World Of Written Words.

It´s over now!……Part 3

Ihr Herz schlug höher und sie bekam keinen Ton heraus. Ihr fielen die Unterlagen aus der Hand und verteilten sich auf dem Boden des Fahrstuhls.
„Shit, das auch noch.“
Chrissy bückte sich und auch der junge Mann. Er lächelte sie an und ihr wurde heiß und kalt. Was für ein wunderschönes Lächeln hatte er doch. Dieser Mann strahlte soviel Ruhe aus und sie fühlte sich eigenartig.
Das richtige Wort fand sie nicht, nach welchem sie suchte.
Konnte es Geborgenheit sein?
Für Chrissy war das so neu. Noch nie hatte sie sich in der Nähe eines Mannes so wohl gefühlt.
Gemeinsam hoben sie alles auf und Chrissy versuchte immer ihren Ausschnitt mit einer Hand zu bedecken.
Frech sagte er zu ihr:
„Nehmen sie die Hand da weg. Lassen sie mich mal sehen.“
Puterrot sah sie ihn verzweifelt an.
„Das war ein Scherz. Ich starre einer Dame niemals aufs Dekolletee. Immer nur in die Augen.“
Sein Lächeln, womit er auch gleich seine Grübchen zeigte, verzauberte sie noch mehr. Als sie endlich alle Unterlagen zusammen hatten, sah sie auf die Uhr und wieder dieses eine Wort.
„Shit.“
„Junge Dame sie sollten aufhören zu fluchen.“
Böse sah sie ihn an:
„Ihr Boss reißt ihnen ja auch nicht den Kopf ab Mr. Miller.“
Dann ging sie schmollend an ihm vorbei. Thomas folgte ihr.
Sein Blick haftete an ihrem Rücken ( nicht wirklich, der Po war auch sehr interessant), denn was er sah, gefiel ihm.
Chrissy gefiel ihm!
Ihre Augen waren wunderschön und er mochte ihre Art. Sie war sehr ehrlich und hielt nicht hinter dem Berg mit dem was sie dachte. Sie nahm auf ihn keine Rücksicht, behandelte ihn wie einen einfachen Mann und nicht wie einen Millionär.
Chrissy`s Boss blickte sie böse an, als sie ins Konferenzzimmer kam und sie senkte schuldbewusst den Kopf, aber als er Thomas entdeckte, hielt er sich zurück und gemeinsam setzten sie sich an den Tisch.
Das Verträge durchsehen, dauerte Stunden und Chrissy beeindruckte Thomas mit ihrer Kompetenz. Sie wusste genau, wovon sie redete und er lächelte sie zwischendurch immer wieder an.
Schüchtern senkte sie dann ihren Kopf, ließ sich aber nicht von ihm aus der Ruhe bringen.
Nach stundenlanger Arbeit war nun endlich die erste Konferenz beendet und sie konnte in ihren wohlverdienten Feierabend gehen.

Ein wenig nervös legte sie alles Unterlagen in ihre Mappe, reichte ihrem Boss die Hand. Dann sah sie Thomas in die Augen. Zögerlich gab sie auch ihm die Hand zum Abschied.
Länger als gewollt hielt er ihre Hand. Chrissy`s Augen hatten einen unsagbaren Glanz und er war fasziniert von ihnen. Noch nie hatte er in solche Augen geblickt.
Verlegen senkte sie wieder den Kopf und flüsterte leise:
„Auf Wiedersehen Mr. Miller.“
Dann machte sie sich los und verließ fluchtartig den großen Saal.
Thomas sah ihr nach und dachte über sie nach.
Wenn er nicht so schüchtern gewesen wäre, hätte er sie zum Essen eingeladen, aber er hatte sich nicht getraut.
Ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen und in seinem Bauch wurden die ersten Schmetterlinge geboren.

Als Chrissy zuhause ankam, ging sie duschen. Heute war sie doch ein wenig verwirrt. Es waren Gefühle in ihr erwacht, die sie noch nie zuvor erlebt hatte. Es erschien ihr, als hätte sie eine Horde Schmetterlinge im Bauch, welche einen Samba aufs Parkett legten.
Nach dem Duschen zog sie sich ihren flauschigen Bademantel über und machte es sich auf dem Sofa gemütlich.
Aber die Unruhe in ihr blieb und sie musste unbedingt mit Jeannie reden. Gedacht, getan.
Schon hatte sie das Telefon in der Hand und wählte ihre Nummer.
Jeannie hatte noch gar nicht ganz „Hallo“ gesagt, da plapperte Chrissy los.
„Jeannie ich werde noch irre. Ich kann nicht mehr klar denken. Mir ist so komisch.“
„Oh Gott, Chrissy, was ist denn geschehen?“
„Ich weiß es nicht. Ich denke nur noch an ihn. Was soll ich denn tun?“
„Moment mal, an wen denkst du?“
„An Thomas Miller!“
„Was? Wie? Wo?“
„Na ich habe ihn heute kennen gelernt. Er ist ein Mandant von uns.“
„Und wieso denkst du an ihn?“
„Ich weiß es doch auch nicht. Er ist immerzu in meinem Kopf, in meinem Gedanken. Was hat das zu bedeuten?“
Nun ging Jeannie ein Licht auf und sie schmunzelte am anderen Ende der Leitung.
„Chrissy, du hast dich verliebt!“
„Was? Nein das habe ich nicht, Jeannie. Du spinnst wohl. Soweit ich weiß, ist er in einer Beziehung!“
„Tja mein Schatz, das mag wohl sein. Aber die Liebe interessiert es nicht.“
„Aber was mach ich denn jetzt? Oh nein, Jeannie. Ich will das nicht!“
„Warte es einfach ab. Du wirst ihn vergessen.“
„Klar, weil ich ihn ja die nächsten vier Wochen jeden Tag sehe. Klar kann ich ihn da vergessen. Ach man Jeannie wieso verliebe ich mich denn ausgerechnet in ihn.“
„Weil er ein toller Mann ist? Wie ist er denn so? Erzähl mal.“
Ein Lächeln umspielte Chrissy`s Lippen. Ja wie war er denn?
Weil sie nichts sagte, drängte ihre Freundin sie. Jeannie war neugierig. Auch sie kannte ihn aus diversen Magazinen.
„Chrissy, bist du noch da?“
„Ja klar.“
„Dann sag doch mal, wie ist er?“
„Süß. Er hat eine Art an sich. Ich kann es gar nicht erklären. Man fühlt sich frei und geborgen. Er ist frech. Aber nur weil er seine eigentliche Schüchternheit verstecken will. Wenn man in seine Augen sieht, versinkt man und sie sind die Spiegel seiner Seele. Auch wenn er lacht, kann man sehen, dass ihn etwas bedrückt. Er kann einen innerhalb von ein zwei Minuten die Schüchternheit nehmen und man kann sich geben wie man wirklich ist.“
„Moment mal, dass hast du heute alles bei ihm erkannt?“
„Ja. Warum?“
„Dann kann er sich aber in der Öffentlichkeit gut verstellen. Er hat doch immer ein Lächeln auf den Lippen.“
Chrissy seufzte.
„Ja, ich weiß was du meinst. Aber ich glaube die Wirklichkeit sieht anders aus. Aber egal. Sei mir nicht böse Jeannie ich will versuchen ein bisschen zu schlafen. Lass uns morgen weiter reden.“
„Ja okay. Schlaf schön. Wir hören uns dann morgen und grübele nicht zuviel. Er ist leider nicht dein Traumprinz. Gute Nacht, Chrissy!“
„Ich weiß. Gute Nacht Jeannie und danke fürs zuhören.“
„Mach ich doch gerne.“
Sie legten auf und Chrissy hing weiter ihren Gedanken nach.
Hatte ihre Freundin recht?
Hatte sie sich wirklich in Thomas verliebt?


Fortsetzung folgt!


© Maya

It´s over now!……Part 2

Ohne sich noch einmal umzudrehen, stieg sie in den Wagen und startete diesen, fuhr die Auffahrt hinab und bog auf die Hauptstraße.
Thomas stand in der Tür des Hauses und konnte es nicht glauben. Chrissy war fort. Sie hatte ihn verlassen und er sank weinend in sich zusammen. Er wusste , was er getan hatte.
Thomas konnte seine Tränen nicht stoppen und rief immer und immer wieder:
„Bitte komm zurück, komm zurück!“
Doch sie konnte es nicht mehr hören.
Chrissy fuhr die Straße entlang und weinte, konnte kaum noch etwas erkennen und sie parkte den Wagen an der Seite, stieg aus und sah in den Nachthimmel. Das war alles ein schlechter Traum. Sie stand vor den Scherben ihrer Ehe.
Es war aus und vorbei und sie hatte alles verloren.
Nach einer Weile stieg sie wieder ein und fuhr zum nächsten Hotel, nahm ein Zimmer. Sie stellte die Koffer achtlos hin und warf sich schluchzend aufs Bett.
Sie fragte sich die ganze Zeit wie das nur geschehen konnte.
Vor fünf Jahren begann alles wie in einem Märchen. Sie fühlte sich wie eine Prinzessin, als Thomas in ihr Leben trat.

Chrissy war eine wunderschöne junge und lebenslustige Frau. Sie lebte auf der Sonnenseite des Lebens und genoss jeden Tag.
Ihre Arbeit in einer Rechtsanwaltskanzlei in London machte ihr Spass und nach Feierabend zog sie mit ihrer Freundin Jeannie und dessen Freund Johnny um die Häuser.
Noch ahnte sie nicht, dass es die Liebe auf den ersten Blick gab. Oft lästerte sie über Jeannie und Johnny.
Die beiden waren schon fünf Jahre zusammen und verliebt wie am ersten Tag.
Manchmal schmunzelte sie, wenn Johnny seine Süße wie eine Prinzessin behandelte. Johnny sagte zu ihr einmal:
„Auch du wirst einen Mann finden, der dich wie eine Prinzessin behandelt. Der dich liebt und dich auf Händen trägt.“
Sie lachte damals und erwiderte darauf:
„Mein Prinz muss erst gebacken werden!“
Aber Johnny und Jeannie wussten es besser und am nächsten Tag sollte Chrissy ihrem Prinzen begegnen.
Sie kam morgens in ihre Kanzlei und ihr Chef lief wie ein aufgescheuchter Hahn durch die Räume.
„Chef, was ist denn los heute?“
„Chrissy, wir haben heute eine Konferenz!“
„Haben wir die nicht fast jeden Tag. Was ist denn heute anders?“
Abrupt blieb er stehen und sah sie ernst an.
„Wir haben heute Thomas Miller da. Er hat uns engagiert, seine Verträge durch zusehen und ihn zu beraten.“
„Wie jetzt? Wieso wir?“
Chrissy war erstaunt. Natürlich kannte sie ihn. Nicht persönlich, aber man hatte schon viel von dem großen Ölmagnaten aus den Staaten gehört und ihre Gedanken flogen zu diesem Mann. Sie hatte mal ein Foto von ihm gesehen und Chrissy musste zugeben, dass er doch sehr attraktiv war.
Ihr Chef holte sie zurück aus ihren Gedanken.
„Chrissy, bist du noch da?“
„Ja, natürlich Chef. Aber sie haben mir meine Frage nicht beantwortet. Er lebt soviel ich weiß, doch in Amerika. Warum sollen wir uns um seine Verträge kümmern? Er hat doch da bestimmt auch Anwälte.“
„Er hat von unserer Kanzlei gehört und sich informiert. Kleines, er ist der Meinung wir sind die besten. Und da er jetzt vier Wochen in London ist, will er hier die Geschäfte weiterführen.“
„Meine Güte vier Wochen? Dann geht der Affentanz hier in der Kanzlei ja richtig los. Die Frauen werden durchdrehen. Na toll. Wie soll ich das bloss durchstehen. Mit jeden Tag Kopfschmerzen? Und das heißt wohl auch Überstunden schieben. Danke Mr. Miller.“
“Chrissy, bitte!”
“Ja, ist ja schon gut. Mein ja nur!“
„Kleines, du bist natürlich bei den Gesprächen dabei.“
„Och nö: Als habe ich nicht schon genug Arbeit.“
„Chrissy!“
„Ja Boss. Bin ja schon still. Wann ist die Konferenz? Vielleicht sollte ich mich noch umziehen. Vielleicht hat er was gegen meinen Klamottenstil!“
Ihr Chef grinste und antwortete:
„Ich denke er wird mögen, was du anhast. Also mach dir keine Sorgen. In zwei Stunden im Saal. Und sei bitte pünktlich. Ich kenne dich, Chrissy.“
Weg war ihr Chef. Das musste ja wieder kommen. Ja sie wusste, dass sie nicht gerade eine Pünktlichkeitsfanatikerin war. Sie verdrehte ihre Augen und machte sich an die Arbeit.
Die Zeit verging sehr schnell und als sie auf die Uhr sah, erschrak sie. Na super noch fünf Minuten bis zur Konferenz. Das schaffte sie nie. Ihr Chef riss ihr den Kopf ab.
Schnell nahm sie die Papiere, die sie brauchte und lief los. Sie sah den Fahrstuhl, deren Türen sich schon schlossen und sie schrie los:
„Bitte halten sie den Fahrstuhl auf. Mein Leben hängt davon ab.“
Sie sah einen dunkelhaarigen Mann, der die Tür aufhielt.
Chrissy registrierte den Mann gar nicht. Sah ihn nicht einmal an, sagte leise danke und fluchte vor sich hin, zupfte an ihren Klamotten herum und wütete vor sich hin.
„Oh man, Chrissy, kannst du nicht einmal pünktlich sein und ausgerechnet heute muss ich so einen kurzen Rock anziehen.“
Sie zog an ihrem Rock und versuchte ihn ein wenig weiter über die Oberschenkel zu ziehen. Doch es gelang ihr nicht.
„Shit. Na, dieser Mr. Miller bekommt ja gleich den besten Eindruck von mir. Der kennt doch bestimmt nur solche prüden Schnepfen, die bis zum Kragen zugeknöpft sind. Typisch Chrissy! Warum gewöhnst du dir nicht an, etwas anderes anzuziehen?“
Sie schaute an sich hinunter und an ihrem Dekolletee blieb ihr Blick hängen. Oh nein.
„Chrissy, bück dich nur nicht, dann kann er die viel zu weit in den Ausschnitt gucken. Was für ein Tag. Chrissy du bist große klasse und zu allem Überfluss dann noch die hohen Stiefel. Hilfe ich glaube ich sterbe heute.“
Endlich öffnete sich die Tür des Fahrstuhls. Sie wollte ihn gerade verlassen, als sie plötzlich den warmen Atem des jungen Mannes an ihrem Hals spürte.
„Sie sehen wunderschön aus. Machen sie sich keine Sorgen. Er wird es mögen.“
Sofort drehte sie sich um und sah in wunderschöne fast schwarze Augen. Oh nein. Es war…


