World Of Written Words.

Die verirrte E-Mail ( Love of my Life ) Part 2/2

Hallo Melina,

warum antwortest du mir nicht mehr, hab ich etwas falsches gesagt? Frage mich doch alles was du möchtest. Ich weiß, es ist seltsam mit einem fremden Menschen zu schreiben, aber es ist auch für mich neu, aber wie gesagt ich vertraue dir. Du kennst doch schon das innerste meiner Seele, du weißt genau was ich fühle, darum hör in dich hinein und bitte lass mich nicht allein.

Dein Jason.


Melina saß nun da und überlegte. Was sollte sie tun? Sie kannte diesen Mann doch gar nicht, wie konnte sie einem Fremden vertrauen? Es könnte doch auch ein Betrüger sein…man hörte ja schon genug…..Seltsamerweise ihr Herz gab ihr alle antworten. Ja, sie vertraute ihm.
Er war ein Mann der seine wahre Liebe suchte.
Die Liebe seines Lebens.
Und außerdem musste sie ihn ja nicht gleich heiraten.
Ein Klick und sie schrieb eine Antwort:

Hallo Jason,

Ja, ich habe Angst, ich kenne dich nicht und weiß fast gar nichts von dir. Warum vertraue ich dir dann so sehr? Ich fühle mich dir nah und kann das nicht erklären. Du hast mich vorhin gefragt, wer ich eigentlich bin. Wie du weißt, heiße ich Melina. Ich lebe in Deutschland, bin Kassiererin in einem Supermarkt und ich glaube an die große Liebe. Leider habe ich die Liebe meines Lebens noch nicht getroffen und bin wieder an Weihnachten allein.

Deine Melina


Nachdem sie ihm zurück geschrieben hatte, wartete sie auf eine Antwort, doch es kam nichts mehr zurück. Enttäuscht ging sie wieder in die Küche um das Essen für morgen vorzubereiten. Einige Stunden vergingen und es kam keine Antwort von Jason.
Die Nacht brach herein und sie ging enttäuscht ins Bett.
War wohl nichts?
Das hatte sie so noch nie getan mit einem Unbekannten zu schreiben und nun war die Enttäuschung doch groß.
Wie sah er wohl aus? Was machte er beruflich und wie lebte er? So viele Fragen waren in ihrem süßen Köpfchen.
Ob sie jemals Antworten darauf bekam?
Müde ging sie dann zu Bett, denn das Warten hatte keinen Sinn mehr.
Schnell schlief sie ein und sie wurde sehr früh wieder wach.
Gähnend setzte sie sich im Bett hin und sagte zu sich selbst:
„Frohe Weihnachten, Melina.“
Dann ging sie schnell duschen und danach frühstücken.
In zwei Stunden kam Anja und da wollte sie soweit mit dem Essen fertig sein, dass sie Zeit für ihre Freundin hatte.

Wie von Zauberhand hatte Melina alles fertig und hatte sogar noch einen Moment Zeit ins Internet zu gehen.
Eine Weile las sie die Neuigkeiten, die es gab, bis sie es nicht mehr aushielt und ihr E-Mailfach öffnete
Vielleicht war ja eine Nachricht Jason da. Natürlich tat sie äußerlich, als wenn ihr das egal wäre, aber innerlich tobte ein Kampf in ihr und sie sehnte sich danach mit ihm zu reden.

Und schon hörte sie:

// Sie haben 1 neue Nachricht.//

Ein Lächeln in ihren Augen erschien und schnell öffnete sie diese:

Hallo Melina,

ich wünsche dir Frohe Weihnachten. Schön das du mir doch schreibst. Entschuldige das ich jetzt erst antworte, aber ich hatte berufliche Verpflichtungen. Wie geht es dir heute? Kannst du lächeln? Was machst du heute schönes? Oh, so viele Fragen auf einmal. Entschuldige, aber ich bin von Natur aus doch sehr neugierig.
Möge Gott dich beschützen.

Dein Jason.


Lächelnd saß sie nun da und gerade als sie antworten wollte, klingelte es an der Tür.
Anja war da und sie musste das Antworten verschieben.
Schweren Herzens öffnete sie ihrer Freundin die Tür und sie drückten sich beide.
Gemeinsam gingen sie ins Wohnzimmer und setzten sich aufs Sofa.
Im Zimmer war es mollig warm und der Tannenbaum leuchtete in den schönsten Farben.
Sie machten sich einen wunderschönen Tag, redeten über Gott und die Welt und die Zeit verging wie im Fluge.
Nach dem Abendessen verabschiedete Anja sich und Melina war ein bisschen traurig. Sie hatte die Zeit genossen und es tat gut nicht allein zu sein. Viele Menschen wünschten sich allein zu sein, aber wenn du das immer bist, ist es nicht mehr so schön, wie sich andere das vorstellen. Die Einsamkeit kann sehr grausam sein.
Als Melina die Tür hinter sich schloss, setzte sie sich sofort an den Computer.
Eigentlich müsste sie die Küche sauber machen, aber sie wollte erst Jason antworten.
Doch sie hörte schon wieder:

// Sie haben 3 neue Nachrichten.//

Ups gleich drei an der Zahl?
Von wem waren die denn alle?
Neugierig sah sie in ihr Postfach.
Sie waren alle drei von Jason.
Na der hatte es aber eilig.
´
Die erste:

Ich bin es noch mal, Melina. Ich habe vergessen zu Fragen, ob du heute an Weihnachten glücklich bist?“

Jason


Die zweite:

Hallo Melina,

oh, du antwortest ja gar nicht. Schade. Ich bin anscheinend aufdringlich. Aber ich fühle mich so einsam und wollte einfach mit dir reden.

Noch mal sorry. Jason.


Die dritte:

Melina??

Bist du eigentlich noch da? Warum antwortest du denn nicht? Magst du mir nicht mehr schreiben? Kannst du mich nicht leiden?
Ach schade eigentlich. Ich fühle mich dir so nahe, obwohl du soweit weg bist.

Ein trauriger Jason in London.


Melina lehnte sich zurück in den Stuhl. Was war nur mit diesem Jason los?
Warum zweifelte er denn immer gleich? Sie hatte doch einfach nur keine Zeit. Aber damit er endlich wieder von ihr hörte, antwortete sie ihm. Wie konnte sie ihn noch länger warten lassen.

Hallo Jason,

da bin ich wieder. Entschuldige ich hatte Besuch. Natürlich möchte ich mit dir schreiben. Also ich wünsche dir erst einmal Frohe Weihnachten. Zweitens ich bin glücklich am heutigen Tag. Drittens ich mag dich, obwohl ich nicht weiß wer du bist. Ist mir auch egal. Viertens. Sage mir doch warum du dich einsam fühlst. Du hast doch bestimmt auch Freunde. Die müssten doch bei dir sein.

Melina.


Es dauerte keine zehn Minuten da kam auch schon die Antwort.
Jason schien am Computer festgenagelt zu sein und einfach auf ihre Mails zu warten.
Denn prompt kam die Antwort und sie las:

Hi Melina, meine Kleine,

ups ich werde wohl jetzt doch zu persönlich. Ich freue mich das du glücklich bist. Wenn du glücklich bist, bin ich es auch. Ich bin allein. Ja ich wollte es so. Meine Ehe ist am Ende, obwohl ich so viele Jahre um sie gekämpft habe, hat Mary die Scheidung eingereicht. Und nun bin ich einsam und allein. Du bist die Einzige, die mit mir Kontakt hat.

Jason


Diese Worte machten sie sehr traurig und ihr Herz weinte mit ihm.
Ohne es zu Wollen verliebte sie sich in Jason und merkte es noch nicht einmal.

Ein letztes Mal für diesen Abend antwortete sie:

Hallo Jason,

es tut mir leid, dass deine Ehe nicht mehr zu retten ist, aber vielleicht ist sie ja doch nicht die Liebe deines Lebens gewesen. Dann kannst du immer noch hoffen sie zu finden. Und vor allem auch wieder glücklich werden. Lass den Kopf nicht hängen. Du bist nicht allein. Wenn du reden möchtest, schreibe mir doch einfach. Ich höre dir zu, auch wenn es nur per E-Mail ist. Du bist nicht allein.

Deine Melina.

PS: Du wirst nicht zu persönlich. Ich wünsche dir eine gute Nacht.
Bye.


Dann schickte sie diese Nachricht ab und ging zu Bett.
Melina war sehr aufgewühlt, denn Jason hatte binnen kürzester Zeit sich in ihr Herz geschlichen. Jeder Gedanke galt ihm.
Sie litt mit ihm und sie hoffte inständig das er wieder glücklich wurde.
Unruhig schlief sie ein und am nächsten Morgen mochte sie nicht aufstehen.
Blieb einfach bis Mittag im Bett liegen und dachte über die letzten zwei Tage nach.
Was eine verirrte E-Mail so alles anrichtete.
Konnte man auf diesem Wege auch die Liebe seines Lebens finden?
Jetzt wurde sie neugierig, ob er wieder geantwortet hatte.
Noch im Nachthemd setzte sie sich an den Computer und tatsächlich hörte sie auch gleich wieder:

// Sie haben 1 neue Nachricht.//

Schnell hatte sie diese geöffnet und sie freute sich, dass sie von ihm war.
Er hatte sie nicht vergessen.

Hallo Melina – Maus,

ich wünsche dir einen schönen Tag und ich danke dir für deine Worte. Es ist schön zu wissen, dass du für mich da bist. Du bist für mich in den letzten beiden Tagen etwas ganz besonderes geworden und ich wünsche mir vom ganzen Herzen, dass der Kontakt niemals abbrechen wird.
Leider habe ich erst heute Abend wieder Zeit, weil ich zu einer Weihnachts-Gala muss. Aber ich freu mich dann darauf, wenn ich heimkomme, eine Nachricht von dir vorzufinden.

Dein Jason


Melina´s Herz schlug ihr bis zum Hals.
Er wartete auf eine Nachricht von ihr, was sie doch ein wenig glücklich machte.
Schnell antwortete sie ihm:

Hallo Jason,

Ich wünsche dir auch einen schönen Tag und ich freu mich wieder was von dir zu hören. Du bist mir auch schon ans Herz gewachsen. Ich freue mich auf heute Abend und genieße die Gala. Sie wird dir gut tun.

Bye deine Melina.


Nachdenklich ging sie ins Bad und schüttelte mit dem Kopf. Das war doch alles verrückt. Irgendwie. Aber jeder einzelne Gedanke an Jason, ließ sie mehr und mehr lächeln.

Die Tage und Wochen vergingen und die beiden schrieben sich regelmäßig.
Erzählten sich ihre Wünsche und Träume und Melina fühlte sich sehr wohl.
Sie blühte regelrecht auf, lachte viel und ihre Kollegen bekamen ihre Veränderungen auch mit.
Anja sagte ihr es direkt auf den Kopf zu, dass sie verliebt war. Erst stritt Melina alles ab. Jedoch hatte es keinen Sinn, denn Anja kannte ihre Freundin zu gut. Nur jemand, der verliebt ist, strahlt soviel Wärme und Glück aus. So gab Melina sich geschlagen und erzählte ihr von Jason.

Der Tag verging schnell und heute wollte sie Jason erzählen, dass sie einen Urlaub in London plante
Mal sehen wie er darauf reagierte.
Zuhause angekommen, setzte sie sich gleich an den Computer.
Die letzte Mail von Jason war gestern und sie hatte noch nicht darauf geantwortet.
Hoffentlich war er nicht sauer auf sie.
Darum schrieb sie mit flinken Fingern:

Hallo Jason,

entschuldige bitte, dass ich dir gestern nicht geantwortet habe, aber ich bin erst spät nach Hause gekommen.
Na ja du weißt ja selbst wie das ist. Und ich war hundemüde.
Aber keine Sorge ich habe dich nicht vergessen. Wie könnte ich auch. Nimm es mir bitte nicht übel.
Aber jetzt mal was ganz anderes.
In zwei Monaten fliege ich nach London.
Na was sagst du ist das eine Überraschung?
Dann können wir uns doch endlich mal treffen und uns in den Arm nehmen. Sooft haben wir schon davon gesprochen, dass wir uns sehen wollen.
Ich hoffe du freust dich auch auf ein baldiges Sehen.
Ich zumindest bin schon sehr aufgeregt.
So jetzt muss ich aber in die Falle, und ich denke du schläfst auch schon.

Küsschen deine Melina.


Erst als sie die Mail abgeschickt hatte, sah sie das sie ihm ein Küsschen mit auf die Reise geschickt hatte.
Hoffentlich nahm Jason das nicht so ernst, denn schließlich soll er nicht denken, dass sie etwas von ihm wollte.
Um Gottes Willen, was hatte sie nur getan?
Hatte sie jetzt damit alles zerstört?
Nein das konnte und wollte sie sich dann doch nicht vorstellen, schließlich war das doch nur ein Küsschen.
Und unter Freunden verteilt man doch Küsschen.
Aufgeregt ihn bald persönlich kennen zulernen, ging sie ins Bett und schlief dann auch ein.
Träumte von ihm und dem ersten Treffen mit ihm.
Es war ein sehr schöner Traum und sie lächelte im Schlaf.
Wenn dieser sich doch erfüllen würde, dann wäre sie die glücklichste Frau auf Erden.
Denn mittlerweile wusste sie:

Jason war die Liebe ihres Lebens und wenn sie mit ihm nicht zusammen kam, wollte sie niemals einen anderen gehören.

Am nächsten Morgen wachte Melina glücklich auf.
Noch acht Wochen dann sah sie endlich Jason. Sie liebte ihn so sehr und gestand sich das endlich auch selbst ein. Mit schnellen Schritten lief sie an ihren Computer und schaltete ihn an.
Im E-Mail Account war keine Antwort von ihm, was sie sehr wunderte.
Immer hatte er geantwortet, aber auf ihre letzte, kam noch nichts.
Sie verstand es nicht, schob aber seine Arbeit vor, denn sie wusste ja auch, dass er Manager einer großen Bank war und viel zu tun hatte.
Darum ging sie zur Arbeit und ließ sich nichts anmerken.

