit stehen und sah ihm nach.
Dann ging sie ins Haus und war so von ihren eigenen Gefühlen gefangen, dass sie es für sich noch nicht realisieren konnte. Mit einem Lächeln auf den Lippen ging sie ins Bett.


Fortsetzung folgt!


© Maya

Maya am 12.2.11 16:33

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(14.2.11 07:53)
oh ja, Fortsetzung bitte! Gefällt mir.