Fortsetzung folgt!


© Maya

It´s over now!…..Part 1

Chrissy war eine fröhliche, junge Frau. Sie liebte das Leben und hatte immer ein Lächeln auf den Lippen, bis sich alles in ihrem Leben veränderte und sie ihr Lächeln verlor.

Sie wurde von dem Menschen, der ihr am meisten bedeutete, dermaßen enttäuscht und verletzt, dass sie das Leben, ihn und sich selbst hasste. Er hatte alles zerstört, wozu es sich zu leben gelohnt hatte.

Die Party in Thomas Haus war im vollen Gange. Er hatte Geburtstag und all seine Freunde waren da. Chrissy stand in einer Ecke und beobachtete das rege Treiben. Sie war nicht mehr glücklich hier. Auch wenn sie von Menschen umringt war, fühlte sie sich einsam und verlassen.

Thomas unterhielt sich lachend mit Michael, blickte ab und an zu ihr. Aber sein Blick war nicht wie früher.

Seit knapp drei Monaten, hatte er sich verändert. Wenn sie mit ihm reden wollte, wich er ihr aus und verschwand so schnell wie möglich aus ihrer Nähe.

Es war kalt im Haus geworden und sie wusste nicht was zwischen ihnen geschehen war. Sie waren einst so glücklich und sie waren immer überzeugt, dass es auf ewig so blieb. Aber weit gefehlt. Alles hatte sich verändert. Thomas hatte sich verändert!

Chrissy atmete tief durch und wollte verschwinden. Das war zuviel für sie.

Schon seit Tagen versuchte sie mit ihm zu reden, aber er ging ihr aus dem Weg. Als sie durch den Garten ging, hörte sie Anja und Jane tuscheln. Ihr Name fiel und sie blieb stehen.

Worüber in Gottes Namen redeten die beiden?

Es gehörte sich zwar nicht zu lauschen, aber es ging um sie und sie hasste es, wenn hinter ihrem Rücken geredet wurde.

Jane und Anja bekamen es aber nicht mit, dass Chrissy in der Nähe war und plauderten munter weiter:

„Weißt du Jane, eigentlich war es doch klar, dass es so enden musste.

„Ja, du hast recht. Chrissy passt überhaupt nicht zu ihm. Sie sind grundverschieden. Es wäre besser gewesen, er hätte sie nie geheiratet. Wenn sie erfährt, was er getan hat. Na ja. Gott sei dank ist das nicht unser Problem.“

„Ja, das finde ich auch. Ich staune ja nur, dass Thomas es ihr noch nicht gesagt hat. Alle wissen davon. Nur sie ist ahnungslos. Sie tut mir doch ein wenig leid. Das hat keiner verdient.“

Das war jetzt genug und Chrissy wollte wissen, wovon die beiden redeten und ging zu ihnen. Die Frauen sahen sie erschrocken an.

„So ihr Beiden. Raus mit der Sprache. Was sollte ich wissen?“

Jane und auch Anja drucksten herum und sahen sie nicht an. Versuchten irgendwie aus der Nummer heraus zukommen. Bereuten das sie hier darüber geredet hatten.

„He, redet mit mir.“

Anja drehte sich auf den Hacken um und verschwand. Das konnte sie dann doch nicht. Es tat ihr leid für Chrissy.

Flehentlich sah Chrissy Jane an:

„Bitte Jane rede mit mir. Bitte. Sag mir was Thomas getan hat.“

Es war schwer für Jane, aber sie nahm Chrissy am Arm und zog sie in eine Ecke des Gartens. Dort setzten sie sich auf die Bank, aber Jane vermied es sie an zusehen.

„Also gut, Chrissy. Es ist eigentlich schon seit langem unter uns Kollegen bekannt. Was wirklich dran ist, weiß eigentlich keiner so richtig. Es könnte natürlich auch nur ein Gerücht sein. Ich kann dir nicht sagen, ob es die Wahrheit oder eine Lüge ist.“

Jane redete und redete und Chrissy`s Augen wurden immer größer. Alle Farbe war aus ihrem wunderschönen Gesicht gewichen. Ein Kloß bildete sich in ihrem Hals und sie dachte sie musste jeden Moment ersticken. Sie hatte ihre Hände zu Fäusten geballt und versuchte ihre Tränen zu verbergen. Aber es gelang ihr nicht mehr. Sie kullerten unaufhaltsam an ihren Wangen herunter.

Jane sah es und versuchte sie ein wenig zu trösten und nahm ihre Hand, drückte sie leicht.

Thomas blickte in die Richtung der Beiden und erkannte sofort die Tränen in Chrissy`s Augen. Sofort ging er zu ihnen und wollte wissen, was los war.

Als Chrissy es bemerkte, stand sie wie in Trance auf und ging auf ihn zu. Die Beiden standen sich nun gegenüber und sahen sich tief in die Augen.

Chrissy fühlte sich von ihm verraten und verkauft. Thomas sah nur noch Hass in ihren Augen und noch ehe er sich versah, hatte sie ihm eine Ohrfeige verpasst. Die Gäste sahen es und ganz plötzlich herrschte Totenstille im Garten.

Er stand da und wusste nicht so recht, wie er jetzt reagieren sollte. Aber Chrissy ging an ihm vorbei und lief dann weinend ins Haus, lief die Treppen zum gemeinsamen Schlafzimmer hoch.

Dort stand sie nun mitten im Raum und weinte. Konnte es alles nicht glauben. Immer und immer wieder stellte sie sich die Frage. Warum hatte er das getan?

Thomas war unten im Garten und beendete die Party. Die Freunde und Kollegen verließen nacheinander das Haus.

Als alle fort waren, ging er nach oben zu Chrissy und öffnete die Schlafzimmertür. Im Türrahmen blieb er abrupt stehen und sah, wie Chrissy ihre Koffer packte.

Dabei weinte sie herzzerreißend. Thomas hatte das Bedürfnis sie in die Arme zu nehmen und kam näher. Böse sah sie ihn an und zischte:

„Komm mir ja nicht zu nahe. Hörst du! Nie wieder.“

„Chrissy, was ist los? Was tust du da?“

„Wonach sieht es denn aus? Ich packe. Ich verlasse dich.“

Ihm stockte der Atem und fragte sie:

„Warum? Was habe ich getan?“

Chrissy`s Wut wuchs ins unermessliche und sie blieb mitten in ihrer Bewegung stehen, drehte sich und sah die Vase auf dem Nachttisch stehen, griff danach und warf sie ihm entgegen. Dabei schrie sie außer sich vor Wut:

„Du fragst mich was du getan hast? Du?“

Er bückte sich und die Vase verfehlte ihn und zerschellte an der Wand.

„Chrissy, verdammt noch mal, was ist in dich gefahren?“

Doch sie antwortete nicht mehr, packte weiter ihre Koffer. Der Drang das Haus zu verlassen wurde immer stärker.

„Chrissy, rede mit mir!“

Sie tat es nicht mehr. Kein Wort kam mehr über ihre Lippen und sie schloss ihren Koffer, nahm ihn und ging an ihm vorbei. Sah ihn nicht einmal mehr an.

Mit jedem Schritt, den sie sich von ihm entfernte, brach ihr Herz in tausend Teile. Er folgte ihr, versuchte sie aufzuhalten. Aber er hatte keine Chance. Chrissy ließ nicht mehr mit sich reden.

Als sie die Klinke der Haustür mit ihrer Hand umschloss, drehte sie sich noch einmal zu ihm um, sah ihm ein letztes Mal in seine wunderschönen Augen und sagte:

„Es ist Jetzt und Hier vorbei. Leb wohl, Thomas.“

Dann ging sie aus dem Haus und ließ ihn und ihr altes Leben zurück.


Fortsetzung folgt!


© Maya

Broken Heart!……Part 9

Die Wochen und Monate vergingen.

Der Winter hielt Einzug und Amy ging jeden Tag auf den Friedhof. Dort ließ sie ihren Gefühlen freien Lauf und weinte sich den Kummer von der Seele. Für sie war das Leben nach Steven´s Tod ein einziger Kampf.

Die innere Leere konnte niemand ausfüllen. Vor den Leuten spielte sie die Starke, doch in ihre Seele konnte niemand sehen.

Ihre Seele war zerstört und ihr Herz war gebrochen. Ihre Tränen wollte anscheinend auch niemand sehen.

Ausser Mike!

Er sah sie und es tat ihm sehr weh. Mike war in der ganzen Zeit ihr Freund geblieben, aber sie konnte ihm nicht so nahe sein, wie er es sich gewünscht hatte.

Sie lebten zwar zusammen und alle glaubten sie waren ein Paar, aber es war nicht so. Amy wollte Steven einfach nicht loslassen.

Es stand Weihnachten vor der Tür und Mike hatte alle Freunde eingeladen, um Amy auf andere Gedanken zu bringen. Sie hatte das Haus festlich geschmückt und alle waren bester Laune.
Nur Amy stand am Fenster und schaute traurig in die Nacht.

Mike holte sie ins Wohnzimmer und die Geschenke wurden ausgepackt. Auch Amy bekam eines. Mike hatte lange danach gesucht, aber er hatte eines gefunden.

Er hatte einst ein Bild von Amy und Steven geschossen, welches niemand kannte. Sie lachten sich darauf an und hatten sich noch nicht so lange gekannt.

Er hatte es einrahmen lassen und als sie auspackte, warteten die Freunde auf ihre Reaktion. Als sie es ansah, liefen ihr die Tränen herunter.

Fest drückte sie dieses Bild an ihr Herz und sie erinnerte sich genau an diesem Moment.

Sie sagten sich damals ohne Worte, dass sie ohne den anderen nichts waren, dass sie sich liebten. Mike setzte sich ans Klavier und spielte ein Lied, welches Amy immer für Steven sang.