Die Tage und Wochen vergingen und es kam keine Antwort von Jason.
Jeden Abend weinte Melina sich in den Schlaf.
Wollte er sie denn nicht sehen?
Hatte sie sich so in ihn getäuscht?
Oder lag es an dem Küsschen, welches sie ihm geschickt hatte?
Alles was sie sich erträumt hatte, zerplatzte in diesen Wochen wie eine Seifenblase.

Nun stand der Tag der Reise vor der Tür und Melina ließ sich von ihrer Freundin zum Flughafen bringen. Trotz allem wollte sie nach London. Ihren Urlaub hatte sie sich verdient und auch wenn sie Jason niemals begegnete, sie fühlte sich ihm dort näher. An ihrer Liebe zu ihm hatte sich nichts geändert.
Sie flog nach London mit dem Wissen, dass sie Jason dort nicht traf, wie sie sich es eigentlich erhofft hatte und ihr Herz brach immer mehr.
Der Flug verging sehr schnell. Im Hotel angekommen, packte sie erst einmal die Sachen aus und machte sich frisch.
Danach beschloss sie einen Stadtbummel zumachen und alles zu erkunden, schließlich war sie zum ersten Mal hier.
Sie versuchte das Beste daraus zumachen. Soweit es zumindest ging, denn jeder Gedanke galt Jason.
Automatisch sah sie jeden Tag nach, ob sie eine Nachricht von ihm hatte.
Sie hatte die Hoffnung noch nicht aufgegeben.
Ihr Herz wollte es nicht, obwohl ihr Verstand sagte, dass das Warten keinen Sinn machte.
Jason wollte nichts mehr mit ihr zu tun haben.
Mit diesem Wissen stand sie jeden Morgen auf und ging abends zu Bett. Jede Nacht weinte sie sich in den Schlaf. Nie hätte sie gedacht, dass Liebe so weh tun konnte.

Für den nächsten Tag nahm sie sich vor auf den Wochenmarkt zugehen und mit diesem Vorhaben schlief sie dann auch unter Tränen ein.

Am nächsten Morgen setzte sie auch ihr Vorhaben um und ging gleich auf den Markt. Sie schlenderte über diesen und an einigen Ständen machte sie halt um sich noch ein paar Andenken zu kaufen.
Plötzlich prallte sie dort mit einem Mann zusammen und als sie sich bückte um ihre Tasche aufzuheben, knallte sie auch noch mit dem Kopf gegen seinen.
Beide sagten sie zur gleichen Zeit.
„Aua.“ Dann sahen sie sich an und sie blickte in rehbraune Augen.
Ihr Herz blieb fast stehen. Sie hatte das Gefühl diesen Mann zu kennen. Diese bekannte Wärme in ihr erwachte wieder. Konnte das wirklich war sein oder war das nur Wunschdenken?
War das Jason?
Er lächelte sie an und gab ihr zur Entschuldigung die Hand.
Länger als es eigentlich üblich war, hielten sie sich fest um sich dann räuspernd und verlegen zu lösen.
Jason lud Melina zum Essen ein, um sich noch einmal zu entschuldigen.
Schüchtern willigte sie ein und sie gingen essen.
Im Restaurant stellte sie sich vor und Jasons Augen weiteten sich.
War sie die Frau mit der er geschrieben hatte? Konnte das wirklich sein?
Nein unmöglich. Schließlich gab es doch mehr Melina´s auf der Welt, als die Eine. Seine Melina konnte das nicht sein. Sie hatte doch einfach aufgehört zu schreiben.
Über Belangloses Zeug unterhielten sich die beiden und trotzdem fühlte sich Melina sehr wohl.
Nach dem Essen brachte er sie zurück ins Hotel und sie verabschiedeten sich voneinander.
Im Zimmer atmete sie erst einmal tief durch. Es war ein seltsamer Abend aber zugleich auch ein sehr schöner. Sie öffnete ihren Laptop, denn sie wollte Anja eine Nachricht schreiben. Ihr ein wenig von London zu erzählen.
Plötzlich erklang wieder:

// Sie haben eine 1 Nachricht.//

Neugierig schaute sie nach und sie war von Jason:

„Hallo Melina,

bin zwar in Eile, aber ich habe solange nichts mehr von dir gehört und das macht mich sehr traurig. Schade eigentlich, weil ich doch dachte wir sind Freunde. Ach ich wollte dir nur noch sagen, dass ich die Liebe meines Lebens gefunden habe. Und das heute. Vielleicht kann ich sie dir bald mal vorstellen.

Dein Jason.


Melina weinte die bitterlichsten Tränen. Anscheinend war es doch nicht Jason gewesen, mit dem sie vorhin gegessen hatte, darum antwortete sie gleich um sich von ihm zu verabschieden.

Hallo Jason,

eigentlich hatte ich dir geschrieben und nie eine Antwort bekommen. Leider, ich habe mich wohl getäuscht. In mir, in dir und in meinen Gefühlen. Na ja macht nichts. Ich bin jetzt in London, werde aber morgen wieder nach hause fliegen. Hier hält mich nichts mehr. Eigentlich wollte ich dich endlich treffen, aber es ist besser wenn wir uns nicht wieder sehen. Ich wünsche dir mit der Liebe deines Lebens alles Glück dieser Welt.

Deine Melina. ( vergiss mich einfach)


Danach schloss sie ihre E-mails und ging noch mal in die Lobby um ihren Flug für morgen zu buchen. Morgen früh um neun verließ sie die Stadt und die Liebe ihres Lebens. Weinend ging sie auf ihr Zimmer und legte sich zu Bett. Noch in der Nacht stand sie auf um ihre Sachen einzupacken, verließ danach das Hotel und schlenderte noch ein wenig durch die nächtlichen Straßen von London.
Als ihr die Füße dann wehtaten, ging sie zurück und legte sich noch ein wenig hin. Morgens dann fuhr sie mit dem Taxi zum Flughafen und setzte sich dort in die Wartehalle und beobachtete die Menschen um sich herum.... und schluckte.
Jason, oder der Mann, den sie gestern traf, lief herum und rief ganz laut ihren Namen. Immer und immer wieder hörte sie nur ihren Namen:

„Melina... Melina“

Sie bewegte sich keinen Millimeter und hoffte das er sie nicht sah. Er hatte die Liebe seines Lebens gefunden und sie konnte es zu diesem Zeitpunkt nicht ertragen. Zu sehr schmerzte ihr Herz.
Plötzlich sah sie ihm ins Gesicht. Er hatte sie entdeckt und ihre Blicke hafteten aneinander. Kaum merklich schüttelte sie mit dem Kopf und er verstand es. Dabei nickte er und eine Träne bahnte sich einen Weg über seine Wange. Ihr Flug wurde aufgerufen. Sie stand auf und kehrte ihm den Rücken und ging einfach fort, ohne sich noch einmal herum zudrehen. Melina weinte leise vor sich hin, als sie eincheckte und Jason begriff das alles nicht. Er stand einfach nur da und hörte, das der Flieger gleich abhob. Er hatte sie verloren. Was er nicht wusste, Melina war nicht eingestiegen und ging langsam auf ihn zu. Jason stand mit dem Rücken zu ihr und hatte sie nicht bemerkt, als er die leisen Worte hörte:

„Hallo Unbekannter.“

Sofort drehte er sich um und sie sahen sich an. Leise sagte auch er:

„Hallo Unbekannte.“

Leicht lächelte sie und auch er lächelte, aber beide sagten kein Wort mehr. Bis Jason zu reden begann:

„Melina, warum hast du mir nicht mehr geschrieben. Ich habe dich so vermisst.“

Er weinte und sie nahm sein Gesicht in ihre Hände.
Weinend antwortete sie ihm:
„Aber ich habe dir doch geschrieben. Du hast nicht geantwortet.“
Ihnen wurde klar, dass sich eine ihrer Mails wieder verirrt hatte, und wahrscheinlich an jemand anderes ging. Plötzlich kniete Jason vor ihr nieder:

„Hallo Unbekannte,

wir haben uns sooft über die Liebe unterhalten und gestern habe ich dir geschrieben, dass ich die Liebe meines Lebens gefunden habe. Es ist nicht erst seit gestern, denn als du mir geantwortet hast. Ich meine damals, da wusste ich das du es bist. Du bist die Liebe meines Lebens. Willst du mich heiraten?“


Sprachlos stand Melina da. Er liebte sie auch. Genauso sehr wie sie ihn liebte. Weil sie nicht antwortete, wurde er ungeduldig:
„Nun sag doch endlich was. Ich liebe dich so sehr.“
Sie kniete sich auch zu ihm herunter:
„Ich liebe dich auch, du Esel. Ich dachte du willst mich nicht.“
„Ich dich nicht wollen. Du Dummchen. Du bist die Einzige die ich will.“
„Dann will ich deine Frau werden.“
Sie hielten sich ganz fest in den Armen und weinten vor Glück.
Nach einer Ewigkeit standen sie auf und gingen dann Arm in Arm heim.

So war es den beiden ergangen. Nur durch eine verirrte E-Mail hatten Jason und Melina sich kennen gelernt.
Und somit die Liebe ihres Lebens gefunden.
Die Beiden wurden sehr glücklich und nach ihrer Hochzeit gründeten sie eine Familie. Und wenn Jason unterwegs war und sie allein mit den Kindern zurück blieb, schrieben sie sich E-Mails, aber keine davon verirrte sich mehr. Das Schicksal hatte die Beiden zusammengeführt und nichts sollte sie mehr trennen.

The End

© Maya

Die verirrte E-Mail ( Love of my Life ) Part 1/2

Der Wecker klingelte unaufhörlich und Melina schlug ihn nach Minuten K.O. Sie hatte überhaupt keine Lust aufzustehen. Vieles hatte sich in den letzten Tagen geändert. Ihr Freund hatte die Beziehung beendet, weil sie ihm nicht geben konnte, was er von ihr wollte. Sie wollte sich nur dem „Einen“ hingeben, wo sie sich sicher war, dass es das ganze Leben hielt.
Melina hatte ihre Vorstellungen, wie der Mann ihrer Träume war, nur leider war ihr dieser noch nicht über den Weg gelaufen.

Mühselig raffte sie sich aus dem Bett und schwang ihre müden Knochen ins Bad um ihre Lebensgeister mit einer kalten Dusche wiederzuerwecken.
Als sie in den Spiegel blickte, schüttelte sie traurig mit dem Kopf. Ihre Augen waren verweint und Blässe zierte ihre hübsches Gesicht. Melina war eine schöne junge Frau, lange schwarze Haare und fast schwarze Augen. Ihre Cappuchino farbene Haut rundete das Bild ab.
Doch ihr war es egal wie sie aussah und der Mann, der ihr Herz gewinnen sollte, sollte nicht nur nach dem Aussehen gehen. Ihr war es wichtig, dass er ihr ins Herz sah, sie liebte wie sie war.

Nachdem sie dann endlich geduscht hatte, ging sie in die Küche und frühstückte. Dabei hörte sie leise Musik und wie jeden Morgen verließ sie Punkt acht Uhr das Haus um ihren Job im Supermarkt anzutreten. Ihr Platz war dort die Kasse und jeden Tag zog sie acht oder auch mehr Stunden die Waren übers Band und musste sich das Gerede und Gemecker der Kunden anhören.
Tag ein Tag aus derselbe Trott und irgendwie wollte Melina aus diesem Trott raus.

Ihre Kollegin, Anja, wartete schon an der Straßenecke auf sie und strahlte sie an. Sie verbrachten viel Zeit miteinander und so wurden die langen Abende manchmal nicht so einsam und jetzt wo sie wieder allein war, war es gut eine so liebe Freundin um sich zuhaben.

Gemeinsam gingen sie zur Arbeit und waren kurz vor acht uhr an ihrem Arbeitsplatz. Es war schon wieder der Teufel los, obwohl sie noch gar nicht geöffnet hatten, stürmten die Massen herein. Es war kurz vor Weihnachten und Melina hatte immer das Gefühl, wenn es auf Feiertage zuging, dass die Menschen einkauften, als würden sie verhungern, nur weil vielleicht ein, zwei Tage kein Geschäft geöffnet hatte.

Heute war es wirklich ganz schlimm, so das Melina es noch nicht einmal schaffte eine Pause zumachen. Als endlich Feierabend war, fragte Anja sie ob sie ausgehen sollten, aber Melina lehnte dankend ab. Sie wollte einfach nur noch nach hause und ihre Füße hochlegen. Vielleicht ein bisschen im Internet surfen und ein paar E-mails an ihre Freunde schreiben.

Anja war ein wenig enttäuscht, aber akzeptierte es. Endlich war Feierabend und zu hause angekommen, warf Melina ihre Sachen achtlos in die Ecke und ließ sich ein heißes Bad ein. Sie entspannte sich allmählich und nachdem sie sich besser fühlte räumte sie ein wenig ihre kleine Wohnung auf. Als auch das geschafft war, nahm sie sich einen heißen Kaffee und setzte sich an ihren Laptop. Endlich entspannen und den Tag hinter sich lassen, dachte sie bei sich.
Sie öffnete ihre Lieblingsseiten im Netz, las hier und da und als ihre Augen schwer wurden, beschloss sie ins Bett zu gehen, aber was war das?

Eine E-Mail!

Als sie nachsah, wunderte sie sich. Den Absender kannte sie nicht. Erst überlegte sie, ob sie die öffnen sollte, aber die Neugierde siegte dann doch.


Liebe meines Lebens!

Liebe meines Lebens, du hast mich verletzt
Du hast mir das Herz gebrochen und jetzt lässt du mich alleine

Liebe meines Lebens. Kannst du das nicht sehen?

Bring es zurück, bring es zurück, nimm es mir nicht weg,
denn du weißt nicht, was mir das bedeutet

Liebe meines Lebens, verlass mich nicht.
Du hast mir mein Herz genommen. Jetzt verlässt du mich.

Liebe meines Lebens. Kannst du das nicht sehen?
Bring es zurück, bring es zurück. Nimm es mir nicht weg, denn du weißt nicht
was mir das bedeutet.

Du wirst dich erinnern, wenn das hier alles vorbei ist.
Wenn ich älter geworden bin, werde ich da sein.
An deiner Seite um dich zu erinnern, dass ich dich noch liebe... (Ich liebe dich noch)
Komm zurück und
bitte bring es zu mir nach Hause, denn du weißt nicht, was mir das bedeutet...

Liebe meines Lebens...

Dein dich immer liebender J.



Mit diesen Worten endete diese Mail und Melina saß einfach nur da. Tränchen kullerten ihr über ihre Wangen. Das war so schön, aber so unsagbar traurig, dass es in ihrem Herzen wehtat. Dieser „J“ schien diese Person sehr zu lieben…..

Sollte sie auf diese Mail antworten? Sie war ja nicht für sie bestimmt. Aber sollte dieser „J“ nicht wissen, dass diese Worte nicht bei der Person angekommen waren, der sie galten?

Unschlüssig saß sie da, sprang auf, holte sich noch einen Kaffee und seufzte. Was war denn jetzt richtig und für einen Moment hielt sie inne und hörte in sich hinein. Ihr Herz gab wies ihr den Weg.


Lieber Unbekannter,

ich weiß zwar nicht, wen du meinst, aber wenn der oder diejenige das liest, glaube ich das deine Liebe erhört wird, und du nicht mehr lange unglücklich bist. Das wünsche ich dir von ganzem Herzen.

Die Unbekannte.



Ein Klick und die Mail war unterwegs. Eine Weile starrte Melina noch auf den Bildschirm. Schlüssig war sie sich nicht, ob es richtig war, aber nun konnte sie es nicht mehr ändern.
Nachdem sie sich wieder ein wenig beruhigt hatte, schaltete sie den Laptop aus und ging zu Bett. Sie schloss ihre Augen und träumte von einem Mann, ohne Gesicht. Er hielt sie in den Armen und sie fühlte sich geliebt. Ob da draußen wirklich ein Mann existierte, der sie lieben konnte, wie sie war?

In den nächsten Tagen kam keine Reaktion auf ihre Mail und sie hoffte, dass die Beiden sich wieder gefunden hatten und einfach nur glücklich waren. In Gedanken war sie oft bei „J“ und drückte die Daumen.

Heute hatte sie nach langem frei und so beschloss sie ein paar Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Schon allein dieser Gedanke sich ins Gewühl stürzen zu müssen, ließ ihre Laune in den Keller sinken. Sie hasste es, aber es musste nun mal sein. Auch sie brauchte ein paar Dinge, auch wenn sie allein war, aber von Luft und Liebe konnte sie nicht leben und in ihrem Fall war es ja nur Luft.

Endlich hatte sie sich in ihren dicken Wintersachen eingemummelt und als sie vor die Tür trat, schneite es. Das brachte sie ein wenig zum lächeln. Es war nicht oft, dass hier Weihnachten schneite. In jedem Geschäft, in welches sie ging, spielten sie Weihnachtsmusik und nach dem dritten Laden, war sie unglücklich und traurig, weil ihr immer mehr bewusst wurde, dass sie am Fest der Liebe wieder einmal allein war. Darum beschloss sie nach Hause zu gehen, das wichtigste hatte sie und den Rest konnte sie dann in ihrem Supermarkt einkaufen. Einen Tag musste sie noch arbeiten und dann hatte sie endlich Urlaub.
Mühsam trug sie ihren Einkauf in ihre Wohnung und stellte diesen im Flur ab. Eines wusste sie jetzt schon. Niemand bekam sie heute mehr vor die Tür. Ihre Füsse waren eiskalt, ihre Nase rot gefroren und ihre Stimmung auch nicht die Beste. In der Küche verstaute sie dann alles und als sie das erledigt hatte und ins Wohnzimmer ging, stand der ungeschmückte Tannenbaum direkt vor ihrer Nase. Eigentlich wollte sie heute die Kugeln und Lichter anbringen, aber die Lust war wie weggeblasen und schließlich war morgen ja auch noch ein Tag.

Darum nahm sie ihren Laptop, setzte sich aufs Sofa und las die News, dabei schweifte aber ihr Blick immer wieder zum Tannenbaum. Irgendwie störte es sie, dass er noch nicht fertig war. Also raffte sie sich auf und begann ihn zu schmücken. Jedoch der E-Mail Ton lenkte sie wieder ab und mit Herzklopfen sah sie nach, von wem sie eine E-Mail hatte. Und tatsächlich, es war eine Mail von diesem unbekannten Absender da.
Nervös und mit zitternden Händen öffnete sie und las:



Hallo Unbekannte,

ich danke dir für deine liebe Mail. Leider hat die Person, die sie bekommen sollte, nicht so reagiert wie du. Aber ich weiß jetzt das irgendwo auf dieser großen weiten Welt eine Person gibt, die diese Kleinigkeiten noch zu schätzen weiß. Schade, dass meine Liebe des Lebens meine Botschaft nicht verstanden hat, sondern nur eine Unbekannte.

Liebe Grüße J.



Als Melina dieses las, hatte die ein merkwürdiges Gefühl der Vertrautheit in sich. Es stimmte sie traurig, dass es nicht geklappt hatte mit den Beiden. Seltsamerweise riet ihr Herz ihm wieder zu antworten und schnell tat sie es.


Hallo J,

habe gerade deine Mail bekommen und sie macht mich traurig. Aber glaube mir. Wenn sie die Liebe deines Lebens ist, wird sie deine Botschaft annehmen und zu dir zurück kehren. Du darfst nur nicht aufhören zu hoffen.

Die Unbekannte


Diesmal zögerte sie nicht und schickte die Mail gleich ab.
Danach widmete sie sich wieder dem Baum und als er in allen Farben schimmerte, ging es Melina richtig gut und sie stand einfach nur davor und lächelte.

Plötzlich hörte sie:

// Sie haben eine neue Nachricht.//

Neugierig wie sie war, setzte sie sich gleich wieder an den Computer und öffnete sie.
Sie musste zugeben, dass sie sich freute, dass der Unbekannte, so schnell zurück geschrieben hatte.

Hallo Unbekannte,

entschuldige das ich dir schon wieder schreibe, aber ich habe das Gefühl ich kann dir vertrauen. Glaubst du wirklich an die Liebe deines Lebens? Gibt es sie denn wirklich? Oder ist es nur ein Wunschdenken von den Menschen. Wird die wahre Liebe immer erwidert?

Dein J. (Ich hoffe ich darf das so sagen?)


Melina schmunzelte ein wenig und es machte ihr richtig Spaß und sie antwortete darauf.

Hallo J,

du darfst es zu mir sagen. Es ist komisch. Ich vertraue dir auch. Wir kennen uns gar nicht, aber du redest mit mir über die Liebe. Du fragst mich ob ich daran glaube? Natürlich glaube ich daran. Ich habe sie zwar auch noch nicht gefunden, aber ich gebe die Hoffnung nie auf. Selbstverständlich wird die wahre Liebe erwidert. Da gibt es keine Zweifel. Glaube fest daran. Und wenn sie es ist, der du das geschrieben hast, dann kommt sie zu dir zurück.

Deine Unbekannte.


Ein Klick und sie war abgeschickt.
Sehnsüchtig wartete sie nun auf eine Antwort von ihm.
Und es dauerte auch nicht lang.

Hallo meine Unbekannte,

ich wollte dir nur sagen. Ich glaube auch an die wahre Liebe, aber ob sie diejenige ist, weiß ich mittlerweile auch nicht mehr. Wir haben uns auseinander gelebt und ich fühle dieses Kribbeln nicht mehr. Ständig haben wir Streit und beide sind wir nicht mehr glücklich. Ist das auch wahre Liebe?

Dein J.


Nachdem sie das gelesen hatte, war Melina in Gedanken versunken und grübelte.
Sollte sie ihm noch einmal darauf antworten?
War das nicht zu persönlich?
Wer war dieser J. denn eigentlich?
Sie entschied sich jetzt nicht zu antworten und schaltete den Laptop aus.
Danach bereitete sie sich was zu Essen vor und setzte sich aufs Sofa um sich einen Film anzusehen.
Aber welchen?
Die Auswahl im TV war nicht wirklich groß und sie konnte sich einfach nicht entscheiden.
Letzten Endes blieb sie bei „Dirty Dancing“ hängen, den sie schon zigmal gesehen hatte.
Aber während des gesamten Filmes starrte sie immer wieder auf ihren Laptop.
Innerlich war sie zerrissen.
Dieser Unbekannte hatte etwas an sich, was sie magisch anzog.
Unbegreiflich konnte man etwa Gefühle zu Jemanden entwickeln, den man nur per E-mail kannte? Konnte so etwas passieren?


Ihr Herz antwortete mit „Ja“ aber ihr Verstand ließ sie es sich noch nicht selbst eingestehen. Wieder versuchte sie sich auf den Film zu konzentrieren und als dieser endete ging sie ins Bett. Sie schlief sehr unruhig und am nächsten Morgen bekam sie die Quittung und verschlief. Als sie erwachte, erschrak sie und so schnell ihre Beine sie tragen konnte, machte sie sich fertig und lief zur Arbeit. Ihr Chef sah sie strafend an. Wie konnte sie denn verschlafen? Ausgerechnet wenn es kurz vor Weihnachten war. Melina entschuldigte sich mehrmals bei ihm und ging an ihre Arbeit. Die Stunden vergingen heute seltsamerweise wie im Flug. Der letzte Ansturm bevor die Kassen sich für ein paar Tage schlossen und das kam ihr auch ganz gelegen. Sie hatte so viel zu tun, dass sie nicht einmal an diesen Unbekannten J. dachte.

Nach Feierabend saßen die Kollegen noch auf einen gemeinsamen Umtrunk zusammen und als sie sich verabschiedeten, atmete Melina durch. Endlich Urlaub!

Zuhause konnte sie es dann doch nicht mehr aushalten. Noch keine zwei Minuten in der Tür, schaltete sie ihren Laptop an, bevor sie sich auszog.

Im Flur hörte sie schon:

//Sie haben zwei neue Nachrichten!//

Melina sah nach und beide waren von J. dem Unbekannten.


Die erste:

Hallo Unbekannte,

du antwortest ja gar nicht mehr. Bin ich dir zu Nahe getreten? Warte auf Antwort von dir.

Dein J.


Die zweite:

Hallo Unbekannte,

ich warte immer noch auf Antwort von dir. Seit ich mit dir schreibe, gehst du mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich fühle mich sehr allein und jetzt wo Weihnachten ist, ist es sehr schlimm für mich. Ach ist ja auch egal. Falls du mir noch schreiben möchtest. Ich heiße Jason.

Alles Liebe Jason.



Nachdenklich saß Melina da und starrte auf die E-Mails. Jason also hieß er. Sie mochte diesen Namen. Immer und immer wieder las sie seine Nachrichten. Sollte sie ihm wirklich antworten?

Konnte ja eigentlich nicht schaden. Sie war ja auch an Weihnachten allein und konnte diese Einsamkeit, die Jason spürte, nachempfinden. Sie schrieb einfach drauf los:

Hallo Jason.

Entschuldige, ich hatte Zweifel, ob ich dir antworten soll. Aber ich bin auch allein an Weihnachten, also werde ich dir wieder schreiben, wenn du möchtest. Vielleicht hast du ja Lust, mir etwas von dir zuerzählen. Ich heiße übrigens Melina.

Bye, bis zum nächsten Mal



Als sie die Nachricht abgeschickt hatte, ging sie in die Küche um den Entenbraten vorzubereiten. Morgen kam ihre Freundin Anja zu Besuch und so war sie nicht ganz allein über die Feiertage und sie freute sie auf ihre Freundin. Als sie in der Küche werkelte, hörte sie:

// Du hast eine 1 neue Nachricht.//

Schwupps war sie wieder an ihrem Computer und öffnete die Mail. Natürlich war sie von Jason. Er schien schon auf Antwort gewartet zu haben.

Hallo Melina,

du hast einen schönen Namen. Wo lebst du? Wie alt bist du? Entschuldige, ich weiß man sollte eine Lady nicht nach dem Alter fragen. Also, tut mir leid. Aber ich bin ein sehr neugieriger Mensch. Wie du ja schon weißt, ich heiße Jason, bin 35 Jahre und lebe in London. Wenn du mehr wissen möchtest, frag mich einfach.

Dein Jason


Melina wurde es ganz warm ums Herz, als sie die Mail las. Sie konnte es sich nicht erklären, aber sie fühlte sich ihm so nahe, dass war ein unbeschreibliches Gefühl. Aber was sollte sie ihm antworten?
Verwirrt und zugleich sehr nachdenklich ging sie zurück in die Küche und ließ die Antwort erst mal sein. Nach einer Stunde hörte sie erneut:

// Sie haben 1 neue Nachricht!//

Ihr Herz klopfte an die Wände ihrer Brust. Schmetterlinge erwachten in ihrem Bauch und ihre Wangen glühten. Was war das nur? Unschlüssig stand sie nun da. Wenn sie diese öffnete, wie ging es denn weiter?

Wie?

Fortsetzung folgt!

© Maya

Why not me?

Die Menschen sehen einfach zu wenig in die Herzen anderer. Manchmal kann man so viel Schmerz in ihnen Herzen entdecken, dass man selbst diesen fühlt. Schmerzen, die durch die Liebe ausgelöst wurde. Schmerzen, die manchmal bis ans Lebensende bleiben und nur eine Person könnte diese Schmerzen nehmen. Der Mensch, der in das Herz blicken kann und die Liebe zurück bringt. Ich weiß nicht wie viele gebrochene Herzen es auf der Welt gibt, aber ich denke es vergeht nicht ein Tag, wo nicht irgendwo ein Herz bricht.

So auch Tessas Herz, welches in Millionen Teile gebrochen war. Sie hatte nur davon geträumt geliebt zu werden. Jemand an ihrer Seite zu haben, der für sie da war, sie akzeptierte wie sie war und sie niemals allein ließ. Manchmal glaubte sie nicht mehr daran, dass sich ein Mann für sie interessieren könnte. Tessa hatte nicht mehr viel Selbstvertrauen. Dieses wurde ihr über die Jahre mehr und mehr, von Männern geraubt, die meinten sie beherrschen zu müssen.