Wie von selbst stand sie auf, ging zu Mike und setzte sich neben ihm. Hauchte ihm ein Küsschen auf die Wange, sah nach oben und sagte leise:
„Frohe Weihnachten, Steven!„

Auch alle anderen Freunde sagten das und dann fing Amy an zu singen:

„Du bist alles was ich sehen muss
Lächeln und Sonnenschein bringen mich zum Strahlen
Lache und komme und sieh in mich hinein
Tropfen des Mondlichts waschen mich
Kann ich dir zeigen, was du für mich bist?
Mein Engel kann ich dir danken
Du hast mich immer und immer wieder gerettet
Engel ich muss gestehen
Du bist es, der mich immer stärkt
Und ich wüsste nicht wo ich ohne dich wäre
Nach all diesen Jahren ist eins wahr
Du bist eine konstante Kraft in meinem Herzen
Du berührst mich, ich fühle, dass ich mich in dich bewege
Ich hüte jeden Tag, den ich mit dir verbringe
Alles was ich bin, kommt runter zu dir
Mein Engel kann ich dir danken
Du hast mich immer und immer wieder gerettet
Zurück in den Armen meines Engels, wo ich schließlich stillstehen kann
Gebe ich dir ein Geschenk, damit du dich an mich erinnerst
Mein Engel kann ich dir danken
Du hast mich immer und immer und immer und immer wieder gerettet
Und ich wüsste nicht wo ich ohne dich wäre
...ohne dich


Alle lauschten ihrem Gesang und Amy versank in ihren Gefühlen.

Jeder fühlte wie sehr sie noch ihren Steven liebte. Bei einigen sah man sogar die Tränen, welche in ihren Augen glänzten.

Auch Amy weinte beim singen. Als das Lied zu Ende war, sagte niemand etwas.

Gemeinsam gingen sie nach draußen und sahen in den Sternenhimmel. Und dann geschah etwas, was niemand glauben wollte.

Eine Sternschnuppe zog ganz langsam über sie hinweg. Nicht so wie sonst, sondern ganz langsam und Mike zog Amy fest an sich.

Sie wusste, dass Steven sie gehört hatte und nun bei ihr war.

Es war an der Zeit das sie zu ihm ging, sie spürte es. Er war da um sie zu holen. Steven wartete auf sie.

Nach einigen Stunden verabschiedete sie sich und ging nach oben. Sie war müde und fühlte sich eigenartig.

War es jetzt schon soweit?

Mike spürte ihre Unruhe und ging ihr nach. Amy stand am Fenster und sah nach draußen, suchte nach der Sternschnuppe. Aber sie war verschwunden.
„Amy, alles in Ordnung?“ fragte er in die Stille.
„Nein Mike. Es ist Zeit, das ich gehe. Es tut mir leid. Das hast du nicht verdient.“
Verwirrt fragte Mike nach und verstand Amy nicht so ganz:
„Wohin willst du gehen?“
„Ich spüre es. Steven ist da und will mich mit sich nehmen. Es ist Zeit, Mike. Ich gehöre nicht mehr hier her. Ich möchte nicht mehr ohne ihn sein und ich habe es auch nicht verdient, länger zu leben. Ich habe ihn auf dem Gewissen.“
„Amy, was redest du denn da?“
„Mike, es ist wahr. Glaube mir. Ich kann mit meinem gebrochenen Herzen einfach nicht leben. Und eine innere Stimme sagt es mir auch. Es ist Zeit.“
Weinend nahm Mike sie in die Arme.

Er wollte Amy nicht verlieren und als er das Zimmer verließ, hoffte er, dass sich Amy`s Gefühl nicht bewahrheitete.

Sie ging ins Bett und schloss die Augen.

Glücklich schlief sie ein, denn ihr Gefühl hatte sie nicht getrügt.

Ganz langsam ging sie die dem hellen Licht entgegen.

Dort wartete Steven schon auf sie und nahm sie mit sich.

Die Gäste waren alle noch im Haus, als es plötzlich draußen ganz hell wurde und alle Sterne so hell strahlten wie noch nie zuvor.

Mike wurde unruhig und lief nach oben zu Amy.

Als er bei ihr ankam, sah er sie mit einem Lächeln dort liegen. Auch sie war gegangen.

Sie hatte jetzt endlich ihre Ruhe gefunden. Weinend kniete er vor dem Bett und hielt ihre Hand.

So sehr er sie auch liebte, er konnte sie nie so glücklich wie Steven machen. Sein Herz schmerzte, denn er blieb nun mit einem gebrochenem Herzen zurück.

Das Einzige was ihm ein wenig zur Ruhe kommen ließ. Seine Amy, die er so sehr liebte, war nun bei Steven.

Sie hatte ihren Frieden endlich gefunden, denn sie hatte Monate lang gekämpft und diesen Kampf hatte sie verloren. Mike wusste nun, dass die beiden wieder zusammen waren. Nun endlich konnte sie bei ihm sein. 
Steven und Amy waren nun im Tod glücklich vereint. Beide starben sie an gebrochenen Herzen, jeder auf seine Weise und trotzdem fanden sie wieder zusammen und waren auf ewig vereint.  

The End

© Maya

Broken Heart!……Part 8

Er lag regunglos auf der Straße. Weinend lief sie zu ihm, setzte sich auf den Boden und bettete seinen Kopf auf ihre Beine. Er zitterte, hatte aber seine Augen noch geöffnet. Das Blut lief aus seinem Mund und sie küsste ihn, redete mit ihm:
„Verzeih mir. Kannst du mir verzeihen? Die Worte die ich gesagt habe, waren nicht so gemeint. Ich wollte dich nicht verletzen. Bitte Steven verzeih mir. Bleib bei mir.“
Sie legte ihre Stirn an die seine und weinte. Er nahm alle Kraft die er noch besaß zusammen:
„Verzeih du mir bitte auch. Ich habe dich genauso verletzt.“
„Natürlich Schatz. Ich verzeihe dir. Bitte bleib bei mir. Verlass mich nicht.“
Seine Kräfte verließen ihn immer mehr und sie spürte, wie das Leben so langsam aus seinem Körper wich. Er atmete kaum noch und sie küsste ihn noch einmal ganz leicht. Amy weinte die ganze Zeit und konnte es nicht fassen.
Er schloss die Augen und schlief auf ewig ein. Es fing an zuregnen und Tropfen fielen auf sein Gesicht. Das Blut vermischte sich mit dem Regen und die Zeit schien still zu stehen. Keine Motorengeräusche. Einfach nichts war zu hören. Nur wie der Regen auf den Boden prasselte und Amy`s letzte Worte:
„Du kannst doch nicht gehen. Bitte. Du wurdest für mich geschaffen. Ich brauche dich doch. Ich kann dieses Leben nicht ohne dich Leben. Ohne dich an meiner Seite. Ich brauche dich zum Überleben.“
Aber all das konnte er nicht mehr hören.

Stunden vergingen bis endlich Hilfe eintraf. Die Ärzte kümmerten sich um Amy und riefen Mike an, damit er für sie da war. Amy lag im Krankenbett und weinte. Sie hatte die Liebe ihres Lebens verloren und musste nun mit ihrem gebrochenen Herzen weiterleben.
Noch wusste sie nicht wie. Aber was sie wusste, Steven war gestorben um ihr Leben zu retten. So war ihr Steven, bevor sie verletzt wurde, ließ er sich verletzen. Und nun war sie allein.


Nach Tagen ging es Amy noch nicht besser, aber die Ärzte entließen sie aus der Klinik.
Sie konnten ihr nicht helfen. Mit ihrer Trauer musste sie allein fertig werden. Mike stand ihr zur Seite, so gut er konnte.
Oft redeten sie über Steven und manchmal schaffte Mike es, ihr ein kleines Lächeln auf die Lippen zu zaubern. 
Er hatte alles für die Beerdigung vorbereitet und der Tag stand nun vor der Tür. Amy fürchtete sich davor, denn natürlich war auch die Presse mit dabei. Sie alle wollten bei der Beerdigung ihres Mannes dabei sein. Niemand hatte bis heute die Wahrheit erfahren.

Keiner wusste, was an diesem Abend, auf der Straße geschehen war, denn Amy hüllte sich in Schweigen. Sie gab sich die Schuld an seinem Tod, denn wenn sie nicht fort gelaufen wäre, wäre er ihr nicht nach gelaufen und er hätte nicht sterben müssen. Das konnte sie sich einfach nicht verzeihen. Das nagte an ihrer Seele und zerfraß sie Stück für Stück.
Mike und Amy fuhren zum Friedhof und dort wurden sie schon von den Kollegen und Freunden erwartet.

Amy wurde von jedem einzelnen gedrückt und ihr liefen die Tränen über die Wangen. Wie sollte sie das nur heute überstehen? Gemeinsam gingen sie in die Kappelle und so viele Leute hielten eine Rede und verabschiedeten sich von ihm.
Nun war Amy an der Reihe und sie schaffte es gerade so bis zur Kanzel. Ihre Beine waren schwer wie Blei und eigentlich wollte sie keine Rede halten. Denn das war der endgültige Abschied von ihm. Das war das letzte was sie noch für ihn tun konnte. Trotzdem hoffte sie, dass er ihre Worte hören konnte. Vielleicht war er ja ganz nah und sie konnte ihn einfach nur nicht sehen. Mit zittriger Stimme und sehr leise begann sie zu reden:

“Du bist gegangen. Ich bin zerbrochen, weil ich allein bin. Du fühlst mich hier nicht mehr. Aber ich werde dich immer fühlen. Ich wollte, dass du weißt, dass ich die Art liebe, wie du lachst. Auch wenn du nicht mehr bei mir bist, werde ich dich ehren. Das Schlechte ist nun für dich vorbei. Ich fühle mich so allein, aber ich weiß das du mich beschützen wirst, egal wo du jetzt bist. Alles ist in mir ist zerbrochen, als du von mir gegangen bist und ich weiß nicht wie ich ohne dich weiterleben soll. Du bist das Wertvollste in meinem Leben gewesen. Du warst es, der mich gehalten hat, wenn ich zerbrochen bin. Du hast Licht ins Dunkel gebracht, wenn ich dachte nichts geht mehr. Du warst derjenige, der mich aufgefangen hat, wenn ich keinen Ausweg mehr sah. Du hast mein Leben mit Liebe erfüllt und nun bist du von mir gegangen. Du bist weg gegangen und nun fühlst du mich nicht mehr. Ich liebe dich und werde es immer tun. Solange ich lebe....“

Dann stockte sie und sank in sich zusammen. Die Tränen rannen nun unaufhaltsam über ihr Gesicht, denn sie fühlte sich so schuldig an alledem. Konnte nicht begreifen, warum er sein Leben gab um sie zu retten. Warum hatte er das nur getan?

Das war sie doch gar nicht wert. Mike, der das sah, lief zu ihr und fing sie auf und brachte sie an ihren Platz.

Sie ließen noch den Rest der Zeremonie über sich ergehen und fuhren dann heim.

Amy brauchte Ruhe. 
Sie verstand das alles nicht und sie hasste sich.

Hasste sich und ihr Leben.

Auch sie wollte sterben. Amy wollte zu Steven. Sie wollte nicht ohne ihn weitermachen.

Denn sie konnte es nicht akzeptieren, dass er fort war. Amy lebte in einem Alptraum und durfte einfach nicht wach werden. Sie fragte sich, warum ausgerechnet sie das alles durchmachen musste.

Warum wurde sie immer nur verletzt?

Warum durfte sie nicht glücklich sein?

Was hatte sie denn verbrochen?

Der einzige Mann, den sie je liebte, wurde von ihr gerissen. Er wurde ihr genommen, aber aus ihrem Herzen konnte man ihn nicht reißen, dort lebte er für die Ewigkeit.

Die Menschen schauten sie an und sahen eine gebrochene junge Frau, die alles verloren hatte, für das sie gelebt hatte. 


Fortsetzung folgt!