Doch eines Abends lernte sie IHN kennen und war verloren. Die Liebe klopfte an ihre Herzenstür. Jedoch wollte sie es für sich erst nicht wahr haben. Nie hätte sie geglaubt, dass er sich für sie interessieren könnte und hatte Angst davor, dass ihr Herz wieder gebrochen werden könnte. All die Wochen hatte sie nun gegen ihre Gefühle angekämpft, weil sie glaubte, nicht gut genug für ihn zu sein. Er hätte jede haben können und diese Gedanken machten es nicht einfacher. Jedoch brach er eines Abends das Eis als sie gemeinsam aßen.

Er redete mit ihr und alles um sie herum drehte sich. War es nur ein schöner Traum oder doch die Realität?
In den ersten Wochen war sie vorsichtig und immer ein bisschen nervös wenn sie mit ihm sprach. Das legte sich aber mit der Zeit und er gewann ihr Vertrauen. Sie erzählte ihm viel von sich. Sie standen Seite an Seite und kämpften gemeinsam, wenn es Schwierigkeiten gab. Tessa fühlte sich beschützt und ihre Gefühle wuchsen für ihn mehr und mehr. Für sie war er der Mann, den sie sich immer erträumt hatte.
Er zeigte ihr, dass auch sie etwas besonderes war und eines Tages offenbarte sie ihm, dass sie ihn liebte. Auch er hegte Gefühle für sie und die Beziehung vertiefte sich mehr und mehr. Niemals hätte Tessa gedacht, dass es einmal enden würde.

Nachts wenn sie im Bett lag und ihre Augen schloss, war er bei ihr. Sie fühlte seine Anwesenheit und wenn ihr mal nach weinen war, trocknete er ihre Tränen. Sie ließ sich bei ihm fallen, hatte keine Angst, dass er sie nicht auffing und sie schenkte ihm ihr Herz.

Oftmals dachte sie über die Zukunft nach und dann lächelte sie. Tessa erzählte es ihm, konnte ihre Träume und Wünsche nicht für sich behalten. Alles wollte sie mit ihm teilen und er lächelte. Ja, sie war sich sicher, dass nichts und niemand sie mehr trennen würde. Das er der Richtige war. Bis….

Der Herbst war ins Land gezogen und die Luft hatte sich abgekühlt. Tessa lief durch die abendlichen Straßen und schlang ihre Arme um ihren Körper, damit ihr ein bisschen wärmer wurde. Aber nichts konnte ihr Herz mehr wärmen.
Seit Wochen hatte sie nichts mehr von ihm gehört. Abrupt brach der Kontakt ab. Er kam nicht mehr zu ihren verabredeten Dates. Wann immer sie versuchte, ihn zu erreichen, nahm er nicht ab und reagiert nicht. Nie kam ein Rückruf von ihm und nun war sie allein.

Allein!
Was bedeutete allein?
Wir können viele Menschen um uns herum haben, aber trotzdem fühlen wir uns allein. Einsam!
Denn wenn unser Herz die Liebe, des einen Menschen, verliert, ist man einsam. Kann nicht mehr atmen und möchte manchmal einfach nur noch sterben. Es fühlt sich so leer in uns an, dass man nicht weiß, wie man den Tag überstehen soll. Wie man die kalten, einsamen Nächte hinter sich bringen kann. Immer nur eine Frage im Herzen und Kopf.

Warum nicht ich?

Tessa wusste nicht warum. Hatte sie etwas falsch gemacht? Sie fand keine Antwort darauf. Oft weinte sie sich in den Schlaf und sehnte sich nach seiner Nähe und Wärme.

Heute war auch wieder so ein Tag an dem alles schief lief. Tessa konnte sich selbst nicht leiden und immer wenn was daneben ging, fing sie an zu weinen.

Warum war er nur gegangen?
Warum ohne ein einziges Wort?
Was hatte sie ihm getan?
War alles nur ein nettes Spiel für ihn?

Sie vermisste ihn so sehr, dass es nur wehtat und nichts und niemand konnte ihr den Schmerz nehmen. Als sie zu hause ankam, war die Wohnung leer und sie ging durch die Räume. Immer in Gedanken. Seufzend ging sie an diesem Abend ins Bett.
Die Schatten der Nacht hüllten sie ein und Tessa fing in Gedanken an einen Brief an ihn zu schreiben:

“Hey Jason,

Ich weiß einfach nicht, was mit uns passiert ist. Ich verstehe die ganze Welt nicht mehr. Ich liebe dich so unendlich und frage mich, die ganze Zeit, was habe ich getan, dass du nicht mit mir redest?
Mein Herz ist in Millionen kleine Stücke gebrochen und es weint die ganze Zeit.
Sag mir doch einfach warum nicht ich?
Weißt du denn nicht, wie sehr ich dich brauche und wie sehr ich dich vermisse?
Sag mir doch einfach warum nicht ich?
Mein Herz und meine Seele sind bei dir. Die Liebe will einfach nicht enden.
Sag mir doch einfach warum nicht ich.
Ich möchte dich lieben und immer für dich da sein. Dir Kraft in schweren Zeiten geben, möchte an deiner Seite kämpfen.
Sag mir doch einfach warum nicht ich.
Wenn ich meine Augen schließe, sehe ich dich und wenn ich sie öffne bist du immer noch hier.
Sag mir doch einfach warum nicht ich.

Die Tränen liefen heiß an ihren Wangen herunter, während sie schlief. Ihr Herz hörte man immer mehr brechen und niemand war da, um die Scherben aufzuheben.

Am nächsten Morgen sah die Welt nicht besser aus und Tessa wollte nicht aufstehen. Die Nacht hatte ihre Spuren hinterlassen. Ihre Augen waren rotgeweint und ihr Kopf tat weh. So konnte sie doch nicht zur Arbeit gehen. Tessa entschied sich heute frei zu nehmen. Nach dem Frühstück zog sie sich warm an und lief einfach durch die Stadt. Jedoch sah sie irgendetwas dort. Es schien als blickte sie durch die Menschen hindurch. Mit den Gedanken weit fort, schrieb sie den Brief weiter:


“Ich wollte dich auffangen, wenn du fällst. Ich fühle dich immer noch bei mir hier.
Sag mir doch warum nicht ich?
Was hat alles zerstört?
Wusstest du eigentlich wirklich, wie viel du mir bedeutet hast?
Sag mir doch warum nicht ich?
Ich hatte immer das Gefühl, wir waren füreinander bestimmt.
Sag mir doch warum nicht ich?
Vermisst du mich eigentlich? Denkst du einmal darüber nach, wie es mir geht? Oder hast du mich schon vergessen?
Sag mir doch warum nicht ich?
Bis heute weiß ich nicht was ich falsch gemacht habe und ich wünschte, ich wüsste es.
Sag mir doch warum nicht ich?
Du bist alles was ich brauche. Du bist die Luft die ich zum Atmen brauche.
Sag mir doch warum nicht ich?”

Wieder waren ein paar Zeilen fertig und Tessa entschloss sich diese Zeilen nachher nieder zuschreiben und ihm diesen Brief zu schicken.
Als sie heim kam, nahm sie Zettel und Stift und setzte sich an den Schreibtisch. Doch nicht ein Wort kam heraus. Tessa konnte diese Worte nicht aufs Papier schreiben. Sie waren in ihrem Kopf, in ihrem Herzen und vor allem diese eine Frage:

WARUM NICHT ICH?

Weitere Wochen vergingen und noch immer hatte Tessa diesen Brief nicht geschrieben. Nach außen war sie wie immer. Niemand sah es ihr an, dass sie litt. Sie konnte es gut verstecken, versuchte das Beste aus ihrem Leben zu machen. Ohne ihn! Jedoch ihr wunderschönes Lächeln war versiegt und kam nie wieder zu Tage.

Die Jahre waren vergangen und Tessa war sehr alt geworden. Noch immer existierte dieser Brief in ihren Gedanken. All die Zeit war sie allein geblieben und es kam der Tag an dem sie diese Welt verlassen musste. Der Brief, wurde nie von ihr geschrieben und abgeschickt, sie trug ihn in ihrem Herzen und nahm ihn mit sich, ohne das er ihn je gelesen hatte.

Die Antwort auf die Frage

Warum nicht ich?

blieb ein Geheimnis.

Tessa lebte all die Jahre mit einem gebrochenen Herzen. Für sie war er der Einzige. Ihre große Liebe und egal was in ihrem Leben alles geschehen war. Ihn hatte sie nie aufgehört zu lieben.
So einige Männer hatten es versucht, aber sie hatten ihr nicht ins Herz gesehen. Wenn sie es getan hätten, wer weiß, vielleicht hätte einer von ihnen, ihr Herz retten können.

Denn dieses war verloren. Auf ewig. Nur weil der Mann, den sie so sehr liebte, es nicht gesehen hatte und diese Liebe weggeworfen hatte.

Diese Liebesgeschichte hatte kein Happy end, und Tessa war mit gebrochenen Herzen und der einen Frage in ihrem Herzen gestorben. Warum nicht ich?

Dieses Schicksal kann uns alle ereilen, ob Mann oder Frau. Wir sollten nie vergessen, wir haben alle ein Herz und es kann gebrochen werden. Wenn wir in das Herz eines Menschen sehen, können wir soviel Schönheit und auch Schmerz erblicken, aber auch den Menschen besser verstehen und ein verwundetes Herz heilen! Und wenn irgendjemand wirklich in Tessa´s Herz gesehen hätte, wäre sie vielleicht eines Tages doch noch glücklich geworden.

© Maya

Dankeschön / Thank you!

Wir möchten uns bei allen Lesern, die uns täglich so zahlreich besuchen, bedanken. Ihr habt diese Seite so groß gemacht, wie wir es nie erwartet hätten. Danke das ihr unsere geschriebenen Worte mögt und auch ein Danke schön für die vielen Kommentare.

Zu den Kommentaren möchten wir noch etwas in eigener Sache sagen. Da es jetzt schon einige Male vorgekommen ist, dass nicht nur zum Geschriebenen etwas gesagt wurde, möchten wir euch bitten, wenn ihr eine persönliche Nachricht an einen von uns habt, nutzt doch bitte oben den Kontakt dafür.

Wir wünschen allen unseren Lesern ein Frohes Osterfest und wunderschöne Feiertage mit Familie und Freunden und hoffen dass ihr weiterhin unsere Seite besucht und Spass beim lesen habt!


Thank you!

We want to say a very big thank you to all our readers from all around the world, who visit our page daily. You all made our page so big like we never expected it. Thanks from the bottom of our heart that you like our written words and thanks for the nice comments.

To the comments we want to say something concerning personal matters. It is already happen a few times, that someone wrote something what have nothing to do with the poems or stories. If you have a personal message to one of us, please use the contact button above. Thanks for this.

We wish all of you Happy Easter and a wonderful time with your families and friends and hope you will go on visit us and have fun while reading.

Friendly Regards
Shani Ajmera and Maya

Lesson!

Like every day Jeff was sitting on the bench in the little park of this town. Since years he was going to that place and just he knew why he did it.
Jeff was now an old man and he thought a lot about his life and with every breath he took, he was missing something. Someone.
A young man was also always there. He knew this old man already a few years. They became friends. It was like he became a grandpa and called him like this. They talked about everything, but he also did not know, what was going on in Jeff's heart. He just saw his sad eyes. They cried without to lose any tear. He kept them inside.

When this young man got up in this morning, only one thought was in his mind. It was time to ask him, what makes this old man so sad, that he never talked about it.
And he did. They were sitting together on the bench and looked into the sky.
“Grandpa, can I ask you something?”
“Sure, my son. Ask me whatever you want!”
Silence!
How should he ask him and he was searching for the right words. The grandpa already knew what was working in his mind and ask back:
“Are you in love?”
The young man blushed and smiled.
“Yes, I am!”
“Did you ever tell her, that you love her?”
“Yes, I do sometimes, but not much. Whenever I see into her eyes I fall in love with her again and again and will never let her go”
“Sometimes it´s not enough. Never stop to talk about your feelings. If you do it, you will maybe lose the best in life what you ever had. Trust me in this!”

His words were going deep into the heart of the young man and suddenly he saw that the grandpa was crying. The first time after so many years, he could see his tears.
“Grandpa, I know there is something, what makes you sad and feeling alone in this world. You have asked me, so I ask you now too. Are you in love?”
“Yes, my son. I am!”
“And where is she? I never saw her with you!”
“You will never see her with me. I lost her, because I made the biggest mistake, you ever can make in life.”
His words came out very silent and filled with so much sadness that he could drown into it.
This young man did not ask anything anymore and was just sitting there and looked at this old man, wanted to give him time to talk about it.
It took a while, but then the old man was speaking to him:

“Good my son, I will tell you why I asked and said it to you. It is a long time ago. I would say a lifetime. I was very young and was going through life with hope in my heart. And one day, it was summer and I was with my friends on the beach, I saw her. She was much younger than me, but so beautiful. She looked like an Angel and it was like the world stopped turning. My heart was beating very fast and the butterflies, which were still sleeping inside me, became awake.
She smiled and I was lost. I could not escape and just looked at her. When she recognized me, she smiled and said short “Hi” and I was brave. Was going to her and said “Hello.”

Jeff made a break and smiled. When he thought about this moment he felt on one side so happy, but the dark side, which came faster, than he wanted, made him break every day again. This moment could not make him feel alive after all the years anymore.
Every year he tried to be strong. to keep this memory inside, that he not lose his self, but the time did it. This young man waited patiently, that he tell him more and a few minutes later he talked further.

“Yes, she was a beauty and I knew, she is the woman I want to marry. This is the woman I want to share my life with. And we met each other a lot in the next weeks and when I looked into her eyes, I knew she loves me, like I love her. We became a couple and I don’t know how it came, but one day we talked about marriage and all. She was so happy and took me into her arms and said with so much love in her eyes, that she loves me.
I did not answer her back, just kissed her. I thought in this moment she knows that I love her too.”