 

© Maya

Broken Heart!…..Part 7

Dieses Mal ging Steven auf Tournee. Weinend lag sie in seinen Armen und vermisste ihn jetzt schon. Zum Abschied küssten sie sich noch leidenschaftlich und dann machte er sich auf den Weg.
Sie winkte ihm noch nach und ging zurück ins Haus.
Traurig aber trotzdem glücklich machte sie sich an den Haushalt. Vierzehn Tage sollte sie nun ohne ihn sein, aber ihre Gedanken begleiteten ihn auf seinem Weg. 
Es verging keine Sekunde des Tages an dem sie nicht an ihn dachte. Steven erging es ähnlich, aber wenn er allein war, kam die schreckliche Vergangenheit in ihm hoch. Und es war jemand für ihn da und er tat etwas, was alles zerstören sollte.
Nachdem er den Fehler begangen hatte, lag er da und weinte.
Das war das aus, denn wenn das heraus kam, war die Ehe mit Amy vorbei.
Was trieb ihn denn nur zu so etwas?
Wütend auf sich selbst schlug er mit der Faust ins Kissen.
Einschlafen konnte er auch nicht und so ging er an die Bar und trank jede Menge Alkohol.
Mike der auch nicht schlafen konnte, ging zu ihm. Beide saßen sie nun da und Steven erzählte Mike was geschehen war und dieser war entsetzt.
„Mike, was soll ich denn jetzt machen. Mit dieser Lüge kann ich einfach nicht leben. Aber wenn ich ihr die Wahrheit sage, wird sie mich dafür hassen.“
Mike legte seine Hand auf die Schulter seines Freundes:
„Rede mit ihr. Eine Lüge zwischen euch hätte schon einmal fast alles zerstört. Sage es ihr. Vielleicht kriegt ihr es wieder hin und wenn du Hilfe brauchst. Ich bin für dich da.“
„Nein, mein Freund. Sei bitte für Amy da, wenn ich es ihr gesagt habe, wird für sie eine Welt zusammen brechen. Es war Caroline. Ihre beste Freundin!!“
„Steven, ich verspreche dir, ich werde für sie da sein. Aber du brauchst auch Kraft und Unterstützung.“
„Nein. Ich habe sie verletzt und ihr genug weh getan. Kümmere dich um sie. Ich werde es schon schaffen. Sei für sie da.“
Nachdem alles geklärt war, gingen sie zu Bett, denn ihr Flieger ging sehr früh.
Als Steven daheim ankam, lief Amy ihm lachend entgegen und fiel ihm in die Arme.
Sein Körper versteifte sich und sie bemerkte es sofort.
Fragend sah sie ihn an und er schob sie auf das Sofa.
„Amy, ich muss mit dir reden.“
Verängstigt sah sie Steven an und wartete darauf, was er ihr zu sagen hatte. Er kniete sich vor ihr hin und nahm ihre Hände:
„Amy, ich habe einen Fehler gemacht und ich kann und will dich nicht anlügen.“
„Was ist passiert? Steven, bitte sage es mir.“
Er stand auf und ging zum Kamin und blickte hinein, traute sich nicht sie anzusehen.
„Ich habe mit....“
Amy sprang auf und ging auf ihn zu und mit erregter und ängstlicher Stimme fragte sie nach:
„Was hast du???“
Traurig sah er sie an und erwiderte darauf:
„Ich habe letzte Nacht mit Caroline geschlafen.“
Jetzt war es raus und Amy`s Herz krampfte sich schmerzlich zusammen. Ihr Puls schlug heftig und sie dachte, die Welt blieb stehen.

Fassungslos sah sie ihn an und er konnte ihrem Blick nicht standhalten, senkte seinen Blick und sah auf einen imaginären Punkt.
Wie in Trance ging sie ans Fenster und ohne ihn anzusehen, sagte sie:
„Unsere Ehe ist gestorben. Du solltest besser gehen.“
Er drehte sich zu ihr um und wollte zu ihr gehen. Aber sie stoppte ihn indem sie eine Hand hob:
„Nein, geh. Ich will dich nie wieder sehen. Du warst mein Licht in der Dunkelheit, aber dieses Licht hast du gelöscht. Ich habe es satt. Ständig kämpfen wir und verletzen uns gegenseitig. Verschwinde und geh mir aus den Augen.“
Steven drehte sich um und verließ das Zimmer. Sie hörte noch wie die Tür ins Schloss fiel. Bewegungslos starrte sie aus dem Fenster und konnte das alles noch nicht glauben.
Leise flüsterte sie ihm nach:
„Leb wohl, Steven Mayers. Diese Wunden werden niemals heilen. Der Schmerz ist so real. Es ist einfach zuviel. Das schafft auch nicht die Zeit."

Es klopfte an der Tür und sie öffnete diese, fiel Mike weinend in die Arme. Dankbar hielt sie sich an ihm fest. Doch sie musste raus und lief durch die schlafende Stadt.

In ihrem Herzen brannte dieser Schmerz.

Wie sollte sie ohne die Liebe von Steven überleben?

Wie sollte sie ohne ihn glücklich werden?

Ein Klopfen holte sie in die Gegenwart zurück und sie fand sich auf dem Sofa ihres Wohnzimmers wieder. In Gedanken hatte sie noch einmal ihr gemeinsames Leben mit Steven, von Anfang bis zum Ende, erlebt und es war so real, dass sie noch kein klaren Gedanken fassen konnte.

Erst als es wiederum an der Haustür klopfte, stand sie auf und öffnete diese.

Jeder einzelne Gedanke an Steven schmerzte in ihr.

Er hatte in diesem einem Moment, als er es ihr sagte, alles zerstört.

Mike stand vor ihr und sie wusste, dass er ein wahrer Freund war. Er stand immer zu ihr, wenn sie jemanden brauchte.


Mike war zurück gekommen und sah sie traurig an. Sie bat ihn herein und beide setzten sie sich ins Wohnzimmer, redeten stundenlang und so konnte Amy ihren Kummer ein wenig verarbeiten.

Es schmerzte einfach so sehr. Mike hielt die ganze Zeit ihre Hand und litt mit ihr, denn die Liebe zu ihr war noch nicht erloschen.

Irgendwann sahen sie sich an und ihre Gesichter näherten sich. Durch den Schmerz den Amy erlitt, dachte sie nicht weiter nach und suchte die Nähe von Mike.

Leicht berührten sich ihre Lippen und sie küssten sich. Ein leichtes Gefühl der Wärme machte sich in Amy breit und sie ließ sich fallen, dachte nicht darüber nach, dass sie in diesem Moment genau das selbe tat, was Steven getan hatte.

Mike und Amy ließen sich fallen und gaben sich ihren Gefühlen hin. Nach ihrem Liebesspiel schliefen sie auf dem Sofa ein und bemerkten nicht, dass Steven zurück gekommen war.

Er sah sie auf dem Sofa liegen. Arm in Arm.

Fest aneinander gekuschelt. Steven räusperte sich und Amy wurde wach,. erschrak und weckte Mike.

Auch er sah seinen Freund verwirrt an. Schnell zog er sich an und wollte mit ihm reden. Doch er ließ es nicht zu.
„Mike, lass uns allein. Ich möchte mit Amy reden.“
Doch dieser wollte nicht gehen und sagte zu ihm:
„Steven, es tut mir wirklich leid, dass sollte nicht geschehen.“
Hasserfüllt sah Steven seinen besten Freund an und dieser verstand und verließ, das Haus.

Amy hatte sich derweilen auch angezogen und nun standen sich die beiden gegenüber. Ihre Blicke waren böse und sie fing an zu schimpfen:
„Was willst du noch hier. Ich habe dir gesagt unsere Ehe ist vorbei.“
„So einfach machst du dir das also.“
„Was heißt hier einfach. Steven du bist mit Caroline ins Bett gegangen...“
Weiter kam sie nicht, denn sie hatte es genauso getan. Sie war ja nicht besser wie er.

Jede Menge Vorwürfe machten sie sich und als sie die Nase voll hatte, schnappte Amy sich ihre Jacke und lief aus dem Haus.
Steven folgte ihr und rief ihr nach, dass sie stehen bleiben soll. Er wollte mit ihr reden. Er liebte sie doch und wollte sie nicht verlieren. Amy lief auf die Straße und er sagte laut:
„Amy, ich liebe dich.“ Sie blieb stehen und sah ihn traurig an.
„Nein, das darf nicht mehr sein. Wir verletzen uns nur gegenseitig.“
Steven sah wie ein Laster auf sie zu fuhr und er schrie:
„Amy, komm von der Straße!“, aber sie blieb wie angewurzelt stehen und verstand nicht was er von ihr wollte.

Er lief los, so schnell ihn seine Beine tragen konnten. Er schubste Amy von der Straße. Der Laster konnte ausweichen, aber das Auto dahinter nicht mehr und so kam es, dass Steven es nicht mehr schaffte und von dem Auto angefahren und durch die Luft geschleudert wurde. Amy sah alles mit an und sie schrie laut:
„Steven!“

 

Fortsetzung folgt!

 

© Maya

Broken Heart!…..Part 6

Tagelang lag sie da und die beiden schwiegen sich nur an.
Steven litt sehr darunter, dass Amy ihr gemeinsames Kind getötet hatte.
Es war sein Fleisch und Blut und er verstand Amy nicht.
Wie konnte sie das tun?
Endlich wurde sie entlassen und die beiden flogen wieder heim.
Zu hause angekommen, warf Steven die Schlüssel achtlos auf den Schrank und verschwand in seinem Büro.
Amy blieb allein im Flur zurück. Sie hatte in ihm etwas zerstört.
Das Vertrauen in ihr hatte er verloren. 
Sie fragte sich, ob nun auch die Liebe zu ihr gestorben war und sie brach weinend im Flur zusammen.
Er hörte es, brachte aber nicht die Kraft auf, zu ihr zu gehen und sie zu trösten.
Viel zu tief saß der Schmerz.
Irgendwann raffte sie sich auf und verließ unter Tränen das Haus.
Diese ganze Situation war einfach nicht zu ertragen und genau in diesem Moment wünschte sie sich den Tod.
Wünschte sich, dass sie bei der Operation gestorben wäre.
Denn wie sie jetzt lebte, war nur noch die Hölle und der Tod wäre angenehmer gewesen.
Dann brauchte sie die Schmerzen und das Leid nicht mehr erleben.
Brauchte nicht in seine Augen sehen.
Sie sah in ihnen nur den Kummer, den sie ihm gebracht hatte.
Spät in der Nacht kam sie heim, Steven schlief schon.
Leise ging sie auf die Terrasse und blickte in die sternenklare Nacht.

Er wurde wach. Auch er stand auf und suchte Amy. Als er sie auf der Terrasse sah, ging er näher und betrachtete sie.

Steven sah ihre Tränen im Mondlicht glitzern und wieder brach ein Stück von seinem Herzen.
Wie gern wollte er sie in die Arme schließen, aber er war nicht im Stande auf zustehen und den ersten Schritt zu tun.
Der Schmerz saß einfach noch zu tief. Auch er brauchte Zeit um das ganze zu verarbeiten.
Ihm rannen die Tränen an den Wangen herunter und er drehte sich von ihr weg.
Warum hatte sie das nur getan?
Warum hatte sie ihn nur so verletzt?
Was wäre gewesen, wenn sie die Operation nicht überlebt hätte?
Dann hätte er auch seine große Liebe verloren.
Bei dem Gedanken krampfte sich sein Herz zusammen und er hielt sich die Brust, schloss seine Augen und wünschte sich, dass er die Zeit zurück drehen könnte.
Doch das ging leider nicht.
Stundenlang stand Amy noch da und Steven blieb einsam und allein zurück.
So einsam hatte er sich schon ewig nicht mehr gefühlt. Seit er Amy kannte, konnte er die Einsamkeit verbannen und nur durch diesen Vorfall war sie wieder da.
Das war für beide sehr hart.
Amy verbrachte die Nacht auf der Terrasse. Sie war nicht in der Lage sich neben ihren geliebten Ehemann zu legen.
Auch sie wusste, dass sie soviel zerstört hatte.
Sie hatte keine Ahnung, wie es mit ihnen weitergehen sollte.
Die Tage vergingen und beide lebten aneinander vorbei.
Keiner war in der Lage den ersten Schritt zu tun.
Steven fuhr jeden Tag sehr früh zum Studio und Amy blieb allein zurück.
Ohne das er davon wusste, hatte sie ihren Job an den Nagel gehängt.
Sie wollte nicht mehr tanzen. Amy bestrafte sich selbst, indem sie ihre größte Leidenschaft aufgab.


Heute war ein Tag an dem sie nicht mehr weiter wusste.
So hatte sie sich ihr Leben mit Steven nicht vorgestellt. Sie wollte aus diesem Leben gehen, damit endlich Ruhe war. Damit der Schmerz von ihr ging. Der Schmerz von ihm genommen wurde.

Er sollte glücklich sein und sie konnte ihm das Glück nicht geben. Mit dieser Tat hatte sie ihn sehr verletzt und diese Wunde wird niemals heilen. Amy hatte Steven verloren, denn er hatte sich verändert.
Seit dem Abbruch hatte sie ihn nicht mehr lachen gesehen. Weinend stand sie im Badezimmer und hatte schon die Rasierklinge in der Hand. Plötzlich ging die Tür auf und sie schreckte hoch, sah in sein Gesicht.
Böse und zugleich entsetzt sah er sie an, riss ihr die Rasierklinge aus der Hand und schrie sie an:
„Was soll das? Willst du mich auch noch verlassen?“
Amy sah in seinen Augen, die aufkommenden Tränen und auch sie fing an zu weinen, sackte in seinen Armen zusammen:
„Es tut mir so leid, Steven. Ich habe alles zerstört. Unsere Liebe. Dein Vertrauen in mich. Ich kann damit einfach nicht mehr leben. Ich will dich doch nicht verletzen.“
Er schluckte bei ihren Worten. Sie hatte ihm zwar sehr weh getan, aber er liebte sie noch wie damals, als sie sich das erste Mal im Park trafen. Er wollte sie nicht auch noch verlieren.
„Amy, du kannst mich nicht auch noch verlassen. Ich liebe dich und ich bitte dich, bring mein Blut wieder zum fließen. Mach mich mit deinem Atem wieder lebendig. Hole mich ins Leben zurück.“
Bei seinen Worten erschauerte Amy. Schließlich hatte sie ihm das Herz gebrochen. Ihm sein Kind genommen und nun bittet er sie zu bleiben. Sein Leben zu retten?
Sie verstand es einfach nicht. Traurig und mit tränenverschleierten Blick sah sie ihn an. 
„Steven hilf mir bitte. Ich kann einfach nicht mehr. Rette mich vor der Dunkelheit, die mich gefangen hält. Ich möchte wieder leben. Mit dir leben. Glücklich mit dir sein und dich lieben dürfen. Aber das habe ich nicht verdient. Ich habe deine Liebe nicht verdient.“
„Doch Amy, das hast du. Ich liebe dich. Es ist sehr viel geschehen, aber gemeinsam schaffen wir es. Wir müssen es nur wollen.“
Beide sahen sie sich an und das erste Mal nach langem, konnte Amy seine Liebe zu ihr in seinen Augen wieder erkennen. 
Weinend klammerte sie sich an ihm fest und er hob sie auf seine Arme.
Langsam trug er sie ins Schlafzimmer und legte sie ins Bett.
Danach legte er sich zu ihr und sie hielten sich einfach nur in den Armen, während Amy die bitterlichsten Tränen weinte.
Zu sehr bereute sie das was sie getan hatte, nur rückgängig machen konnte sie es nicht.
Steven versuchte sie zu beruhigen und sagte ihr immer wieder, dass er ihr verzieh.
Das Eis zwischen ihnen war gebrochen und hofften nun auf einen Neuanfang.
Sie holten sich gemeinsam aus der Dunkelheit ins Licht und von Tag zu Tag wurde es besser.

Amy lachte wieder und auch Steven erwachte zu neuem Leben. Sie unternahmen viel und endlich schien die Sonne wieder. Genau so hatten sie sich ihr gemeinsames Leben vorgestellt. Auch vermisste sie das Tanzen nicht mehr und sie genoss es an seiner Seite zu sein. In jeder Lebenslage unterstützte sie ihn und er fühlte sich nie allein. 
Mike war auch froh, dass es sich wieder eingerenkt hatte, denn er hatte mit ihnen gelitten.

Steven redete oft mit ihm. Manchmal ging es ihm trotz allem schlecht, denn den Verlust seines Kindes konnte er einfach nicht verwinden. Das wollte er Amy aber nicht sagen und darum redete er sich seinen Kummer, bei Mike, von der Seele.
Er versuchte ihm dann zu helfen und so bekam Amy nichts von alledem mit und sie dachte alles sei in Ordnung, bis sie dann doch die Wahrheit erfuhr. Steven hatte etwas getan, was alles zerstörte.


Fortsetzung folgt!

 

© Maya

Broken Heart!…..Part 5

Mike ging zurück ins Haus, Amy und Steven hielten sich in den Armen, lachten und weinten gemeinsam.
Dann endlich küssten sie sich heiß und innig.
Denn die Liebe hatte in diesem Moment gesiegt und die gebrochenen Herzen der beiden waren geheilt.
Sie hatten sich endlich wieder gefunden und Steven wusste, dass er Amy nie wieder gehen lassen würde.
Gemeinsam gingen sie auch ins Haus und alle sahen sie fragend an.
Steven lächelte, hielt Amy`s Hand und kniete sich vor ihr hin: 

„Wenn wir zusammen sind, fühle ich mich perfekt, wenn ich von dir weggezogen werde, falle ich. 
Alles was du sagst ist heilig für mich.
Deine Augen sind so blau, ich kann nicht wegsehen.
Du weißt, dass ich sterbe, nur um dich zu halten, bei dir zu bleiben.
Ich werde dir zeigen, dass du mein Nachthimmel bist. 
So viele Nächte habe ich mich in den Schlaf geweint.
Jetzt da du mich liebst, liebe ich auch mich selbst.
Amy, heirate mich, versprich mir, dass du bei mir bleiben wirst.“

Er sah Amy erwartungsvoll an und sie kniete sich zu ihm herunter, umfasste seine Wangen. 
Im Raum herrschte eine Stille und alle starrten gebahnt auf die beiden.
Fragten sich, was Amy nun antwortete:

„Steven, du musst mich nicht fragen. Du weißt, dass du alles bist, für das ich lebe. Ich dachte nie, dass ich das sagen würde, ich dachte nie, dass du mich so sehr liebst, dass wir gemeinsam unser Leben verbringen werden. JA, ich möchte deine Frau werden und das auf Ewig.“

Sie hauchte ihm ein Kuss auf und dann fielen sie sich in die Arme.
Die Gäste klatschten in die Hände und gingen auf sie zu, um ihnen zu gratulieren.
So wurde die Party zu einer Verlobungsfeier und diese Nacht war so wundervoll. Amy und Steven sahen sich die ganze Nacht verliebt an.
Als sie allein waren, ließen sie sich fallen und gaben sich ihren Gefühlen hin.
Alles wonach sie gesucht hatten, hatten sie im anderen gefunden. Nach einer langen Suche waren sie an ihrem Ziel angekommen.
Ihre Herzen schlugen im Einklang und nichts und niemand sollte sie trennen.
Sie waren sich sicher, dass ihr Band auf ewig geschlossen wurde.

Die Wochen und Monate zogen ins Land und sie waren sehr glücklich miteinander.
Nun war es endlich so weit, Amy ging in ihrem Brautkleid die Treppen herunter und Mike legte ihre Hand in die von Steven.
Gemeinsam schritten sie zum Traualtar und wurden vermählt.
Sie wurden Mann und Frau!

Danach ging es in die Flitterwochen und es waren die schönsten Wochen, die sie je verlebt hatten.
Kein böses Wort fiel und sie wussten, dass sie für einander geschaffen waren.
Niemals hätten sie gedacht, dass schon bald ein Schatten auf ihre Liebe legen würde.
Niemals dachten sie daran, dass ihr Glück ein jehes Ende nimmt.
Viel zu sehr liebten sie sich und sie wollten einander nicht mehr los lassen.
Niemals.
Das war die Liebe, nach der sie so lange gesucht hatten.
Diese Liebe wollten sie nicht aufgeben.
Steven trug Amy auf Händen.
Sie war sein Glück und alles was er brauchte, war ihr Lächeln. 
Dann zeigten ihre Augen, wie sehr sie ihn liebte.
Oft saßen sie abends auf der Terrasse bei einem Glas Wein und sahen sich einfach nur tief in die Augen.
Sie brauchten sich nicht sagen, wie sehr sie sich liebten, denn ihre Augen sagten mehr als tausend Worte.
Ihre Augen waren die Spiegel ihrer Seele und er wusste jeden Tag aufs Neue, ob es Amy gut oder schlecht ging.
Es war einfach alles perfekt, wie es lief.

Nach den Flitterwochen suchten sie sich ein gemeinsames Heim und richteten es liebevoll ein.
Alles schien perfekt bis zu dem Punkt, an dem Steven wollte, dass Amy das Tanzen aufgab.
Sie wollte doch so gern weiter tanzen, aber dadurch sahen sie sich sehr selten, weil sie ständig unterwegs war.
Letzten Endes einigten sie sich darauf, wenn sie ein Kind bekam, dass sie dann mit dem Tanzen aufhörte.
Natürlich setzte sie alles daran, nicht schwanger zu werden.
Doch eines Nachts passierte es dann doch!
Amy war am Boden zerstört. Sie war doch so jung und wollte noch etwas von ihrem Leben haben.
Wollte noch nicht aufhören zu tanzen, aber wenn Steven von der Schwangerschaft erfuhr, wusste sie, was er dann sagen würde.
Eigentlich wollte sie den nächsten Job nicht annehmen, aber ihr blieb nichts anderes übrig.
Sie musste eine Möglichkeit finden ein paar Tage zu verschwinden und darum nahm sie ihn an.

Am Abend vor der Abreise kuschelte sie mit ihm noch stundenlang.
Steven, hatte kein gutes Gefühl und er fragte sie mehrmals ob alles in Ordnung war.
Sie nickte einfach nur und verbarg die Tränen vor ihm,
denn sie wusste, dass sie, mit dem was sie vorhatte, sein Herz brechen würde.
Aber ihre Entscheidung war gefallen und sie wollte das durch ziehen.
Er musste das ja nicht erfahren.
Früh am Morgen weckte Steven sie und gemeinsam saßen sie am Tisch und unterhielten sich eine Weile.
Als sie in seine Augen sah, sah sie wie traurig er war.
Spürte er etwa, dass sie ihn hintergehen wollte???
Das schlechte Gewissen trieb Amy aus dem Haus und bevor sie ging nahm sie ihn noch einmal ganz fest in ihre Arme.
Küsste ihn und sagte ihm, dass sie in einer Woche wieder da war.
Amy und auch er hatten das Gefühl, dass nach diesem Abschied nichts mehr so sein würde, wie es jetzt war.
Er nickte nur und sie verließ das Haus. Steven sah ihr nach und konnte sich auf das Gefühl was er hatte, keinen Reim machen.
Ihm war klar, dass etwas nicht stimmte, aber was, dass wusste er einfach nicht.
Amy hatte ihm nichts von ihrem Vorhaben erzählt.
Nein, ihr Job ging nur zwei Tage, aber sie hatte noch einen Termin in einer Klinik.