Again silence, but the young man did not know yet, where was the secret behind the deep sadness inside Jeff. This sounded very beautiful. Two people who loved each other, who wanted to marry. Was this not a reason to be happy?

He wanted to ask, but Jeff was faster:
“I know you still don’t understand, but I will tell you. We wanted to marry. Weeks were running, we already lived together and everything was wonderful. We never had big arguments or big problems. It was like it should be in my eyes. I was wrong, then I have forgotten the most important thing in life. Talking. Talking about feelings and what is going on inside. This is one of the keys for happiness and love. Sharing feelings with each other is also important in a relationship.
Katharina, this was her name, never complained, that I did not say “I love you”. And I was blindly, not to see, that it made her sad, that she was missing something. I should have known, that I made a mistake.
You should say sometimes, what you feel for the one you love. I always expected from her, that she understands me. How could I have been so stupid?
We did not marry. One day, when I woke up, I found a letter. When I took this into my hand, I saw, that she must have cried while writing this. Every word she wrote broke my heart and it was screaming inside me “Please come back to me, I love you”. But it was too late.
She knew that I love her, but she also needed to hear it sometimes. She explained me, that she can not always just think, that it is like this and it would have been also a wonderful feeling to look into my eyes and to hear the words from me.
She was gone and I was alone. I wasn´t angry at her. She has opened my eyes. I tried everything to find her back. But there were no chance and from this time, I never talked with her, could never look into her beautiful eyes. I miss her soft voice. When she embraced me, I was in heaven and with her by my side I felt complete. She was my second half. Now I´m surrounded by darkness and don’t find a way out from this. Just the wonderful moments with her together keeps me alive. Otherwise I would not be here anymore. I almost have no strength anymore and just god knows, why he taught me this lesson. Maybe to tell other about this, not to make the same mistake I did years ago. I don’t know it and I don’t want to know it anymore. The only thing I know, that I have lost my life, when she stepped out of the door and did not come back to me.”

The old man did not say anything anymore. He was much into thoughts and was missing her like hell.
“Grandpa? Where is she?”
“I don’t know, my son. I tried to find her a long time…Almost 20 years I was searching after her. Every hint I got, I used for this, but everything was lost.”
“Do you know, where she is living now?”
“No, the last what I got to know, that she was in Toronto and I heard that she wanted to get married…someone with the name “Miller”.
The young man had something in his mind, but did not say anything about it and just listen to Jeff.
“So my son, now you know why I said to you, you should never hide your feelings. We should always tell the people, who we love, what we feel for them. We should not say, we also can say it tomorrow or the next time we meet. Then it can be too late. No matter what kind of reason, but maybe this person is not there anymore. You will regret it your entire life that you did not say, “I love you” or ask yourself, why did I not say it earlier? Why did I wait so long for this? And the answer is, because you don’t think about it, that you could lose this person.”

After his words he left the bench. The young man was still sitting there and thought about everything. And he admitted that he also thinks sometimes like this. I can call her later and tell her, that I love her.
Actually this needs just a few minutes. A little call or letter. Just few words to each other and it will fill your heart with love, hope and warmth, which you need to go through life with a smile.
Yes, of course people know it and feel that there are people who love them, but it is really so hard to speak it out?
With all this thoughts he was going home and the first what he did, he took his girl-friend into his arms and told her that he loves her and this his whole life and nothing and no one can change it and in this moment he saw a wonderful beauty in her eyes, he never saw before and he was thankful, that grandpa told him this. After that he called his parents too and said, I love you both”. It felt good inside to say it and it made him smile. He learned for life. It was a lesson, he will never forget.

After all, he wanted to find out more about this woman, who was living in grandpa's heart and he started this journey without to tell anyone about it. It was not easy, but after two weeks he found out, that she was still living in this town and he was driving to her. When she opened the door, he knew what this old man meant, when he said that she looks like an Angel.
But the first what he recognized, was the same sadness into her eyes.
They talked for a while and the young man could hear the love for him in her words. She still loved him, like he did and she never got married, because just Jeff was living in her heart and no one else could take the place.

Two days later, the young man and Katharina were going to the park and they saw Jeff sitting on the bench looking into the sky.
Katharina looked at him and a smile was seen in her face. Yes, he has not changed in all the years and she walked very slowly to him. Jeff suddenly felt a warmth he was missing the whole years and looked around. Saw her and could not believe, that she was here. Here with him. He got up and when she was standing infront of him, they looked into each other eyes. It seemed the time was standing still. The were surrounded by magic, which they felt in these minutes. The world stopped turning and the tears he kept the whole time, were running over his cheeks.
For a while they just stood there, but then he took her hand very softly, looked into her eyes and spoke out, what he already should have said years ago:

I love you, Katharina!

Her heart was missing a beat and she smiled. Finally he said the words, she was waiting for all the time. Katharina touched his cheek, kissed him very softly and whispered:

“I love you too, Jeff!”

This young man was happy to see them and turned around to go.
Jeff and Katharina were happy and had each other back. Just 3 words, which he could not say years back and have seperated them, changed their lives now in happiness and love.

The end!

© Maya

It´s over now!…..Part 10

Eine Stunde später saßen sie alle im Wagen und fuhren Richtung Flughafen.
Jeannie hatte mit Chrissy einen furchtbaren Streit, weil sie nicht zurück zu Thomas wollte.
Jeannie hatte ihr gar nichts erzählt, nur das es an der Zeit war, mit ihm zu reden und ihm seine Tochter vorzustellen.
Ihre Freundin setzte ihr letzten Endes die Pistole auf die Brust, indem sie ihr sagte, dass sie sonst Thomas, die Wahrheit über Samira erzählen würde. Das wollte Chrissy dann auch nicht und nun waren sie auf dem Weg zu ihm.
Doch sie redeten kein Wort mehr miteinander. Auch später im Flieger nicht mehr.
In den Staaten angekommen wurde Chrissy Angst und Bange. Samira hatte sie auf dem Arm und sie gingen zum Taxi. Als sie die Adresse von Thomas sagte, sah der Fahrer sie verwundert an und sagte nur:
„Auch so eine verrückte, die sich den Millionär angeln will, oder?“
„Nein, bin ich nicht. Fahren sie einfach.“
Vor dem Haus angekommen, stieg sie aus. Die Wachmänner erkannten Chrissy und ließen sie passieren. Der Eine nickte dem anderen nur zu und der andere sagte lächelnd:
„Dann wollen wir mal hoffen, dass wir unseren alten Boss nun wieder zurück bekommen.“
Als sie die Stufen des Hauses hoch ging, zitterte sie am ganzen Körper. Jeannie und Johnnie folgten ihr in einer kleinen Entfernung. Vor der Tür drehte sie sich zu den beiden um und schüttelte den Kopf.
„Ich kann das nicht!“
„Doch du kannst!“, sagte Jeannie sehr bestimmt und ernst.
Ganz langsam hob sie die Hand und drückte auf die Klingel. Thomas rief Sunny und dieser eilte zur Tür. Als er öffnete, kamen ihm die Tränen und er zog, Chrissy in den Arm.
„Danke, das du gekommen bist.“
Chrissy verstand nicht warum Sunny weinte und sah ihn fragend an.
„Was ist passiert?“
„Komm erst mal rein. Ich erzähle es dir gleich.“
Gemeinsam gingen sie alle in die Küche und Chrissy fragte nach Thomas,
„Der ist im Garten.“, sagte Sunny sehr leise.
„Warum kommt er nicht her?“
„Komm.“
Sunny nahm sie an die Hand und sie gingen aus der Küche und er zeigte zur Terrassentür. Chrissy blieb fast das Herz stehen.
„Was ist passiert? Warum sitzt er im Rollstuhl? Hatte er einen Unfall?“
Das Herz schlug ihr bis zum Hals und sie konnte ihre Tränen nicht mehr aufhalten. Es brach ihr das Herz ihn so zusehen.
„Beruhige dich Kleines.“
Sunny erzählte ihr von der Operation und das Thomas resigniert hatte, nachdem sie fort war.
Was keiner mitbekam, dass Samira sich auf den Weg nach draußen machte. Sie krabbelte plappernd vor sich hin und war im Garten angekommen. Thomas bekam es erst gar nicht mit, erst als sie an ihm vorbei war, sah er den kleinen Engel.
„Wer bist du denn?“
Samira sah ihn an und strahlte. Ihm ging das Herz auf, aber es kamen ihm auch gleichzeitig die Tränen. Er hatte sich auch so sehr eine Tochter gewünscht. Er beobachtete die Kleine und musste mit ansehen, wie sie sich immer mehr dem Swimmingpool näherte.
Die anderen saßen in der Küche und versuchten Chrissy zu beruhigen. Als sie Thomas schreienhörten, suchte Chrissy nach Samira.
„Sagt mal wo ist Samira.“
Alle sprangen sie auf und suchten sie. Chrissy konnte es nicht glauben, was sie sah, ihre Tochter war kurz davor in den Pool zu fallen.
„Samira!“
Sie lief los, aber es war unmöglich so schnell bei ihr zu sein. Thomas sein Puls raste und ohne nachzudenken, sprang er aus dem Rollstuhl auf und lief zu der Kleinen, bekam sie gerade noch an der Hose zu greifen und zog sie an sich ran.
„Das war aber knapp.“
Die beiden saßen im Rasen und Thomas hielt die Kleine fest an sich gedrückt.
Chrissy rannte zu ihnen und weinend, nahm sie ihre Tochter in den Arm.
„Samira, mach das nie wieder hörst du? Du kannst Mama doch nicht so einen Schrecken einjagen.“
Ungläubig sah Thomas, Chrissy an.
„Du?“
„Ja ich!“
Sunny, Jeannie und Johnnie blieben in der Tür zur Terrasse stehen und beobachteten die drei.
„Thomas, warum?“ sprudelte diese Frage aus ihr heraus.
Er senkte den Blick und sie konnte seine Tränen sehen.
Leise sagte er:
„Ich schwöre, ich habe dich niemals betrogen.“
„Aber warum hast du mir nichts von der Operation gesagt?“
„Weil ich der Meinung war, du hast einen besseren Mann verdient. Wir haben uns immer Kinder gewünscht und es hieß, nach der Operation, könnte ich gelähmt sein und auch keine Kinder mehr zeugen. Oder gar sterben. Ich wollte nicht, dass du das mit ansiehst. Ich wollte doch das du glücklich bist.“
Sie boxte ihn auf die Brust.
„Mr., du bist so ein Idiot! Hast du dich einmal gefragt, was ich will? Wie oft soll ich dir noch sagen, dass du nicht über meinen Kopf entscheiden sollst, was ich verdiene und was nicht. Du gibst mir alles was ich brauche. Deine Liebe. Mehr will ich doch gar nicht!“
„Ich weiß, ich bin dumm. Es tut mir leid. Aber es ist zu spät nicht wahr?“
„Was meinst du, Thomas?“
Er deutete auf Samira.
„Deine Tochter. Es sieht so aus, als hättest du dein Glück gefunden.“
Chrissy lächelte und streichelte sanft über seine Wange.

„Mein Glück habe ich vor vielen Jahren gefunden. In meinem Leben gab es immer nur einen Mann.
Den Vater meiner Tochter.
Ich liebe ihn mehr als mein Leben und nichts und niemand kann das ändern. Egal was er manchmal für ein Idiot ist. Er ist alles was ich zum leben brauche. Er zaubert mir immer ein Lächeln auf die Lippen. Er trocknet immer meine Tränen. Er zaubert Wärme in mein Herz. Er hat immer diese Magie in seinen Augen, wenn er mich ansieht. Nur was ich nicht weiß, liebt er mich genauso?“

Thomas kam ihr ganz nahe und sie spürte seinen Atem in ihrem Gesicht.
“Oh ja das tut er. Mehr als sein eigenes Leben.“
Ihre Lippen näherten sich und sie küssten sich ganz sanft. All die Liebe und Wärme kehrte in ihre Herzen zurück. Einige Zeit verstrich und sie sahen sich nur an. Sunny kam dazu und half Thomas auf. Auch wenn er laufen konnte, noch war er zu schwach sich selbst auf den Beinen zu halten.

10 Jahre später:

„Mama, Mama! Papa kommt nach Hause! Können wir mit ihm Playstation spielen?“
„Nein Mike, könnt ihr nicht. Erst gibt es Abendessen!“
Die Tür ging auf und Thomas kam lächelnd von seiner Reise heim. Er ging zu Chrissy und nahm sie in die Arme.
„Ich habe dich vermisst Schatz. Schade das du dieses Mal nicht mit konntest.“
Liebevoll strich er über ihren dicken Bauch und sie lächelte.
„Lass erst mal die Zwillinge da sein. Aber schön das du wieder zu Hause bist. Übrigens Johnnie und Jeannie kommen am Wochenende. Ist das okay?“
„Ja sicher. Aber sage mir bitte erst mal wie es dir geht.“
„Schatz wenn du da bist geht es mir immer gut.“
Samira und Mike standen daneben und rollten mit den Augen. Ob sie bald mal fertig waren mit dem Flirten.
„Papa, wir wollen mit dir spielen!“
Gespielt ernst sah Chrissy die Kinder an. Diese hoben die Hände und sagten:
„Schon gut Mama wir haben verstanden. Erst essen.“
„Fein, dann muss ich ja nichts mehr sagen.“
Die Kinder gingen vor und Thomas nahm seine Chrissy an die Hand und folgten ihnen.

Sie waren eine glückliche Familie und die Trennung hatte sie noch näher zueinander gebracht. Ihre Herzen waren mit dem Band der Liebe eingehüllt und sie wuchs von Tag zu Tag. Thomas und Chrissy hatten gelernt, dass man auf das Herz hören sollte und die Liebe nicht aussperren sollte, nur dann wird alles gut auch wenn es manchmal etwas länger dauert.
Am Ende siegt die Liebe, weil sie das größte Geschenk Gottes ist. Nichts und niemand kann die Liebe zerstören, wenn beide bereit sind dafür zu kämpfen.

The End


© Maya

It´s over now!….Part 9

Chrissy saß im Flieger und weinte sich die Augen aus dem Kopf.
In London angekommen, fuhr sie zu Jeannie und erzählte ihr alles.
Diese versprach ihr zu helfen, wo sie konnte.
Am nächsten Morgen ging sie in die Kanzlei und fragte ihren alten Boss, nach der Stelle.
Sie bekam sie und sie versuchte ein neues Leben zu beginnen. Aber jeden Abend weinte sie sich in den Schlaf. Thomas zuvergessen war nicht leicht, denn er war in ihrem Herzen und sie konnte ihn einfach nicht daraus verbannen.

Zwei Monate später.

Die Scheidung war durch und es wurde öffentlich dass die Ehe zwischen Chrissy und Thomas gescheitert war.
Was aber niemand erfuhr, als Chrissy fort ging, trug sie sein Kind unter dem Herzen.
Ihr Bauch wuchs von Tag zu Tag. Und sie konnte die ersten Bewegungen ihres Babys spüren.
Sie weinte noch sehr oft. Und immer noch fragte sie sich, warum er sie mit seiner Ex-Frau betrogen hatte. Dass, das eine Lüge war, konnte sie ja nicht ahnen.
Jane hatte ihr damals gesagt, niemand wusste genau, ob es nur ein Gerücht war oder die Wahrheit.

Es war ein Gerücht.

Seine Ex-Frau selbst hatte es in die Welt gesetzt, um die Ehe der beiden zu zerstören.
Sie war eifersüchtig und gönnte Thomas nichts Gutes.
Aber dieses Gerücht kam ihm gelegen.
Er trug drei Monate eine schwere Last auf den Schultern. Seine Rückenprobleme waren sehr stark und er war beim Arzt. Dieser sagte ihm, dass eine Operation nötig war und es war ein schwerer Eingriff. Niemand konnte voraussagen, ob er im Rollstuhl landen, oder sogar beim Eingriff sterben würde.
Diesen Kummer wollte er seiner Chrissy ersparen. Sie wünschte sich Kinder, diese konnte er ihr dann nicht mehr schenken. Er würde zum Pflegefall werden und das wollte er ihr nicht antun. Sie hatte einen Mann verdient, der Kinder zeugen konnte, sie auf Händen tragen konnte, und nicht einen Mann, der ihr nur Kummer bereitete.
Sunny hatte noch mehrmals versucht ihn umzustimmen. Er sollte mit Chrissy reden, aber Thomas blieb stur, was das betraf.
Nur aus tiefster Seele hoffte er, dass es ihr gut ging, dass sie lachte und glücklich war.

Thomas seine Operation war gut gelaufen, aber er saß im Rollstuhl. Die Ärzte sagten, es sei ein psychisches Problem. Er war körperlich wieder gesund.
Die Monate zogen ins Land und er hatte sich sehr verändert. Es brach Sunny das Herz. Seit die Scheidung durch war, hatte Thomas nicht einen Tag mehr gelacht. Er war immer nur traurig und er wollte partout nicht mehr laufen.

Chrissy hingegen hatte eine wunderschöne, kleine Tochter geboren. Ihr Name war Samira und sie war ihrem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten.
Sie war der Sonnenschein im Leben von Chrissy, aber immer wenn sie in die Augen der Kleinen blickte, sah sie ihn. Die Liebe zu ihm war immer noch nicht erloschen.
Samira konnte schon plappern und auch laufen.
Die Zeit verging so schnell. Chrissy war Mama mit Leib und Seele und die Kleine schaffte es, sie immer wieder zu verzaubern und das brachte sie zum lächeln.
Johnnie und Jeannie konnten aber die Traurigkeit in ihren Augen erkennen. Ihre Freundin war nicht mehr die, die sie einst war.

Eines Abends saßen Jeannie und Johnnie gemeinsam auf dem Sofa und erinnerten sich an Thomas und Chrissy`s Hochzeitstag.
Wie glücklich die beiden doch waren und Johnnie konnte immer noch nicht begreifen, warum er ihr das angetan hatte.
Fakt aber war, dass es so auf keinen Fall weiterging. Es musste was geschehen.
Auch wenn die beiden getrennt waren, hatte er doch das Recht zu wissen, dass er eine kleine süße Tochter hatte und auch sollten die beiden endlich mal miteinander reden, damit Chrissy ihre wohlverdiente innerliche Ruhe wieder bekam.
Sie war noch so jung und die Traurigkeit hatte sie in Besitz genommen. Ihre Freunde wollten dass sie endlich wieder lachte und glücklich war. Wenn sie schon nicht mehr mit ihm zusammen war, vielleicht fand sie doch noch einmal die Liebe, nach der sie sich sehnte.
Jeannie stand auf und rief:
„Es reicht! Ich rufe ihn jetzt einfach mal an. Mal sehen, was er zu sagen hat. Schließlich hat er den Mist gebaut, nicht sie. Es ist an der Zeit, dass Chrissy die Schuldgefühle genommen werden. Immer und immer wieder sucht sie den Fehler bei sich. Das geht nicht.“
Während sie schimpfte wie ein Rohrspatz wählte sie schon die Nummer von Thomas.
Johnnie sah sie skeptisch an, wusste aber nicht so recht, ob das eine gute Idee war. Jedoch wusste er, wenn Jeannie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, kam er nicht dagegen an. Also hielt er den Mund.
Es klingelte eine Weile und endlich wurde abgenommen. Aber es war nicht Thomas Stimme, die sie vernahm.
„Hallo, wer ist da?“
„Sunny!“
„Oh eigentlich wollte ich mit Thomas sprechen!“
„Und mit wem habe ich die Ehre?“
„Tschuldigung. Ich bin die Freundin von Chrissy und ich habe große Lust Thomas die Ohren lang zuziehen.“
„Gut dann sind wir ja schon zwei. Wie geht’s Chrissy?“
„Nicht so gut und Thomas?“
„Auch nicht gut. Er ist in der Hölle gefangen und findet den Weg nicht mehr zurück!“
„Warum? Hat er wieder seine Ex an der Backe?“
„Nein. Er hatte nie etwas mit ihr! Das war nur ein Gerücht.“
„Wie bitte?“
„Ja, du hast richtig gehört!“
Sunny erzählte Jeannie die ganze Wahrheit und Jeannie musste schlucken.
Nachdem er geendet hatte und auflegte, sah Jeannie ihren Freund mit Tränen in den Augen an.
„Komm. Wir müssen sofort die Sachen packen und dann holen wir Chrissy und Samira!“
„Jeannie, was hast du vor, was ist denn los?“
„Komm, beweg deinen Hintern. Ich erzähle dir alles später.“


Fortsetzung folgt!


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It´s over now!….Part 8

Nervös ruschelte sie im Sitz umher, wusste nicht was sie erwartete. Thomas nahm ihre Hand und drückte sie leicht, sah sie lächelnd an.
„Keine Sorge. Es ist alles in Ordnung.“
„Oh Gott, Thomas, du bist doch schon verheiratet. Wir hätten gar nicht heiraten dürfen.“ Es fiel ihr doch wirklich sehr spät ein und Thomas konnte sich ein freches Grinsen nicht verkneifen und erwiderte gelassen:
„Doch, mein Engel. Während du in London warst und ich zuhause, habe ich die Scheidung eingereicht und die ist durch. Wir durften heiraten, weil ich ein freier Mann war.“
„Aber warum hast du mir nichts davon erzählt?“
„Ich wollte dich überraschen.“
„Ja, das ist dir gelungen.“
Der Flug verging sehr schnell, weil die beiden soviel zu bereden hatten und in den Staaten angekommen, fuhren sie sofort zu ihm nach Hause. Chrissy sah sich das Haus an und war glücklich nun für immer bei ihm bleiben zu dürfen.
Während Chrissy sich umsah, rief Thomas seinen Manager an, damit dieser eine Pressekonferenz anberaumte. Nachdem das erledigt war, machten Chrissy und er sich einen wunderschönen Tag.

Am nächsten Tag war dann die Pressekonferenz. Thomas nahm Chrissy mit und stellte sie dann vor.
Sie kam sich ein wenig fehl am Platz vor, aber ihm zu liebe, versuchte sie durch zuhalten.
Sie mochte nicht im Rampenlicht stehen. Thomas hielt die ganze Zeit ihre Hand und als alles überstanden war, fuhren sie wieder heim.
Auch dieser Tag verging sehr schnell und am nächsten Morgen waren die Zeitungen voll von der Neuigkeit, dass der Ölmagnat wieder geheiratet hatte.
Einige freuten sich mit ihm, andere machten Thomas schlecht, was Chrissy sehr weh tat.
Es war ihre Schuld, aber er nahm sie in den Arm und erklärte ihr, dass es normal war.
Damit konnte er umgehen. Seit er er denken konnte, war es so und es interessierte ihn herzlich wenig, was die Öffentlichkeit sagte.
Es war sein Leben und nichts und niemand hatte das Recht sich einzumischen. Doch Chrissy musste sich noch daran gewöhnen.

Die Wochen und Monate vergingen und sie waren schon fast fünf Jahre verheiratet. Sie waren glücklich wie am ersten Tag und es gab kein Streit. Wenn Thomas nach der Arbeit heim kam, dann hatten sie sich sehr viel zu erzählen.
Chrissy arbeitete mit in seiner Firma und so waren beide rund um glücklich.

Aber eines Tages wendete sich plötzlich das Blatt!

Er veränderte sich und Chrissy wusste nicht was geschehen war. Wenn sie mit ihm reden wollte, wiegelte er ab.
Es war alles in Ordnung. Sie sollte sich keine Sorgen machen oder er verschwand ohne Worte in sein Büro.
Manchmal sogar aus dem Haus, um ja nicht mit ihr Reden zu müssen. Chrissy war am Ende. Sie liebte ihn so sehr, aber seine Liebe für sie, schien gestorben zu sein.

Auf dem Geburtstag nun erfuhr sie die Wahrheit.
Die beiden Frauen standen sich gegenüber und Jane wusste nicht so recht was sie sagen sollte und Chrissy legte ihre Hand auf ihre und sagte:
„Sage es einfach. Ich denke ich habe die Wahrheit verdient.“
„Okay. Ich weiß du wirst mich dafür hassen. Aber Thomas hat wieder was mit seiner Ex-Frau. Alle wissen davon.“
Chrissy`s Herz schien auszusetzen und sie stand auf und blickte zu Thomas, der ihr schon entgegen kam.
Er bekam eine Ohrfeige und sie ging ins Schlafzimmer und packte ihre Sachen. Als sie das Haus verließ, war ihre Ehe für immer beendet.

Weinend lag sie immer noch auf dem Bett und konnte es nicht fassen. Thomas hatte sie betrogen.

Warum hatte er das getan?
Warum?

Sie fand keine Antwort. Nach einigen Überlegungen beschloss sie zurück nach London zu gehen. Vielleicht konnte sie ja in ihrer alten Kanzlei wieder anfangen.
Schnell hatte sie ihre Sachen genommen und ging an die Rezeption, checkte aus und fuhr dann zum Flughafen.
Sie hatte Glück, der nächste Flieger ging in zwei Stunden und sie buchte diesen.
Das Einzige was sie noch wollte, weg aus diesem Land und weg von ihrem Mann.
Dieser saß immer noch weinend auf der Treppe seines Hauses. Sunny, der eigentlich nach Hause fahren wollte, war aber geblieben und setzte sich neben ihn.
„Alter Junge. Hättest du ihr nur die Wahrheit gesagt.“
Unter Tränen erwiderte Thomas:
„Ich konnte es nicht.“
„Es wäre aber besser gewesen. Sie wäre nicht gegangen. Da bin ich mir ziemlich sicher.“
„Ich weiß, aber sie hat ein besseres Leben verdient. Sie hat einen besseren, als mich verdient.“
„Thomas, du redest Blödsinn. Sie liebt dich doch.“
„Vergiss es, Sunny. Es ist vorbei. Sie hat es entschieden und es ist das Beste so. Glaube mir.“
Thomas stand auf und ging zurück ins Haus. Ihm war so kalt und seine Tränen konnte er nicht vor seinem Freund verbergen. Dieser kam mit und kochte ihnen einen starken Kaffee.
„Thomas, willst du nicht um sie kämpfen?“
„Nein. Sie soll jemand besseren als mich finden. Ich kann ihr das nicht mehr geben, was sie sich wünscht.“
„So, so, du entscheidest also über ihren Kopf. Ich finde sie hat die Wahrheit verdient.“
„Sunny stopp. Ich will nicht mehr darüber reden.“

Damit war das Thema für Thomas beendet und sein Freund wusste, dass es keinen Sinn hatte weiter zu diskutieren. Thomas hatte diese Entscheidung getroffen, auch wenn sie falsch war!


Fortsetzung folgt!


© Maya

It´s over now!….Part 7

Auch am frühen Morgen konnte sie ihn nicht erreichen. Diese Unruhe trieb sie fast in den Wahnsinn und sie rief Jeannie an:
„Jeannie, ich glaube ich kann nicht mit zur Hochzeit kommen.“
„Wieso nicht?“
„Ich mache mir Sorgen um Thomas. Ich habe seit gestern morgen nichts von ihm gehört. Wie könnte ich da denn jetzt feiern gehen?“
„Ach komm, Chrissy. Er wird sich schon melden. Ich glaube nicht, dass er will, dass du Trübsal bläst. Vielleicht ist eine Störung im Telefonnetz. Komm mach dich fertig und ich hole dich nachher ab.“
„Also gut.“
Sie legte auf, aber begeistert war sie nicht, dorthin zugehen. Wenn er sich doch nur endlich melden würde!