Der Tag war nun da und sie fuhr schweren Herzens hin, ließ sich untersuchen und entschied sich etwas zu tun, was alles verändern sollte. Sie wusste, dass es falsch war und das er ihr das niemals verzeihen würde.
Jedoch siegte ihr Egoismus über das Herz und den Verstand.
Die ganze Zeit weinte sie dabei und hatte ihre Augen geschlossen.
Sah Stevens Gesicht und hoffte, dass er das niemals erfuhr.
Auch wenn sie noch nicht wusste, wie sie mit diesem Geheimnis leben sollte.
Nachdem sie es hinter sich hatte, musste sie noch einen Tag dort bleiben. Spät in der Nacht rief Steven an und sie tat einfach nur als wäre sie müde, so dass sie nicht mehr mit ihm reden musste.
Als sie auflegte, weinte sie sich in den Schlaf und plötzlich hasste sie sich selbst, für das was sie getan hatte.
Sie bereute es zutiefst, aber es war zu spät.
Amy hatte ihr gemeinsames Kind getötet.
Am nächsten Morgen wurde sie von Magenkrämpfen geweckt.
Auch konnte sie sich kaum noch rühren und die Schmerzen waren unerträglich.
Sofort rief sie den Arzt.
Es hatte Komplikationen gegeben und sie mussten eine Notoperation einleiten.
Doch dieses Mal mussten sie einen Familienangehörigen benachrichtigen und so kam es das sie ihren Ehemann anriefen.
Der war so geschockt, aber er nahm den nächsten Flieger um bei Amy zu sein.
Stundenlang wurde sie operiert und sie konnten sie gerade noch retten. 
Aber der Abbruch hatte die Folge, dass Amy nie wieder ein Kind bekommen konnte.
Als Steven in der Klinik ankam, redeten die Ärzte mit ihm und er brach weinend zusammen.
Konnte nicht fassen, was seine Frau getan hatte.
Er verstand die Welt nicht mehr und als er sich beruhigt hatte, ging er zu ihr.
Sie schlief noch tief und fest. Sein Blick war auf sie gerichtet. Seine Augen waren leer. Etwas in ihm war gestorben.
Das hätte sie nicht tun dürfen.
Amy regte sich und öffnete die Augen und sah Steven an. Sein Blick ging ihr durch Mark und Bein. Ihr Herz blutete und die Schmerzen waren überdimensional.
Was hatte sie nur getan?
Wie konnte sie ihm das antun?
Sofort drehte sie sich zur Seite, weil sie seinen Blick nicht ertragen konnte.
Weinend lag sie da und keiner von beiden sagte ein Wort.
Das Vertrauen war zerstört.


Fortsetzung folgt!


© Maya

Broken Heart!…..Part 4

Amy wollte ihn wieder glücklich machen, sein gebrochenes Herz heilen, damit es für sie schlug, denn ihres schlug schon sehr lange für ihn.
Stundenlang gaben sie sich ihren Gefühlen hin und liebten sich fast die ganze Nacht.
Er hielt sich wie ein Ertrinkender an ihr fest und sie spürte seine Liebe.
Die Liebe in Beiden war erwacht und sie waren glücklich.
Nachdem sie dann eng aneinander gekuschelt da lagen, flüsterte er ihr zu:
„Amy, ich liebe dich.“
Sie schloss die Augen und hörte diese Worte nur all zu gern, löste sich aber aus seiner Umarmung und sah ihn ernst an:
„Ich liebe dich auch, aber ich weiß immer noch nicht deinen Namen.“
Er lächelte sie an und hauchte ihr einen Kuss auf die Nasenspitze:
„Ich heiße Steven Mayers. Mein Name ist Steven Mayers.“
Amy blieb fast das Herz stehen, denn sie hatte sich in den besten Freund von Mike verliebt und auch mit ihm geschlafen.
Sie wurde ganz blass und drehte sich von ihm weg.
Steven wusste nicht was los war und zog sie an sich:
„Was ist jetzt los?“
Amy fing an zu weinen und kuschelte sich an seine nackte Brust:
„Steven, ich habe einen Fehler gemacht.“
„Was meinst du damit?“
„Ich habe mich in dich verliebt, aber wir dürfen nicht zusammen sein. Jetzt breche ich dir auch noch das Herz.“
Er hielt den Atem an und sein Herz drohte ihm fast zu zerspringen.
„Amy, ist das dein Ernst?“
Sie konnte nur noch nicken:
„Steven ich habe dir gesagt, dass ich einen Freund habe. Ihn aber nicht so liebe, wie es sein sollte. Es ist dein bester Freund Mike.“
Steven verstand sofort was sie meinte, denn Mike hatte von einer Frau gesprochen, die auch Amy hieß und er ließ sie los.
Die Liebe zwischen ihnen durfte nicht sein, denn sie verletzten damit Mike.
Er stand auf und zog sich an.
Die letzten Worte die er noch zu ihr sagte:
„Wir müssen uns wieder trennen. Es tut sehr weh, aber ich kann Mike das nicht antun. Ich werde dich immer lieben, aber du gehörst ihm.“
Dann beugte er sich zu ihr, hauchte ihr noch einen Kuss auf die Stirn und verschwand.


Amy blieb mit gebrochenen Herzen allein zurück.
Das war`s. Die beiden liebten sich und durften es nicht.
Unglücklich weinte sie sich in den Schlaf.


Die Wochen vergingen und der Kontakt zwischen ihnen war abgebrochen. Das war das Beste für Beide, auch wenn sie litten, aber wenn sie sich weiter geschrieben hätten, wären die Wunden in ihren Herzen und ihrer Seele immer größer geworden.

Steven und Amy hatten ein gebrochenes Herz und sie konnten den jeweils anderen nicht vergessen. Doch es war für einen Freund. Für Mike. Aber war das wirklich richtig?

Mike rief Amy jeden Tag an und bemerkte auch ihre Veränderung.
Als er sie darauf ansprach, sagte sie ihm nichts, tat so als sei alles wie immer.
Immer und immer wieder beteuerte sie, dass alles in Ordnung war.
Doch wenn sie ihm das am Telefon sagte, weinte sie ohne Tränen.
Ihr Herz brach von Tag zu Tag mehr und sie konnte die Schmerzen kaum noch ertragen.
Auch das schlechte Gewissen Mike gegenüber nahm immer mehr zu.

Wie sollte sie es jemals sagen, dass sie Steven liebte und nicht ihn.
Es gab einen großen Unterschied, zwischen der Liebe zu Mike und zwischen der zu Steven.

Steven war ihr Leben. Sie liebte auch Mike, aber nur als Freund.

Als Mike sich aber wünschte, dass sie zu ihm kam, wusste sie einfach nicht mehr weiter.
Sie hatte Angst davor, aber Amy versprach ihm zu kommen.

Also nahm sie den nächsten Flug und kam in New York völlig erschöpft an.
Mike wartete schon auf sie und nahm sie freudestrahlend in den Arm, aber er erkannte in ihren Augen diese Traurigkeit.
Sofort wusste er, dass sich etwas geändert hatte.
Aber er versuchte es zu verdrängen.

Ein paar Tage vergingen, aber sie lächelte einfach nicht mehr und Mike wusste einfach nicht mehr weiter.
Darum redete er mit Steven, denn schließlich war er sein bester Freund.
Auch er hatte sich sehr verändert und so war er ihm auch keine große Hilfe.

Trotzdem entschieden sie sich, eine Willkommensparty für Amy zu geben und die sollte in Stevens Haus stattfinden.
Am Abend kamen die Gäste und auch Amy erschien.
Steven sah sie an und ihre Blicke trafen sich. Mike sah es von weitem und kam ins Grübeln.

Die Beiden sahen sich so liebevoll, aber auch hilflos an, dass es ihm weh tat und er ahnte, dass sie sich schon kannten und sich auch liebten. Jeder konnte es sehen.


Die Party war in vollem Gange, als Amy nach draußen ging.
Sie konnte das alles nicht mehr ertragen und ihr Herz zerbrach mehr und mehr.
Da war sie ganz in seiner Nähe und durfte ihn nicht berühren.
Wie sollte sie das aushalten?

Plötzlich spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter.
Langsam drehte sie sich um und sah direkt in Stevens rehbraune Augen.
Eine Träne löste sich bei ihr und sie fing an zu weinen.
Warf sich in seine Arme und hielt ihn fest.
Erst wehrte er sich noch gegen die Umarmung, aber der Damm brach auch bei ihm und er legte seine Arme um sie.
Beide weinten sie und vergaßen, dass sie ja erwischt werden konnten.
Steven redete leise mit ihr:

„Jede Nacht lag ich wach und kämpfte mit mir selbst, nicht an dich zu denken, aber ich träumte jede Nacht von dir. Ich brauche dich, wie die Luft zum atmen. 
Du erkanntest damals meine Trauer, und auch meine Liebe zu dir und du reichtest mir deine Hand, die ich annahm. Wenn ich die letzten Wochen in den Spiegel sah, sah ich nur dich. Ich konnte dann in dein Herz und in deine Seele blicken. Ich weiß, dass es dir genauso geht. Ich spüre es. Amy, ich liebe dich so sehr.“

Amy weinte immer mehr und löste sich aus seinen Armen.
„Ja Steven, du hast recht. Ich liebe dich genauso sehr. Die ganze Zeit habe ich gegen meine Gefühle angekämpft. Jede Minute, jeden Augenblick denke ich an dich und ich habe das Gefühl, ich sterbe mit jedem Moment, an dem du nicht bei mir bist. Wie soll ich denn ohne dich leben.“

Sie sahen sich traurig an und Steven erwiderte:
„Wir dürfen uns nicht lieben. Wir würden Mike damit nur weh tun. Das kann und will ich einfach nicht.“
Sie konnte darauf hin nur nicken, aber dann hörten sie die Stimme von Mike:
„Ich gebe euch meinen Segen.“

In diesem Moment fuhren die Beiden auseinander und sahen Mike an.
Er kam näher und nahm von Beiden die Hände:
„Ich habe alles mit angehört. Ich möchte das ihr glücklich werdet, denn die Liebe die euch verbindet, ist einzigartig und ich will nicht dazwischen stehen. Ihr gehört zusammen. Werdet beide glücklich.“

Wortlos standen die drei da und sahen sich nur an.
Auch wenn Mike sie mit seinen Worten glücklich gemacht hatte, hatte er in diesem Moment seine große Liebe verloren.
An seinen besten Freund, aber wie könnte er dazwischen stehen, dann würde keiner glücklich werden.
Er selbst nicht, weil Amy ihn nicht so liebte, wie er es sich wünschte.
Amy und Steven nicht, weil sie nicht aneinander gehören durften.

Das ist nicht der Sinn der Liebe!

Mike wusste ganz tief in seinem Herzen, dass er sich richtig entschieden hatte. Auch wenn es wehtat. Niemals könnte er mit dem Gedanken leben, dass die Menschen, die er liebte unglücklich waren.

Zumindest blieb die Freundschaft der drei und so konnten Amy und Steven endlich glücklich werden.


Fortsetzung folgt!

© Maya

Broken Heart!…..Part 3

Während der ganzen Aufführung, waren ihre Gedanken bei ihm.
Er war so verletzt und sie litt ohne es zu wollen mit ihm mit. Immer und immer wieder sah sie seine traurigen Augen.
Nach Beendigung des Balletts saßen noch alle zusammen und unterhielten sich.
Sonja kam auf Amy zu und bot ihr an, die ganze Tour mit ihnen mit zumachen.
Amy willigte ein, denn zur Zeit hatte sie kein anderes Angebot.
Mike freute sich und er schawenzelte die ganze Zeit um sie herum.
Aber Amy störte das nicht im geringsten. Sie lächelte einfach nur in sich hinein.
Es war schön, dass sie mit ihm reden konnte.
Mike konnte ernst sein, aber auch komisch und das war in Amy`s Augen eine sehr gute Mischung.
Nach Vertragsabschluss verabschiedete Amy sich und sie ging zurück zum Hotel.
Im Bett lag sie noch eine Weile wach und dachte über den Unbekannten nach.

Am nächsten Morgen wachte sie sehr früh auf.
Das kam ihr aber gelegen, denn sie musste noch packen.
In vier Stunden ging ihr Flug nach L. A. zum nächsten Auftritt.
Sie freute sich schon darauf und bevor sie die Tasche schloss, checkte sie noch ihre E -mails.
Ein wenig hoffte sie doch, dass von ihm eine Nachricht erschien, aber es war nicht an dem.
Seufzend verstaute sie auch ihren Laptop und fuhr dann mit dem Taxi zum Flughafen.
Die Anderen waren schon da und sie wurde freundlich begrüßt.
Amy kam sich vor, als wäre sie schon ewig bei diesen Leuten.
Mike saß im Flieger neben ihr und die Beiden unterhielten sich angeregt.
Zwischenzeitlich hörte sie immer wieder wie Sonja und Natalie sich über Steven unterhielten.
Sie bekam mit, dass es ihm wohl ganz schlecht ging und er zurück nach New York geflogen war.
Das er an dieser Tour nicht mehr teilnahm.
Aber so wirklich interessierte sie es dann doch nicht und darum widmete sie sich wieder dem Gespräch mit Mike.

Zwei Tage vergingen und Mike fing an Amy den Hof zumachen.
Es gefiel ihr und sie glaubte sich in ihn zu verlieben. 
Sie unternahmen sehr viel gemeinsam und zwei Tage später küssten sie sich das erste Mal.
Amy schwebte auf Wolke sieben und so wurden die Beiden ein glückliches Paar.
Die Kollegen freuten sich mit ihnen und keiner hatte ein Problem damit.
So verlief die Tour sehr harmonisch und auch sehr erfolgreich.
Auch ohne Steven Mayers, den eigentlichen Star der Show.

Am heutigen Abend ging es Amy nicht so gut und sie ging allein ins Hotel.
Mike blieb bei den anderen um den Tourplan durch zugehen.
Die Tour war fast zu Ende und er hatte ein wenig Angst davor.
Das hieße er müsste sich einige Zeit von Amy trennen, denn sie hatte schon das nächste Angebot bekommen, welches sie auch annehmen wollte.
Amy kam im Hotel an und öffnete ihre Laptop.
Sie wollte endlich mal ihrer Freundin wieder schreiben.
Solange hatte sie nichts mehr von sich hören lassen.
Als sie in den E- mails nachsah, kam ihr eine Adresse unbekannt vor und sie wurde neugierig.
Wer hatte ihr da wohl geschrieben.
Sie las:

„Hallo,

ich weiß nicht ob du dich noch an mich erinnerst. Du hast mir gesagt, ich kann mit dir reden. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich fühle mich ausgebrannt und leer. Mein Herz ist gebrochen und ich will nur noch sterben. Bitte hilf mir!!!“

Als sie das las, kullerten einige Tränen über ihre Wangen.
Sie wusste ganz genau, von wem diese Mail war und darum antwortete sie ihm ganz schnell.

„Hallo,

rede mit mir. Was liegt dir so schwer auf der Seele, dass du nicht mehr weiter weißt? Ich bin für dich da!
Ganz liebe Grüße Amy.“

Dann schloss sie ihren Laptop und ging ins Bett.
Das war zuviel. Dieser Mann war wieder in ihren Gedanken, obwohl sie versucht hatte ihn zu vergessen.
Irgendwann schlief sie ein und hörte auch Mike nicht mehr ins Zimmer kommen.
Am nächsten Morgen stand sie leise auf um ihn nicht zu wecken.
Sie wollte nachsehen, ob dieser unbekannte Mann geantwortet hatte und tatsächlich hatte er ihr einen ganz langen Brief geschrieben.
Amy las ihn und antwortete ihm darauf.
So vergingen die letzten Tage der Tour und sie bemerkte, dass sie sich von Mike entfernte.
Es war nichts mehr so wie es war, aber sagen konnte sie auch nicht woran es lag.
Mike bemerkte von alle dem nichts und er war glücklich mit ihr.

Der Tag des Abschieds war da und Mike weinte, konnte sich nicht wirklich vorstellen wieder ohne Amy zu sein.
Sie war seine wahre Liebe und sie nahm ihn noch einmal fest in den Arm.
Danach gingen sie wieder ihre eigenen Wege, aber mit dem Versprechen, dass sie bald nach New York zurück kam.

So geschah es das Amy jeden Tag stundenlang mit dem Unbekannten schrieb. Sie wusste immer noch nicht wie er hieß.
Aber Namen hatten keine Bedeutung, denn was die Beiden verband, gab es nur sehr selten.
Sie lachten gemeinsam, unterhielten sich über alles mögliche und waren sich dabei so nah.
Zu nah und das wusste Amy ganz genau, aber sie konnte es nicht verhindern.
Eines Tages kam Amy heim und der Unbekannte stand unerwartet vor ihrer Tür und sie lief ohne nachzudenken auf ihn zu und fiel ihm in die Arme.

Beide hatten sich nicht gesagt, was sie füreinander empfanden, aber ihre Augen sagten das, was sie ihre Herzen fühlten.
Ihre Lippen näherten sich zögerlich, aber als sie sich berührten, gab es keinen Halt mehr und sie küssten sich leidenschaftlich.
Sie hatten sich gefunden und es wurde gerade in diesem Moment ein Band geschmiedet, welches für die Ewigkeit sein sollte.
Als sie sich voneinander lösten, gingen sie Hand in Hand ins Haus und als sie vor ihrer Tür halt machten, drückte er sie an die Tür und küsste sie noch einmal heiß und innig.
Sie war gefangen von ihren Gefühlen und hatte nur noch den Wunsch ihn zu berühren und ihn zu lieben.
Auch ihm ging es nicht anders. Das Feuer wurde entfacht und dem gab es kein Entrinnen mehr.
Die Tür sprang auf und beide stolperten sie in den Flur und er schob die Tür mit dem Fuss zu.
Sie knallte ins Schloss, aber beide störte das nicht mehr.
Leise hauchte er ihr ins Ohr:

„Solange habe ich mich danach gesehnt. In einem Traum hast du mir die Liebe gegeben, nach der ich mich sehnte. Du bringst mein gebrochenes Herz wieder zum schlagen. Bitte Amy rette mein Leben und bleib bei mir.“

Sie konnte nur noch nicken und schon legten sich seine Lippen sanft wieder auf die Ihrigen.

All das was er sich von ihr wünschte, all das und noch viel mehr wollte sie ihm geben.


Fortsetzung folgt!


© Maya

Broken Heart!…..Part 2

Es war ein verregneter Tag in New York vor genau fünf Jahren.
Amy saß in ihrer kleinen Wohnung und das Telefon klingelte.
Sie nahm das Gespräch an und erfuhr von einem neuen Job in London.
Eine Tänzerin war ausgefallen und nun sollte sie in Schwanensee, die Haupttänzerin sein. So wirklich Lust hatte sie dieses Mal nicht, aber es war nun mal ihr Job und sie musste ihren Lebensunterhalt bestreiten.
Nachdem Amy alle Einzelheiten erfahren hatte und das ihr Flug in drei Stunden ging, legte sie auf, ging grummelnd ins Bad und machte sich fertig.
Heute zum ersten Mal verfluchte sie ihren Job, warum musste sie auch ausgerechnet Tänzerin werden.
Aber so war das Leben und sie nahm es trotzdem leicht. Im Bad war sie schnell fertig und dann machte sie sich ans Koffer packen.

Nachdem alles erledigt war, verließ sie ihre Wohnung, fuhr zum Flughafen und checkte ein. Völlig erschöpft schlief sie im Flugzeug ein.

So verging die Zeit sehr schnell und in London angekommen, fuhr sie gleich zur großen Oper, um sich dort mit der Choreographin zu treffen.
Es dauerte eine Weile bis sie diese fand.
Schnell kamen die Beiden ins Gespräch und Amy fand sie sehr nett. Mit ihr hatte sie noch nicht zusammen gearbeitet und kannte sie nur vom Hörensagen. Jedoch war sie sich sicher, dass die Arbeit mit ihr Spass machen würde.
Plötzlich tauchte ein junger Kerl auf. Er schien ein wenig tollpatschig zu sein, denn er blieb an einem Kabel hängen und flog auf die Nase.
Er fiel und trotzdem rief er laut:
„Sonja hast du Steven irgendwo gesehen?“
Sie drehte sich zu ihm und sagte:
„Nein, habe ich nicht. Normalerweise sollte er schon hier sein.“
Amy musste bei dem Anblick lachen, wie er da unten lag und mit dem Armen wedelte.
Sonja ging zu ihm und half ihm hoch und er klopfte sich die Hosen ab.
Die Beiden unterhielten sich über diesen Steven, doch Amy hatte keine Ahnung um wen es ging, darum sah sie sich ein wenig um.
Nach einer Weile rief Sonja sie zu sich.
Mike stand vor ihr und sah sie mit einem bezaubernden Lächeln an.
Amy fand ihn richtig süß.
Er hielt ihr sofort die Hand hin und sagte:
„Hallo, ich bin Mike.“
Sie reichte ihm die Hand, musste aber wieder lachen, weil sie das Bild von eben vor Augen hatte.
Es sah einfach zu komisch aus und sie reichte ihm derweilen die Hand:
„Ich bin Amy. Hallo.“
Die Choreographin stand neben ihnen und sie wollte gerade erklären, wie es nun weiter ging, als ihr Handy klingelte.
Sie nahm das Gespräch an und Amy bemerkte, dass sie sauer war.
Mike zog Grimassen und als Sonja das Gespräch beendete, kam sie näher, erklärte das Steven heute nicht kommen konnte.
Er hatte private Probleme.
Das warf natürlich die ganzen Proben des heutigen Abends um. Das hieß für Amy, dass Mike ihr Partner wurde.
Also fingen sie an zu trainieren und nach zwei Stunden war es perfekt.
Es war ein Höllenspaß, denn um so länger sie mit Mike tanzte, um so lustiger wurde es.
Mike war ihr von vorn herein sehr sympathisch und sie lachten gemeinsam.
Diese Menschen liebte Amy.
Endlich erlöste Sonja die Beiden und sagte ihnen wie zufrieden sie doch sei.
Obwohl Amy noch fragen wollte, wer dieser Steven eigentlich war, ließ sie es doch.
So wichtig war ihr dieser Mann nicht.
Wer weiß was das für einer war, schließlich ließ er seine Leute im Stich.
Sie fand das irgendwie ein wenig egoistisch, weil sie so etwas niemals machen würde.
Egal wie schlecht sie sich an manchen Tagen fühlte, sie zog es durch.
In diesem Moment hatte sie sich schon eine Meinung über Steven gebildet, obwohl sie ihn gar nicht kannte und es war sonst nicht ihre Art. Sie konnte nicht einmal sagen, warum sie so dachte.
Amy war völlig fertig und ging in ihre Kabine.

Nachdem sie sich frisch gemacht hatte, wollte sie noch ein wenig nach draußen.
Sie hatte noch ein paar Stunden Zeit bis das Ballett anfing.
Als sie ihre Jacke übergeworfen hatte, ging sie die langen Flure entlang und entschied sich ein wenig in den Park, der gegenüber lag, zu gehen.
Frische Luft tat ihr gut und so konnte sie noch ein wenig relaxen.
Im Park angekommen, lief sie so vor sich hin und dachte über ihr weiteres Leben nach.
Eigentlich hatte sich ihr Traum erfüllt.
Sie war eine erfolgreiche Tänzerin und war ständig unterwegs.
Aber eines vermisste sie doch.
Amy war immer noch auf der Suche nach der großen Liebe.
Die hatte sie immer noch nicht gefunden, obwohl sie schon 25 Jahre war.
Einen kleinen Hoffnungsschimmer hatte sie noch.
So ganz wollte sie ihren Traum noch nicht aufgeben.
Dieser Gedanke machte sie doch ein wenig traurig.


Niemand war nach Feierabend für sie da.
Niemand nahm sie in den Arm, wenn es ihr doch mal schlecht ging.
Niemand liebte sie so sehr, dass sie vermisst wurde.