Die Stunden vergingen und Chrissy wartete auf Thomas Anruf und auf Jeannie, die auch jeden Moment da sein müsste.
Es klingelte an der Tür und sie öffnete traurig diese. Jeannie nahm sie in die Arme.
„He, mach dir keine Sorgen. Er wird sich melden. Da bin ich mir ganz sicher. Er liebt dich doch.“
„Ich hoffe es.“
Sie verließen das Haus und Jeannie lenkte den Wagen in Richtung Kirche. Als sie dort ankamen, läuteten die Glocken. Chrissy sah sich um, aber niemand war zusehen:
„Sag mal Jeannie, wo sind die denn alle.“
„Na, ich denke drinnen. Wir sind schon reichlich spät!“
Gemeinsam gingen sie die Treppen zur Kirche hoch und ein Song erklang.
Chrissy liebte diesen und sie bekam eine Gänsehaut. Sie betraten das Haus Gottes, welches festlich geschmückt war. Ein wenig irritiert sah sie zu Jeannie, als sie sah, dass niemand da war.
„Wo sind sie?“
„Die sind schon da. Mach dir mal keine Sorgen. Komm.“

Jeannie hakte sich bei Chrissy ein und sie gingen den langen Gang zum Altar. Umso näher sie kamen, umso unruhiger wurde Chrissy.
Diese Wärme in ihr kam zurück und als sie kurz vor dem Altar war, sah sie Thomas dort auf dem Boden kniend.
Er lächelte sie an und sie musste schlucken.

Was hatte er denn jetzt vor?

Fragend sah sie Jeannie an und diese nickte nur lächelnd. Führte sie zu ihm. Dort angekommen, nahm er sofort Chrissy`s Hand und fing an zureden.

„Mein geliebter Engel. Solange haben wir uns nicht mehr gesehen. Jeden Tag durfte ich nur deine Stimme hören. Durfte dich nicht berühren, weil die Distanz so groß war.
In jeder Minute des Tages, in jeder Sekunde der Nacht sehnte ich mich nach dir. Konnte die Einsamkeit kaum ertragen.
Nur der Gedanke dich bald wieder zusehen, gab mir die Stärke weiter zumachen und auf den Tag zu warten, an dem ich dich wieder sehen kann.
Wir haben uns getroffen, wo ich an einem Punkt war und nicht mehr an die Liebe glaubte.
An einem Punkt, wo mich die Einsamkeit völlig eingehüllt hatte. Die Wärme aus meinem Herzen gewichen war.
Gott hat dich zu mir gesandt und du hast mein Leben wieder lebenswert gemacht.
Jeder Tag, an dem ich ohne dich war, hat mir gezeigt, dass ich mein Leben mit dir teilen möchte. Dich an meiner Seite haben möchte. Dir ein Leben voller Liebe schenken und dich zum Mittelpunkt meines Lebens machen möchte.
Darum frage ich dich hier und jetzt, Chrissy willst du mich heiraten und dein Leben mit mir verbringen?“


Chrissy weinte und konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Thomas wollte sie heiraten und sein Leben mit ihr verbringen?
Es wurde ganz still und er sah sie erwartungsvoll, aber auch ängstlich an.
Sie kniete sich zu ihm herunter, strich sanft über Wange und flüsterte:

„Ja, Thomas, ich will dich heiraten. Ich möchte deine Frau werden und mein Leben mit dir teilen.“

Ihre Lippen näherten sich und sie küssten sich ganz sanft, standen dann auf und hielten sich fest in den Armen. Freudentränen liefen über ihre Wangen. Johnnie und Jeannie kamen zu den beiden und gratulierten.
Unvermittelt und sehr ernst sprudelte es aus Thomas heraus:
„Dann lass uns jetzt heiraten.“
Ungläubig sah Chrissy ihn an.
„Jetzt?“
„Wenn du mich jetzt willst, heiraten wir hier und jetzt.“
Sie boxte ihn an die Brust:
„Du verrückter Kerl. Okay lass uns jetzt heiraten.“

Die Musik ertönte und der Pfarrer kam zu ihnen. Jeannie drückte ihr noch den Brautstrauß in die Hand und der Pfarrer begann mit der Zeremonie.

Thomas und Chrissy wurden vermählt und nachdem ihnen das Eheversprechen abgenommen wurde und sie die Ringe getauscht hatten, wurden sie zu Mann und Frau erklärt.
Ein zärtlicher Kuss besiegelte die Ehe. Sie lächelten sich danach glücklich an und konnten ihr Glück nicht in Worte fassen.
Johnnie und Jeannie klatschten in die Hände und freuten sich so sehr für sie.
Johnnie konnte sich aber einen Spruch nicht verkneifen.
„Soviel zum Thema, mein Prinz muss erst gebacken werden.“
Errötend blickte sie auf den Boden und Thomas schmunzelte.
„Aha. Und wo ist dein Traumprinz nun?“
Leise erwiderte sie darauf:
„Er steht vor mir und ist gerade mein Ehemann geworden!“
Er zog sie in seine Arme und sagte dann zu den anderen:
„Es tut mir leid, aber wir müssen euch jetzt wieder verlassen. Unser Flieger geht in zwei Stunden.“
Ungläubig sah Chrissy zu ihm.
„Warum müssen wir denn schon weg?“
„Weil ich einfach abgehauen bin. Ich denke, die werden mich schon in der Firma vermissen.“
„Okay, dann werden wir euch mal zum Flughafen bringen.“

Arm in Arm gingen Thomas und Chrissy zum Wagen und sie kuschelte sich an ihm, als sie im Auto saßen.
Sie war die glücklichste Frau auf Erden und zwei Stunden später waren sie schon auf dem Weg in die Staaten.

Fortsetzung folgt!


© Maya

It´s over now!…..Part 6

Die Wochen zogen ins Land und es war eine schwere Zeit für sie. Zwar telefonierten sie sehr oft, aber die Möglichkeit sich zu sehen, bestand in den nächsten Wochen nicht.
Thomas hatte einfach zuviel zu tun. Und sie bekam auch keinen Urlaub, weil in der Kanzlei der Teufel los war. Das Einzige was ihnen blieb waren die stundenlangen Telefonate.
Doch wenn sie auflegten, war die Einsamkeit eine einzige Qual. Am Telefon spielten sie sich gegenseitig vor, dass alles in Ordnung war, wollten sich nicht gegenseitig weh tun, denn Chrissy wusste, wenn sie sagte, dass sie sich einsam und allein fühlte, würde es ihm das Herz brechen und umgekehrt war es genauso. Trotz allem versuchten sie das Beste daraus zu machen.
Aber die ganze Zeit kam es Chrissy so vor, als wenn er ihr etwas verheimlichte. Und wenn sie ihn fragte, lenkte er sofort vom Thema ab. Sie sorgte sich um Thomas und wenn sie es ehrlich zugab, hatte sie auch Angst, dass er sie doch nicht mehr so liebte, wie er es immer sagte. Wenn sie diese Zweifel hatte, hörte sie aber auf ihr Herz und wusste es dann doch besser.

Thomas hatte wirklich jede Menge zu tun, aber das Wichtigste war die Trennung von seiner Frau.
Nach einem heftigen Streit trennten sie sich endgültig und Thomas machte es publik. Die Öffentlichkeit sollte wissen, dass die Ehe gescheitert war, schließlich brodelte die Gerüchteküche schon lange, ob da was nicht stimmte. Das war der Nachteil, wenn man doch sehr bekannt war.
Die Scheidung war schnell vollzogen. Für die Presse war es natürlich ein gefundenes Fressen und sie witterten eine interessante Story dahinter. Ein so bekannter Millionär konnte so etwas natürlich nicht verheimlichen. Aber nachdem dann nichts mehr darüber zu schreiben war, beruhigte sich die Lage wieder und auch seine Geschäfte hatten nicht wirklich darunter gelitten.
Für seine Vertragspartner war das Geschäft wichtiger, als Thomas Privatleben und das war auch gut so. So hielten sich die Verluste im Rahmen und er konnte wieder durchatmen.

Nun war er ein freier Mann und wollte die Liebe seines Lebens, seine Chrissy, in die Staaten holen.
Wenn sie es wollte!
Und er machte Nägel mit Köpfen, rief ihren Chef an und unterhielt sich ernsthaft mit ihm.

Auch als Thomas von Chrissy`s Freunden erzählte und fragte, ob er ihm helfen könnte, sagte dieser ja.
Jeannie und Johnny waren ihre Familie und der Chef hatte die Telefonnummer, weil Chrissy wollte, dass er sie benachrichtigte, wenn was mit ihr sein sollte.
Nachdem alles mit Chrissy`s Chef geklärt war und die beiden auflegten, wählte er die Nummer von Jeannie, die auch gleich abnahm.
„Ja Hallo?“
„Hallo. Mein Name ist Thomas.“
„Aha,“ kam es kurz von Jeannie. Sie wusste, dass es Chrissy´s Thomas war. Sofort hatte sie seine Stimme erkannt, wollte ihn aber ein bisschen zappeln lassen, was auch funktionierte, denn Thomas strampelte sich einen ab, um Jeannie begreiflich zu machen, wer er ist.
„Hör zu, Jeannie. Ich bin es wirklich. Ich habe die Nummer von Chrissy`s Chef. Ich weiß das du wie eine Schwester für sie bist.“
Jeannie sagte immer noch nichts und er rief in den Hörer.
„Jeannie, bitte!“
Während sie grinste, antworte sie:
„Okay, okay ich glaube dir. Aber warum rufst du an? Ist irgendwas mit Chrissy?“
„Nein, aber ich brauche deine Hilfe.“
„Dann schieß mal los.“
Jeannie hörte ihm zu und unterbrach ihn nicht einmal. Sie freute sich und als er endete und sie fragte:
„Und hilfst du mir?“, kam ein spontanes
„Ja natürlich!“
Die Beiden sprachen alles genau ab und beendeten das Gespräch. Jeannie ging zu Johnnie und erzählte ihm alles. Auch er hatte ein Grinsen auf den Lippen.
„Hat sie also doch ihren Prinzen gefunden.“
„Ja, das hat sie. Und was für einen!“

Wieder vergingen ein paar Tage. Chrissy und Thomas telefonierten regelmäßig, aber sie spürte eine innere Unruhe. Irgendetwas stimmte nicht.
Aber auch Jeannie telefonierte mit ihm und hielt ihn auf dem laufenden.

Endlich war es soweit und Thomas machte sich auf den Weg nach London. Er konnte es kaum noch erwarten, seinen Engel in den Arm zu schließen.
Hauptsache war nur, dass sein Plan aufging. Während er im Flieger saß, ohne das Chrissy davon wusste, machten Jeannie und sie einen Einkaufsbummel.
Als sie an einer Boutique ankamen, war da das perfekte Kleid für Chrissy.
Es war hellrosa und es passte absolut zu dem Anlass. Jeannie redete wie ein Wasserfall, erzählte ihr von der Hochzeit, wo sie eingeladen waren und das sie sich wünschte, dass Chrissy mitkam. Auch den Einwand, dass Chrissy die Leute doch gar nicht kannte, galt nicht.
Irgendwann gab Chrissy nach und probierte den Traum von einem Kleid an. Es sah an ihr aus, als wäre es nur für sie gemacht. Eng anliegend, knielang und ein wunderschönes Dekolletee.
Es gefiel ihr sehr gut und letzten Endes entschied sie sich es zu kaufen. Gemeinsam fuhren sie nach dem Einkauf voll bepackt nach Hause. Jeannie sagte ihr beim Abschied noch, dass sie sie morgen um zwei Uhr abholte.
„Verrückt!“, sagte Chrissy nur und machte sich daran, den Einkauf auszupacken.
Als sie das Kleid in der Hand hatte, fragte sie sich wie Thomas es wohl fand. Die Sehnsucht nach ihm war heute sehr groß und sie wählte seine Nummer.
Aber sein Handy war aus. Sie wunderte sich, denn es war die Zeit, wo sie sonst immer telefonierten.
Die Stunden vergingen und er meldete sich nicht bei ihr. Sie versuchte es immer wieder ihn zu erreichen und wählte nervös seine Nummer.
Eine innere Unruhe beschlich sie und sie hoffte, dass ihm nichts passiert war. Traurig, einsam und allein ging sie dann zu Bett, legte das Telefon auf den Nachttisch und versuchte ein bisschen zu schlafen.
Jedoch war es nicht möglich, sie starrte die ganze Zeit das Telefon an.
Warum rief er sie denn nicht an?
Was war passiert?
Ging es ihm gut?


Fortsetzung folgt!


© Maya

It´s over now!…..Part 5

Thomas war in seinem Hotelzimmer und lag auch im Bett. Wenn er seine Augen schloss, sah er Chrissy. Sie hatte ihn verzaubert und er fühlte sich glücklich. Nie im Leben hatte er geglaubt einen Menschen so zu lieben.
Als er Maria damals geheiratet hatte, dachte er es wäre Liebe, aber anscheinend nicht die richtige, denn die Ehe der beiden war schon lange nur noch auf dem Papier existent. Sie gingen sich aus dem Weg und hatten keine netten Worte mehr füreinander übrig.

Die Wochen die Thomas in London war, vergingen wie im Flug. Die beiden trafen sich jeden Tag und genossen ihre Zweisamkeit, lernten sich näher kennen und wurden sich von Tag zu Tag sicherer, das sie füreinander bestimmt waren. Sie lachten und hatten Spass miteinander. Oft lagen sie auf dem großen Bett in Thomas Hotelzimmer und kuschelten miteinander, hielten sich einfach nur in den Armen und spürten die Nähe des anderen.

Morgen nun musste er zurück in die Staaten.
Auch heute waren sie bei ihm im Hotel und wollten die letzten Stunden gemeinsam verbringen.
Thomas war unter der Dusche und Chrissy lief unruhig im Zimmer umher. Sie konnte sich nicht vorstellen, ab morgen wieder allein zu sein. Traurig ging sie ans Fenster und sah hinaus. Die Sonne ging langsam unter und es wurde dunkel.
Sie hatte früher immer Angst vor der Dunkelheit, aber seit er in ihr Leben getreten war, war diese verschwunden. Nun spürte sie wie langsam jene Angst zurück in ihre Gedanken schlich.
Sie war so in Gedanken versunken, dass sie Thomas nicht bemerkte, als er aus dem Bad kam. Er hatte nur ein Handtuch um seine Hüften geschwungen und einige Tropfen des Wassers hafteten noch an seiner Brust.
Er ging zu ihr und schlang seine Arme um ihren Körper. Sie lehnte sich an ihn und schloss ihre Augen und flüsterte:
„Thomas, ich habe Angst. Wie soll es denn mit uns weitergehen?“
Er drehte sie zu sich um und sah sie an, streichelte ihre Wange.
„Schatz, ich werde eine Lösung finden. Glaube mir. Ich werde dich nie wieder gehen lassen. Das schwöre ich dir.“
Lächelnd sah er sie an und sie küsste ihn ganz sanft.
Und zum ersten Mal kamen ihr die berühmten Worte über die Lippen:
„Thomas, ich liebe dich.“
Stürmisch zog er sie ins eine Arme und hielt sie fest.
„Chrissy, ich liebe dich auch!“
Seine Lippen legten sich auf die ihrigen und verschmolzen zu einem innigen Kuss. Voller Hingabe küsste er sie und hob sie dabei auf seine starken Arme, trug sie zum Bett und legte sie sanft darauf. Er kam auch aufs Bett und beugte sich über sie, sah ihr tief in die Augen und kurz darauf küsste er sie zärtlich.
Thomas strich ihr sanft durch die Haare und fragte sie ganz leise, kaum hörbar:
„Was machst du nur mit mir?“
Sie lächelte und sagte nichts dazu. Der Glanz in ihren Augen war unbeschreiblich und küsste sie immer und immer wieder.
In Raum und Zeit gefangen, ließen sie ihren Gefühlen freien Lauf und flogen gemeinsam zu den Sternen.
Chrissy sah so glücklich in diesem Moment aus und sein Herz schlug höher.
Das war sein einziger Wunsch. Sie glücklich zu machen. Sie war die Frau, mit der er sein Leben verbringen wollte.
Nach einer Weile legte er sich neben sie und zog sie in seine Arme. Chrissy kuschelte sich hinein und strich ihm über die nackte Brust. Müde und erschöpft schloss sie die Augen, träumte von einer gemeinsamen Zukunft mit ihm.

Er betrachtete sie und sein Herz schlug ihm bis zum Hals. Vorsichtig um sie nicht zu wecken, strich er ihr die Haarsträhnen aus dem Gesicht um sie näher betrachten zu können. Sie sah aus wie ein Engel, wenn sie schlief.
Plötzlich traten Tränen in seine Augen und ließen diese noch dunkler wie sonst erscheinen.
Ihm wurde schmerzlich bewusst, dass er in zwei Stunden zum Flughafen musste. Er musste sie allein hier zurücklassen und das brach ihm das Herz.
Wie konnte er sie allein lassen? Er wünschte sich so sehr, dass er sie mitnehmen könnte. Wie sollte er denn jetzt ohne sie weitermachen? Schon allein die Vorstellung machte ihm Angst. Die Vorstellung, dass er wieder diese Kälte spüren musste.
Ständig allein zu sein. Auch wenn er immer sehr viele Leute, durch seinen Job um sich hatte, fühlte er sich doch letzten Endes allein.

Eine Stunde war vergangen und Thomas stand leise auf und ließ Chrissy schlafen.
Als er unter der Dusche war, wachte sie auf und sah auf die Uhr.
Oh Gott!

Sie war eingeschlafen, obwohl sie doch die letzten zwei Stunden mit ihm verbringen wollte, nicht eine Minute missen und nun musste er gleich weg.
Weinend warf sie sich in die Kissen. Als er aus dem Bad kam und sie weinend da liegen sah, brach es ihm das Herz und er fing an, an sich zu zweifeln.
Konnte er sie glücklich machen?
Hatte sie nicht vielleicht etwas besseres verdient?
Wenn Chrissy seine Gedanken erfahren hätte, wäre sie richtig böse geworden. Schon mehrmals hatten sie deswegen Streit. Sie hasste es, wenn er so an sich zweifelte.
Sie liebte ihn so, wie er war und sie wusste, dass es nicht leicht wurde. Doch das Thomas immer besser wissen wollte, was sie verdient hatte, ärgerte sie.
Er sollte sie mal fragen, was sie dazu meinte. Sie wollte nur ihn. Egal ob sie sich trennen mussten oder nicht. Es war ja nicht für immer und es war ihre Entscheidung mit ihm zusammen zu sein.
Thomas ging zu ihr und streichelte ihren Rücken.
„Schatz, bitte weine nicht. Bitte!“
Chrissy drehte sich zu ihm um und wischte sich die Tränen fort.
„Ich werde dich vermissen.“
Er zog sie fest in seine Arme und versuchte die Tränen zu unterdrücken, die versuchten sich einen Weg aus seinen Augen zu suchen.
„Chrissy, ich werde dich auch vermissen. Ich rufe dich gleich an, wenn ich angekommen bin und ich komme so schnell ich kann wieder her. Versprochen.“
Sie saßen ohne ein weiteres Wort da und hielten sich nur in den Armen. Doch dann musste er gehen ob er wollte oder nicht.
„Ich liebe dich, Chrissy!“
Zum Abschied küsste er sie noch einmal und dann ging er zur Tür.
„Vergiss mich nicht, mein Engel. Ich lasse mein Herz hier. Pass darauf auf!“
„Und du hast meines, Thomas.“
Er öffnete die Tür, sah Chrissy noch einmal an und dann verschwand er. Weinend legte Chrissy sich wieder hin. Sie konnte sich nicht vorstellen, einen einzigen Tag ohne ihn zu sein.
Aber es ging nicht anders.

Thomas fuhr mit dem Taxi schweren Herzens zum Flughafen und als sein Flug aufgerufen wurde, ging er und sein Herz brach in tausend Einzelteile.
Chrissy zurück zulassen, fiel ihm so schwer. Nur eines wusste er, jetzt wollte er Nägel mit Köpfen machen. So schnell wie möglich wollte er seine große Liebe zu sich nach Amerika holen.
Mit diesen Gedanken flog er zurück nach Hause und dieser gab ihm die Kraft, die Zeit ohne Chrissy zu überstehen.

Fortsetzung folgt!


© Maya

It´s over now!…..Part 4

Seufzend ging sie nach einigen Minuten auch ins Bett, versuchte sich einzureden, dass sie sich nicht in Thomas verliebt hatte.
Sie musste sich gegen diese Gefühle wehren, denn es hatte keinen Sinn. Niemals würden sie zusammen sein können.
Irgendwann schlief sie dann doch ein und am nächsten Morgen fühlte sie sich nicht wohl.
Als sie in den Spiegel sah, erschrak sie, denn sie schien geweint zu haben. Schnell versuchte sie die Spuren der Nacht mit Make-up zu bedecken.
Dann zog sie sich an und fuhr zur Arbeit. Da wieder sehr viel Trubel in der Stadt herrschte, kam sie natürlich wieder zu spät und mit gesenktem Kopf ging sie an Thomas und ihrem Boss vorbei und murmelte ein leises:
„Sorry!“
Als sie sich setzte und ihn ansah, lächelte er leicht und ihr wurde ganz warm ums Herz, aber sie sagte zu sich selbst:

// Nein, ich habe mich nicht in ihn verliebt. Nein habe ich nicht. Nein er ist nur ein Mandant. Er ist vergeben. Nein, ich habe mich nicht in ihn verliebt. Doch ich habe…//

Mit großen Augen sah sie Thomas und ihren Boss an. Gerade selbst hatte sie sich eingestanden, dass sie sich in ihn verliebt hatte. Thomas sah ihre Verwirrtheit und fragte:
„Ist alles in Ordnung?“
„Nein, gar nichts ist in Ordnung. Ich fühle mich schlecht und ich glaube ich sollte heute nach Hause gehen. Vielleicht bekomme ich ja die Grippe.“
Mit dieser Antwort versuchte sie sich aus der Affäre zuziehen. Sie konnte ja schlecht sagen.

//Nein, nichts ist in Ordnung. Ja, vorgestern war alles bestens, aber seit gestern ist nichts mehr wie es einmal war. Mr. Miller, mir ist nur gerade klar geworden, dass ich mich in sie verliebt habe.//

Wie ein geölter Blitz sammelte sie ihre Sachen zusammen und verschwand so schnell wie sie gekommen war. Im Fahrstuhl atmete sie tief durch und wähnte sich in Sicherheit, aber gerade als sich die Türen schließen wollten, wurden diese daran gehindert und Thomas kam hinein.
Er sah sie fragend an. Der Fahrstuhl setzte sich in Bewegung und er fragte sie:
„Was ist denn heute los?“
Verlegen senkte sie ihren Blick und erwiderte nur:
„Es ist soweit alles in Ordnung. Ich sagte doch, ich glaube ich bekomme eine Grippe.“
Er kam näher und flüsterte:
„Ich glaube dir nicht.“
Chrissy sah ihn an und verlor sich in seinen braunen Seen, konnte nichts mehr sagen. Sie fragte sich, wie er das wissen konnte.
Die Türen gingen auf und sie verließ fluchtartig das Gebäude, aber er war hartnäckig und folgte ihr.
„Chrissy, bleib stehen.“
Sie tat es, jedoch vermied sie es ihn anzusehen. Er stellte sich vor ihr hin und legte seine Finger sanft unter ihr Kinn, zwang sie so ihn anzusehen.
„Fühlst du dasselbe wie ich?“
Ihr Herz klopfte gegen die Wände ihrer Brust und ihr Puls raste. Hatte er sie das wirklich gerade gefragt?
Nein das hatte sie bestimmt geträumt!
„Keine Antwort ist auch eine Antwort.“
Chrissy nahm allen Mut zusammen und sah ihn ernst an.
„Du irrst dich Thomas. Ich fühle nichts für dich.“
Versuchte nach diesen Worten an ihm vorbei zu gehen, doch er hielt sie am Arm zurück.
„Bist du sicher?“
Mit starken Herzklopfen drehte sie sich wieder zu ihm um.
„Nein. Aber es hat alles keinen Sinn. Wir kennen uns gerade ein paar Stunden. Du bist verheiratet…“
Thomas senkte traurig seinen Blick und sagte:
„Ich weiß, dass ich verheiratet bin. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich mein Herz für dich geöffnet habe.“
Wie angewurzelt stand sie da und sah ihn an. In seinen Augen spiegelte sich Traurigkeit wieder. Er lächelte sie an, aber sie sah die Tränen.
Wie in Zeitlupe ging sie auf ihn zu und legte ihre Hand auf seine Wange. Thomas schloss seine Augen und schmiegte seine Wange in ihre Hand. Wärme durchflutete sein Herz und er fühlte sich in Chrissy`s Nähe geborgen.
„Thomas?“
Er öffnete seine Augen und sah sie liebevoll an.
„Ja, Chrissy?“
„Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick?“
„Bis gestern nicht. Aber das Leben hat mich eines besseren belehrt.“
„Was ist mit uns geschehen? Wie konnte das nur passieren?“
„Ich weiß es auch nicht, Chrissy. Aber lass uns ein bisschen spazieren gehen.“
Sie nickte und sie gingen in Richtung Park. Worte kamen nicht über ihre Lippen. Sie sahen sich immer wieder nur an.

Im Park angekommen, setzten sie sich auf eine Bank, sahen auf den kleinen See der vor ihnen lag. Die Sonne spiegelte sich darauf wieder und die Stille herrschte über Raum und Zeit.
„Thomas, wie soll es jetzt denn weiter gehen?“
Er nahm ihre Hand und küsste sie sanft. Es schien ihr, als gingen tausende von Stromstöße durch ihren Körper.
„Ich weiß es nicht, Chrissy.“
Stundenlang saßen sie auf der Bank, redeten nicht, fanden keine Lösung. Dann sprang Chrissy plötzlich auf und er tat es ihr gleich, stand nur wenige Zentimeter von ihr entfernt. Traurig blickte sie an und sagte:
„Wir sollten gehen, Thomas. Vielleicht ist es besser, wenn wir uns nie wieder sehen.“
„Ist das dein Ernst?“
„Ja es ist das Beste. Du kehrst bald zurück in die Staaten, zu deiner Frau. Du wirst mich vergessen.“
Er umschloss ihre Wangen mit seinen Händen, kam mit seinem Gesicht ganz nahe und sie spürte seinen heißen Atem.
„Wie könnte ich meinen Engel vergessen. Du hast mir gezeigt, dass es möglich ist, dass es in meinem Herzen Wärme gibt. Das ich mich frei und geborgen fühlen kann. Nein Chrissy, auch wenn ich zurück fliege, wird mein Herz bei dir bleiben.“
Tränen lösten sich aus ihren Augen und liefen über ihre Wangen und seine Hände.
Er kam näher und küsste ganz sanft ihre Tränen fort. Mit geschlossenen Augen ließ Chrissy es geschehen.
Plötzlich fühlte sie seine weichen, warmen Lippen auf den ihrigen. Zitternd stand sie da und sie spürte, dass ihre Beine weich wurden. Immer und immer wieder betupfte er ihre warmen Lippen und sie ließ es geschehen.
Ihr Verstand versuchte sie zurück zuholen, aber die Sprache ihres Herzens war stärker und siegte.
Die Zeit der Zärtlichkeit zwischen ihnen war erwacht und sie gaben sich ihren Gefühlen hin.
Mit Hingabe und soviel Gefühl küssten sie sich und ihr erster Kuss schien endlos.
Als sie sich voneinander lösten, sah Chrissy ihn verträumt an. Er zog sie in seine Arme und hielt sie ganz fest, als wollte er sie nicht wieder gehen lassen.
Langsam setzten sie sich in Bewegung und Thomas brachte Chrissy nach Hause. Auf dem ganzen Weg dorthin hatten sie nicht ein Wort miteinander geredet.
Es war auch nicht nötig. Mit diesem einen Kuss hatten sie sich gezeigt, dass sie sich liebten. Vor ihrer Tür angekommen, hauchte ihr er noch einen Kuss auf die Lippen und verschwand dann. Sie blieb noch einige Zeit stehen und sah ihm nach.
Dann ging sie ins Haus und war so von ihren eigenen Gefühlen gefangen, dass sie es für sich noch nicht realisieren konnte. Mit einem Lächeln auf den Lippen ging sie ins Bett.


Fortsetzung folgt!


© Maya