Ihre Eltern starben bei einem Unfall und nun war sie schon seit Jahren allein auf weiter Flur.
Trotz allem versuchte sie das beste aus ihrem Leben zu machen.
Sich einfach nicht unterkriegen zu lassen.
Das Leben war viel zu schön, als das sie Trübsal blasen wollte.
Amy hatte viele Freunde und fühlte sich wohl mit dem was sie tat.
Weil sie so in Gedanken versunken war, lief sie einem Mann direkt in die Arme.
Erschrocken blickte sie hoch und stammelte ein Entschuldigung.
Leise kam nur zurück:
„Schon gut. Es ist ja nichts passiert.“
Diese Stimme war so angenehm, dass Amy eine leichte Gänsehaut bekam.
Vorsichtig sah sie nun hoch und blickte in rehbraune Augen.
Sie waren so traurig und Amy schluckte.
Dieser Mann hatte geweint und wie von allein nahm sie ihre Hand und trocknete seine Tränen.
Er schloss seine Augen und dabei kullerte wieder eine Träne über seine Wange.
Als er sie wieder öffnete, blickten sie sich einfach nur an und ihr Herz klopfte ihr bis zum Hals.
Der Mann hatte etwas an sich, was in ihr eine Wärme auslöste, die so unbeschreiblich war.
So etwas hatte sie noch nie gefühlt und das verwirrte sie ein wenig.
Sie fragte ihn leise:
„Geht’s ihnen nicht gut?“
Er schüttelte den Kopf und blickte sie traurig an.
Amy streichelte ihm über die Wange und es schien als kannten sie sich schon eine Ewigkeit.
„Wollen sie darüber reden?“
Sein Brustkorb hob sich leicht und er sagte:
„Da gibt es nicht viel zu reden. Ich habe jemanden verloren.“
„Oh, mein Beileid.“
„Nein, nein. Sie ist nicht gestorben. Ich habe ihr vertraut und sie hat mein Vertrauen missbraucht. Ich dachte wirklich sie wäre meine Freundin. Ich habe sie aus tiefsten Herzen geliebt.“
Amy schluckte ein wenig, denn sie fühlte seine verletzte Seele und sein gebrochenes Herz.
Es tat auch ihr weh, obwohl sie ihn doch gar nicht kannte.
Sie nahm seine Hand und drückte sie leicht.
„Wollen sie mir nicht erzählen, was geschehen ist?“
„Nein, entschuldigen sie, ich brauche selbst noch ein wenig Zeit.“
„Ist okay. Aber wenn sie reden möchten, hier ist meine Visitenkarte. Rufen sie mich an, schreiben sie mir oder kommen sie vorbei. Suchen sie es sich aus. Ich werde dann mal weiter. Ich muss noch arbeiten.“
Sie reichte ihm die Hand und er nahm sie und drückte sie leicht:
„Danke, sie sind wirklich süß.“
Amy schmunzelte und erwiderte darauf:
„Na, da kennen sie mich aber schlecht. Ich kann auch ein Drachen werden und Feuer spucken, wenn es sein muss.“
So kam es das sie das erste Mal sein Lächeln sah.
Seine Grübchen waren sehr gut zu sehen und sie freute sich darüber.
Sie verabschiedeten sich von einander und gingen jeder ihrer Wege, aber sie blickten sich immer wieder um und sahen sich noch einmal an.
Das könnte der Beginn einer wundervollen Freundschaft werden, dachte Amy so bei sich.
Obwohl ihr gerade einfiel, dass sie gar nicht wusste wer er war.
Aber er hatte ihre Karte und wenn er auch so dachte, dann würde er sich schon melden.
Sie ging zurück in die Halle und bereitete sich auf das Ballett vor.

 

Fortsetzung folgt!


© Maya

Broken Heart!……Part 1

Amy stand weinend am Fenster und konnte es einfach nicht in ihren Kopf kriegen.
Sie hatte keine Ahnung wie das Leben nun weiter gehen sollte.
Einfach alles hatte sie vor ein paar Stunden verloren.
Als er durch die Tür ging, hatte er alles zerstört.
Warum hatte er das nur getan?
Warum musste das denn geschehen?
Heute morgen war sie noch die glücklichste Frau auf Erden und nun war für sie das Leben vorbei.
Konnte sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen.
Die Tür fiel ins Schloss und mit diesem Geräusch brach ihr Herz in tausend kleine Stücke.
Mit tränenverschleierten Augen stand sie da und sah aus dem Fenster.
Es war schon dunkel.

Ein Klopfen holte sie in die Realität zurück und wie in Trance ging sie zur Tür und öffnete diese.
Sie blickte in ganz traurige Augen und weinend fiel sie ihm in die Arme.
Schluchzend und zitternd, klammerte sie sich wie eine Ertrinkende an ihm fest.
Er schob sie in die Wohnung zurück, hielt sie und streichelte sanft ihr Haupt um sie ein wenig zu beruhigen.
Auch er schaffte es einfach nicht und es zerriss ihm das Herz.
Er wusste, dass das geschehen würde und er war einfach nur da um Amy Halt zu geben.
In dieser schweren Stunde wollte er sie einfach nicht allein lassen.
Niemand konnte genau sagen wie lange die Beiden dastanden, als Amy sich von ihm löste.
Ihre Augen waren stark gerötet und sagen konnte sie einfach nichts.
Eine Weile standen sie noch da, aber dann konnte Amy nicht mehr.
Sie wollte einfach nur noch weg.
Kopfschüttelnd sah sie ihn an.
Ihr kam es vor, als erstickte sie jeden Moment und darum lief sie ohne nach zudenken aus dem Haus.
Er sah ihr nach, aber folgte ihr nicht.
Amy musste erst einmal zur Ruhe kommen, erst dann konnte er ihr helfen.
Erst wenn sie bereit war, mit ihm darüber zu reden.
Doch ob sie das jemals verstehen konnte, wusste er nicht.
Amy`s Herz wurde auf grausame Weise gebrochen und er wusste nur all zu gut, wie sich das anfühlte.
Denn auch er hatte es durchlebt und er hatte es bis heute noch nicht verwunden.
Das war das schlimmste was einem Liebenden passierte.
Wenn die Liebe vorbei war.

Die Liebe, von der man doch glaubte, dass sie bis ans Lebensende hielt.
Die Liebe, für die man doch so viel aufgab.
Die Liebe, die einem doch mit so viel Wärme erfüllte.

Wenn diese Liebe schwand, war es als starb man Tausende Tode.
Wenn diese Liebe schwand, ging auch ein Teil des Menschen fort.
Man verlor den Glauben an die Liebe.
Man verlor den Glauben an den Menschen, den man doch so sehr vertraut hatte.

Er fühlte mit Amy und er litt Höllenqualen, denn er liebte sie so sehr, dass es auch ihm das Herz brach.
Das alles hätte nicht geschehen brauchen, wenn Amy sich damals nicht gegen ihn entschieden hätte.
Aber Amy entschied sich für einen anderen Mann.
Ihr Herz gehörte einem anderen Mann.
Ihr Herz wurde nun von diesem Mann gebrochen und nichts und niemand konnte es heilen.
Das wusste er nur ganz genau.
Amy liebte bedingungslos und nun wurde es binnen weniger Stunden zerstört.
Seufzend verließ auch er ihre Wohnung und schloss die Tür hinter sich.

Amy lief durch die Straßen von Berlin und weinte leise vor sich hin.
Die Gedanken waren weit fort.
Die Gedanken waren bei dem Mann den sie liebte.
Immer noch, trotzallem was er ihr angetan hatte.
Aber verzeihen konnte sie das nicht.
Es tat viel zu sehr weh.
Niemals hätte sie gedacht, dass er genau das tat, was sie nie verzeihen konnte.
Obwohl er genau die gleiche Erfahrung vor Jahren machen musste und er darunter sehr litt.
Immer und immer wieder hatte sie ihm gesagt, dass das schlimmste ist, was man dem anderen antun konnte.
Und trotzdem hatte er es getan.
Langsam setzte sie einen Schritt vor den anderen und es fiel ihr von Minute zu Minute schwerer.
Ihre Beine fühlten sich wie Blei an und am liebsten wollte sie jetzt sterben.
Mit jedem Schritt, den sie tat, ging sie in die Vergangenheit zurück.
Die Vergangenheit, die so viele schöne Momente verbarg.
Sie wünschte sich in die Zeit zurück.
Diese Zeit war die schönste ihres Lebens und diese würde niemals zurück kehren.
Amy war sehr traurig, aber als sie sich an den Tag erinnerte, als sie ihm zum ersten Mal begegnet war, umspielte ein kleines Lächeln ihre Lippen.


Die erste Begegnung.

Ja, die war schon etwas ganz besonderes, zumal sie nicht wusste, wer er war.
Sie sah ihn an und sie verliebte sich in ihn, ohne es gleich zu bemerken.
Von dem Tag an, geisterte er in ihrem Herzen und in ihrer Seele herum.
Eine innere Stimme sagte ihr, dass sie zusammen gehörten und für einander bestimmt waren.
Doch sie wollte zuerst nicht darauf hören und kämpfte dagegen an.
Was sie heute zugab, ihr Herz schlug von diesem Tag an nur für ihn.
Niemals konnte sie ihn mehr vergessen.
Sein Blick brannte sich in ihr Gedächtnis und sie wehrte sich mit jedem Tag gegen dieses Gefühl, aber es war hoffnungslos.

Bei der ersten Begegnung spürte sie, dass er etwas ganz besonderes war.
Doch am heutigen Abend wünschte sie sich ihm nie begegnet zu sein, denn dann müsste sie jetzt nicht mit einem gebrochenen Herzen leben.
Dann würde sie jetzt nicht diese Höllenqualen durchstehen.
Dann würde sie jetzt lachend und nicht weinend durch die nächtlichen Straßen von Berlin laufen.
Nein, sie wäre sicherlich auf einer Bühne und würde tanzen.
Aber das Tanzen hatte sie für ihn aufgegeben, damit sie immer für ihn da war.
So sehr liebte sie diesen Mann.
Für ihn hatte sie alles aufgegeben.
Sie weinte unaufhörlich, denn der Gedanke an all das schmerzte so sehr.
Mit dem Wissen, dass er sie nicht vermissen würde, lief sie weiter.
Amy wusste, dass sie das Opfer in dieser harten, kalten Welt war und er sie nicht vermisste.
Er hatte sie vergessen und sie war für ihn nicht mehr wichtig.
Darum hatte er sie so sehr verletzt und sie konnte es nicht verstehen.
Das Wissen, dass wenn sie jetzt Abends ins Bett ging, von ihm träumte, morgens allein aufzuwachen, zerriss sie förmlich.
In diesem Moment hielt sie sich ihre Hände vors Gesicht und sackte weinend mitten auf dem Bürgersteig zusammen.
Das alles war für Amy ein Alptraum.
Mit letzter Kraft raffte sie sich auf und ging an ihren Lieblingsort, setzte sich dort auf eine Bank und ging weiter in ihre Vergangenheit zurück.
Amy sah sich um und die Nacht hielt Einzug.
Es waren kaum noch Menschen unterwegs und sie fühlte sich so einsam.
Niemand kümmerte sich um sie und niemand war jetzt da.
Schuld war sie ja auch allein, warum war sie nicht daheim geblieben und hatte mit ihm geredet.
Nein stattdessen lief sie einfach davon.
Aber was hätte das reden genützt, denn schließlich war es ja schon geschehen.
Als sie ihre Augen schloss, fand sie sich auf ihrer Hochzeit wieder.
Es war der schönste Tag in ihrem Leben und er schwor ihr doch die Treue.
Die Treue hielt nicht wirklich lange.
Sie waren gerade zwei Jahre verheiratet und schon hatte er seinen Schwur gebrochen.
Jetzt war sie ohne ihn und wusste nicht mehr weiter.
So sehr sie ihn auch liebte, hasste sie ihn dafür, was er getan hatte.
Vorallem auch noch mit ihrer besten Freundin.
Wie hatte er immer gesagt?
Er konnte sie doch überhaupt nicht ausstehen!
Sie war doch gar nicht sein Typ und dann geht er mit ihr ins Bett?
Warum?
Was hatte sie denn, was Amy nicht hatte?
Was hatte ihn denn dazu getrieben?

Amy fand keine Antworten auf diese Fragen.
Das Einzige was sie jetzt wusste, sie hatte auf einen Schlag zwei Menschen verloren, die sie über alles liebte.
Zwei Menschen die ihr Nahe standen, hatten sie zutiefst verletzt.
Hatten Wunden aufgerissen, die niemals zu heilen waren.
Wie konnten diese Beiden nur so grausam sein?
Warum?

Grübelnd saß sie da und konnte keine Antworten finden.
Die Kälte wurde immer unerträglicher und kroch an ihren Beinen hoch, dass ihr ganzer Körper bebte.
Sie sollte jetzt besser gehen, damit sie sich nicht noch den Tod holte.
Langsam stand sie auf und ging langsam heim.
Es fiel ihr sehr schwer, denn sie wusste, wenn sie dort ankam, war sie allein.
Einsam und allein. 
Die Wohnung war leer und er war nicht mehr da.
Tief durchatmend ging sie dann die Treppen zu ihrer Wohnung hoch und mit zitternden Händen schloss sie die Tür auf.
Es war dunkel als sie diese öffnete und sie ging hinein, stand noch einige Minuten im Flur ohne das Licht an zuschalten.
Müde und geschafft ging sie ins Wohnzimmer und setzte sich aufs Sofa, lehnte den Kopf an und schloss die Augen.
Schon fand sie sich in der Vergangenheit wieder und durchlebte, noch einmal die letzten fünf Jahre.
Jeder einzelne Moment schien ihr, als wäre er real, als wäre sie mittendrin.


Fortsetzung folgt!


© Maya